Formel 1 Sauber einigt sich mit Van der Garde

Sie stritten vor Gericht, nun haben sich der Formel-1-Rennstall Sauber und Pilot Giedo van der Garde geeinigt. Der Niederländer verzichtet auf sein Cockpit und erhält dafür eine Abfindung.

Rennfahrer van der Garde: Einigung mit Sauber
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Rennfahrer van der Garde: Einigung mit Sauber


Hamburg - Der Zoff um einen Formel-1-Stammplatz zwischen dem Sauber-Rennstall und dem früheren Ersatzfahrer Giedo van der Garde ist beigelegt. Der Niederländer erhält vom finanziell angeschlagenen Schweizer Team eine Abfindung und verzichtet im Gegenzug auf seinen Anspruch auf ein Cockpit. "Wir sind froh, dass die Angelegenheit erledigt ist", sagte ein Sprecher des Rennstalls im Schweizer Fernsehen. Zu den Details der Abmachung wolle man sich jedoch nicht äußern.

Der juristische Streit zwischen dem Rennfahrer und Sauber hatte den Saisonauftakt in Melbourne am vergangenen Wochenende überschattet. Van der Garde hatte sich vor Gericht ein Startrecht erstritten. Das Schweizer Privatteam hatte im Vorjahr einen Vertrag mit ihm als Stammpilot für dieses Jahr geschlossen, dann aber den Brasilianer Felipe Nasr und den Schweden Marcus Ericsson verpflichtet und offiziell gemeldet.

Erst am Tag vor dem Grand Prix einigten sich Sauber und van der Garde darauf, dass der Niederländer in Australien auf seinen Anspruch verzichtet. Weil Nasr und Ericsson Sponsorengeld mitbringen, ist Sauber auf ihre Dienste angewiesen. Die Zukunft des Teams steht wegen des Streits mit van der Garde deshalb auf dem Spiel. Die angebliche Abfindung für ihn könnte nun den Rechtsstreit beenden, dürfte Sauber aber noch mehr in finanzielle Bedrängnis bringen.

mon/dpa



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insgesamt 13 Beiträge
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hubie 17.03.2015
1. Ganz sportlich
Es ging ihm natürlich nur ums Cockpit, nicht um die Abfindung.
Geradeausdenker 17.03.2015
2.
Völlig wurst, um was es ihm ging. Er hat jedenfalls absolut Recht und auch Recht bekommen.
topsykrett 17.03.2015
3. Diese Machenschaften sind..
Diese Machenschaften vom Team Sauber sind unter aller Sau. Unter Peter Sauber hätte es so etwas nicht gegeben. Aber seit die Super-Anwältin M. Kaltenborn an der Spitze ist, läuft es bei Sauber überhaupt nicht mehr. Stattdessen wird eiskalt kalkuliert, dass es sich finanziell lohnt einen guten Fahrer durch einen Paydriver zu ersetzen, selbst wenn man diesem noch eine Abfindung zahlen muss damit er nicht antritt zu den Rennen. Pfui.
chrima 17.03.2015
4. Quoten in der Formel 1?
Die Teamchefin von Sauber scheint ja nicht besonders für diese Aufgabe geeignet. Anscheinend hat sie für die 2 zur Verfügung stehende Cockpitplätze diese Saison 5 gültige Verträge mit fünf verschiedenen Fahrern unterschrieben. Ist in der Formel1 inzwischen auch eine Quote für Teamchefinnen eingeführt worden oder wie ist so eine Frau auf so einen Posten gekommen?
Bueckstueck 17.03.2015
5. Sonst noch was zu sagen?
Zitat von hubieEs ging ihm natürlich nur ums Cockpit, nicht um die Abfindung.
Sauber hat den Vertrag gebrochen und darauf spekuliert einfach damit durchzukommen. Was van der Garde gemacht hat, war goldrichtig. Er hat Sauber in Zugzwang gebracht und so schnell das erreicht was im zusteht: Geld, weil Cockpit keine Option war denn sonst wäre Sauber sofort am Ende gewesen.
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