Zu langsam Sauber hat keine Lust mehr auf Honda

Die Zusammenarbeit mit Honda war bereits beschlossen, doch nun macht Sauber einen Rückzieher. Der Rennstall hat Angst vor einer weiteren Saison mit völlig unterlegenen Motoren.

Pascal Wehrlein im Sauber
Getty Images

Pascal Wehrlein im Sauber


Der Formel-1-Rennstall Sauber fährt ab der kommenden Saison doch nicht mit Motoren des japanischen Lieferanten Honda. Das teilten die Schweizer im Vorfeld des Großen Preises von Ungarn mit. Den neuen Motorenpartner will das Team des deutschen Piloten Pascal Wehrlein in naher Zukunft bekanntgeben.

"Es ist sehr bedauerlich, dass wir die geplante Zusammenarbeit mit Honda zu diesem Zeitpunkt einstellen müssen", sagte der neue Sauber-Teamchef Frédéric Vasseur, der die Position vor rund zwei Wochen von Monisha Kaltenborn übernommen hatte: "Diese Entscheidung wurde aus strategischen Gründen sowie mit den besten Absichten für die Zukunft des Sauber-Teams getroffen."

Erst im April hatten Sauber und Honda ihre künftige Zusammenarbeit verkündet. Doch schon rund um Vasseurs Amtsantritt bei Sauber war aber über eine Auflösung des Vertrags spekuliert worden. Hintergrund ist die unsichere Zukunft Hondas in der Formel 1 und die schwache Saison von McLaren. Auch angesichts der schlechten Ergebnisse mit dem Traditionsteam steht weiterhin ein Fragezeichen hinter dem weiteren Engagement der Japaner.

Sauber fährt, mit Ausnahme einer vierjährigen Unterbrechung (2006 bis 2009), seit 1997 mit Ferrari-Motoren in der Formel 1. Der Rennstall geriet in den vergangenen Jahren in wirtschaftliche Schwierigkeiten, im Sommer 2016 wurden diese durch die Übernahme durch die Schweizer Investment-Gesellschaft Longbow Finance S.A. gelöst. In der aktuellen Umbruchphase des Teams nutzt Sauber in dieser Saison Ferrari-Motoren aus dem Vorjahr, ein auf der Rennstrecke klar erkennbarer Nachteil im Vergleich zur Konkurrenz. Trotzdem holte Sauber bereits fünf WM-Punkte - drei mehr als McLaren mit Honda-Motoren.

krä/sid



TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.