Ferraris guter Test-Auftakt Vettel darf sich nicht zu viel freuen

Sebastian Vettel will in seinem fünften Ferrari-Jahr Formel-1-Weltmeister werden. Geht es nach dem ersten Testtag, ist er auf einem guten Weg. Wirklich aussagekräftig ist Vettels Bestzeit jedoch nicht.

Sebastian Vettel
ENRIC FONTCUBERTA/EPA-EFE/REX

Sebastian Vettel


Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat einen guten Test-Auftakt hingelegt. Mit einer Tagesbestzeit, die Renault-Fahrer Nico Hülkenberg als "schon brutal schnell" und Mercedes-Teamchef Toto Wolff immerhin noch als "sehr schnell" bezeichnete, eröffnete Vettel die erste Testwoche in Barcelona.

"Wir hätten uns keinen besseren Start vorstellen können", sagte der vierfache Weltmeister, der auch die mit Abstand meisten Runden (169) drehte: "Es war unglaublich, wie gut das Auto funktioniert hat. Wir hatten keine Probleme und konnten mehr machen als geplant." Mit welchen Setups die Teams die jeweiligen Testtage angehen, wird nicht bekanntgegeben.

An Vettels 1:18,161 Minuten reichte niemand heran, auch nicht Weltmeister Lewis Hamilton, der sich den Mercedes am Montag mit seinem finnischen Teamkollegen Valtteri Bottas teilte. Die beiden Silberpfeile standen am Ende auf den Plätzen acht und neun. Zweitschnellster hinter Vettel war der Spanier Carlos Sainz im neuen McLaren vor dem Franzosen Romain Grosjean im Haas und dem Niederländer Max Verstappen im Red Bull.

Bei den Testfahrten in Barcelona wird es für die Teams vor allem darum gehen, die aerodynamischen Veränderungen an den Autos zu verstehen. Deshalb werden an den Boliden komplizierte Gitterkonstruktionen angebaut, um Luftströme besser messen zu können. Für die Saison 2019 müssen die Teams starke Modifizierungen an den Front- und Heckflügeln vornehmen, dadurch hofft der Motorsport-Weltverband Fia auf bessere Überholmöglichkeiten.

"Wir wollen alle in den Ergebnislisten ganz oben stehen und wir schauen alle auf die Rundenzeiten, das ist aber nicht Sinn dieser Tests", betonte Wolff. "Du willst Teile testen und sehen, was die Daten sagen." Beunruhigt klang Wolff ob der starken Vorstellung von Ferrari nicht.

Die erste Testwoche dauert bis einschließlich Donnerstag, die zweite Testphase findet vom 26. Februar bis 1. März statt. Jedes Team darf pro Tag nur ein Auto einsetzen, die Fahrer wechseln sich im Cockpit ab. Noch nicht dabei ist Williams mit seinen neuen Fahrern Robert Kubica und George Russell. Das Team steigt voraussichtlich erst am Mittwoch ein, weil das Auto nicht rechtzeitig fertig wurde.

krä/dpa/sid



insgesamt 13 Beiträge
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Seite 1
mg0031 18.02.2019
1.
Egal wie gut das Auto ist. Herr Vettel versteht es leider immer wieder durch eigene Fehler sich ins Abseits zu stellen. Wird auch diesmal nichts. Schumacher#s Disziplin, Können und Abgebrühtheit fehlen halt.
sge170868 19.02.2019
2. @1
Ja das mag sein! Aber er heißt neunmal Vettel und nicht Schumacher. Der werte Herr Schumacher war bei Mercedes entwicklungsfahrer für hampelmann
Alias iacta sunt 19.02.2019
3. Noch keine Rennsituation gesehen
und schon wissen einige Propheten, wer gewinnt und wer nicht. Mercedes fährt traditionell erst mal bei Tests langsamer, um nicht als Favorit eingestuft zu werden. Erst wenn es wirklich drauf ankommt wird Gas gegeben und dann auch der Wingman eingesetzt, um die Wettbewerber einzubremsen.
thomas.wenzel 19.02.2019
4. Um auf Ferrari Weltmeister zu werden braucht es brutal starke Charaktere, die das Team führen
Der letzte Ferrari-Weltmeister war Mika Häkkinen, der sich die Freiheit nahm, danach um die Rallye Weltmeisterschaft zu fahren und jetzt von Ferrari entsorgt wird. Davor Michael Schumacher, der mit Ross Brawn und Jean Todt seine (nicht-italienischen) eigenen Top-Leute mitbrachte und so das gesamte Team führte. Davor nach langer Durststrecke Niki Lauda, der parallel zu seinen Weltmeisterschaften alle Pilotenlizenzen bis zum Jumbo erwarb und dann Fluggesellschaften gründete. Und in der Reihe soll der liebe nette Junge Sebastian Vettel stehen?
valtrantor 19.02.2019
5. @4..
... Mika Häkkinen.. Nicht wirklich. SV hatte letzte Saison zu Beginn konkurrenzfähiges Material. In manchen Rennen war er aber chancenlos. Dass er extrem mangelhaft vom Team unterstützt wurde kommt noch dazu. Eigene Fehler waren auch dabei, aber auch ohne die hätte es nicht gereicht für den Titel. Wie es diese Saison wird werden wir sehen. Ich hoffe, dass der Titel dieses Jahr nicht an Mercedes geht, alles andere wäre eine nette Zugabe.
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