Vettels 50. Sieg in der Formel 1 Zurück in der Poleposition

Was für ein Wochenende für Sebastian Vettel! Der 30-Jährige hat mit seinem Erfolg beim Großen Preis von Kanada nicht nur ein besonderes Jubiläum gefeiert - plötzlich ist er auch wieder WM-Favorit.

AFP

Vettel ist zurück: Wer gedacht hat, dass der WM-Kampf nach den jüngsten Erfolgen von Lewis Hamilton (zweimal Sieger, einmal Dritter) nicht mehr spannend ist, sieht sich getäuscht. Sebastian Vettel hat in Montreal nicht nur das Rennen gewonnen, sondern holte sich mit seinem 50. Karrieresieg in der Formel 1 auch die Führung in der WM-Wertung zurück.

Das Ergebnis: Hinter Vettel wurde Mercedes-Pilot Valtteri Bottas Zweiter, Max Verstappen belegte im Red Bull den dritten Platz. Hier geht's zur Meldung.

Die WM-Wertung: Nachdem Hamilton in den vergangenen drei Rennen WM-Gesamtführender war, ist Vettel nun wieder an der Spitze. Mit 121 Punkten liegt der Deutsche knapp vor dem Briten (120 Punkte). Bottas ist Dritter (86).

Die Startaufstellung: Vettel - Bottas - Verstappen - Hamilton - Räikkönen - Ricciardo - Hülkenberg - Ocon - Sainz jr. - Pérez

Die Startphase: Vettel verteidigte die Führung vor Bottas und Verstappen. Weiter hinten im Fahrerfeld drängte Lance Stroll im Williams Toro-Rosso-Pilot Brendon Hartley in die Betonbande, für beide war der Große Preis beendet. Ausgerechnet in seinem Heimrennen schied Stroll nach wenigen Augenblicken aus. Im vergangenen Jahr hatte er in Montreal als Neunter noch seine ersten WM-Karrierepunkte geholt. Safety-Car-Fahrer Bernd Mayländer kam heraus - doch auch danach veränderte sich auf den vorderen Plätzen nichts.

Trauriges Jubiläum: Eigentlich sollte der Große Preis von Kanada ein ganz besonderes Rennen für Fernando Alonso werden. Der Spanier startete in das 300. Formel-1-Rennen seiner Karriere. Doch nach 44 Runden musste der 36-Jährige seinen Wagen zurück in die McLaren-Garage fahren - ein Problem mit dem Motor war der Grund.

Andere Prioritäten: Besonders schmerzen dürfte der Ausfall Alonso aber nicht. "Ich fahre mit McLaren ja nicht um die WM. Deshalb ist Le Mans für mich die größte Priorität in diesem Jahr", sagte er vor dem Rennen in Montreal. Am kommenden Wochenende gibt Alonso sein Debüt beim legendären 24-Stunden-Rennen. Für ihn ist das Triple Crown des Motorsports noch möglich: Siege beim Großen Preis von Monaco, in Le Mans und bei den Indy 500, wo er bereits im vergangenen Jahr debütierte. Bislang hat das nur der Brite Graham Hill geschafft.

Der Weltmeister schwächelt: Nur Platz fünf beim Rennen, nur noch Zweiter in der WM-Gesamtwertung - Hamilton wird das Wochenende nicht in positiver Erinnerung bleiben. In den ersten sechs Rennen der Saison hatte der 33-Jährige immer einen Platz unter den Top-Vier belegt.

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Vettels Erfolg in Kanada: Start-Ziel-Sieg zum Jubiläum

So wie einst im Red Bull: Vor seinem Sieg im Ferrari hat Sebastian Vettel nur einmal in Montreal gewonnen. Das war im Jahr 2013 - damals noch im Red Bull. Im selben Jahr wurde Vettel Weltmeister. Ferrari-Fans dürfen anfangen, vom ersten WM-Titel seit Kimi Räikkönen (2007) zu träumen.

Fazit des Rennens: Ein dominantes Wochenende von Sebastian Vettel und Ferrari zeigt, dass es in dieser Formel-1-Saison tatsächlich einen spannenden WM-Kampf geben kann. In zwei Wochen findet der Große Preis von Frankreich statt. Gut möglich, dass es auch nach diesem Rennen wieder einen neuen Führenden in der Gesamtwertung gibt.

Video: Schumacher & Vettel - Am Anfang war die Kartbahn

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astsaft 11.06.2018
1. Ein "spannender WM-Kampf"?
Wo denn? Auf dem Papier? Hat in dem Rennen denn irgendjemand irgendwen anderes tatsächlich überholt? Es war mal wieder ein unglaublich langweiliges Rennen, bei dem alle wie auf der Schnur aufgefädelt hintereinander her gefahren sind. Keine nennenswerten Zweikämpfe unter den... Top 6? Laaaaangweilig! Man könnte sich die Sendezeit einfach sparen und den Pokal mit den Punkten nach der Qualifikation verteilen. Im Rennen ändert sich daran ja eh nix.
seinodernichtsein 11.06.2018
2. wo er recht hat....
...hat er recht. Fahrzeuge und Personal sind so gleichwertig, daß der Kampf auf Nebenschauplätzen, wie Ablauf des Boxenstops oder passende Reifenqualitäten stattfindet.
smsderfflinger 11.06.2018
3.
Zitat von astsaftWo denn? Auf dem Papier? Hat in dem Rennen denn irgendjemand irgendwen anderes tatsächlich überholt? Es war mal wieder ein unglaublich langweiliges Rennen, bei dem alle wie auf der Schnur aufgefädelt hintereinander her gefahren sind. Keine nennenswerten Zweikämpfe unter den... Top 6? Laaaaangweilig! Man könnte sich die Sendezeit einfach sparen und den Pokal mit den Punkten nach der Qualifikation verteilen. Im Rennen ändert sich daran ja eh nix.
Da stimme ich Ihnen zu. Es hat in dieser Saison schon wirklich spannende und unterhaltende Rennen gegeben, dieses war definitiv langweilig. Es gab ein paar Überholvorgänge im Mittel- und Hinterfeld, vorne tat sich nichts. Wenn man, mangels anderer Möglichkeiten dann noch auf RTL - Kommentatoren wie Danner und Wasser anhören muss, ist solch ein Rennen schon ätzend. Wobei man eigentlich den beiden keinen Vorwurf machen kann, die werden dafür bezahlt und sind damit verpflichtet, solche Rennen "schön" zu reden. Danner zumindest ist als ehemaliger F1 - Pilot sicherlich geeignet, die Probleme zu benennnen, stattdessen muss er Sprüche wie : Die Strecke ist zum Überholen sehr geeignet, es gibt 3 DRS - Zonen...absondern, er soll ja die RTL Zuschauer bei der Stange halten. Natürlich kommentiert er pro Vettel, weil er weiss, dass das Gros der Zuschauer genauso denkt Im eigentlichen sind Strecken wie Monte Carlo und Montreal nicht mehr geeignet, weil Überholvorgänge nur noch bei Fehlern des jeweils Führenden möglich sind. Konseqenterweise müsste man die Schikanen, die zur Einbremsung der Fahrzeuge geschaffen wurden wieder rückbauen, um DRS Zonen zu schaffen, die lang genug sind um Überholvorgänge wieder zu ermöglichen ( Baku), die Zahl der Reifenvarianten auf zwei oder drei beschränken, diese nicht verändern und allen Teams mind. 6 Wo. vor Saisonbeginn zum Testen zur Verfügung stellen. Vielleicht würde das helfen... D
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