Kritik an der Formel 1 Vettel findet Technik "zu komplex"

Zu leise, zu kompliziert, nicht spannend genug: Für Sebastian Vettel bewegt sich die Formel 1 mit ihren Motoren in die falsche Richtung. Der Ferrari-Pilot bemängelt den fehlenden Sound.

Ferrari-Pilot Vettel: Die Technik ist zu komplex
DPA

Ferrari-Pilot Vettel: Die Technik ist zu komplex


Der viermalige Weltmeister Sebastian Vettel hat seine Kritik an den aktuellen Autos in der Formel 1 erneuert. "Der Zuschauer muss sich wieder mit der Technik im Auto identifizieren können, momentan ist sie viel zu komplex", sagte der Ferrari-Pilot auf seiner Internetseite. "Dazu kommt, dass der Sound fehlt."

Mit der Einführung der Hybridmotoren zur Saison 2014 hatte die Formel 1 den Veränderungen in der Serienproduktion Rechnung getragen, die Entwicklung der Boliden sollte wieder enger mit der Technik für Straßenautos verknüpft sein. Die leiseren, verbrauchsärmeren Motoren sowie die komplizierte Technik, etwa zur Energierückgewinnung, riefen allerdings viele Kritiker auf den Plan.

"Ich glaube, dass es primär um den Sport gehen sollte und darum, welcher Fahrer der schnellste ist", sagte Vettel: "Das Auto spielt heute sowie in der Vergangenheit eine maßgebliche Rolle. Wir sollten uns aber nicht in den zu komplizierten Regularien verlieren."

Die Saison beginnt am 20. März in Melbourne mit dem Großen Preis von Australien. Der WM-Dritte Vettel will in diesem Jahr die Lücke zu den zuletzt deutlich überlegenen Mercedes-Piloten Lewis Hamilton und Nico Rosberg schließen. Die Dominanz der Silberpfeile habe laut Vettel vielen Fans die Spannung genommen.

Ferrari hat unterdessen den Termin der Präsentation des neuen Boliden bekannt gegeben. Wie das italienische Traditionsteam mitteilte, wird Vettels neues Dienstauto an diesem Freitag um 14.00 Uhr zunächst auf der Homepage der Scuderia präsentiert. Weitere Details nannte der Rennstall nicht.

krä/sid/dpa



Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 22 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
ExigeCup260 15.02.2016
1.
Was will der Mann? Da wird feinster Ingenieursport geboten mit komplexer technik, die sicherlich nicht mehr von einem vier Mann Garagenteam zu beherrschen ist und schon wird wieder rumgenörgelt. Das Einzige was wirklich besser sein könnnte: Als Zuschauer hat man den Eindruck, dass die Antriebseinheiten nicht am Limit bewegt werden, was ja durch die Begrenzung des Benzindurchflusses und auch der extern zugefürten Gesamtenergiemenge bedingt ist. Diese Antriebstechnik ohne Restriktionen hinsichtlich Benzindurchfluss, von aussen zuzuführender Energiemenge und Speicherung elektrischer Energie durch Rekuperation. Gleichzeitig natürlich eine Freigabe der Motorenanzahl je Saison. Dann käme man endlich wieder an die Rundenzeiten der V10-Ära aus 2004 ran. Vettel kann ja in die jetzige DTM wechseln, da fahren alle mit dem gleichen Material und Herr Vettel kann dann seine Old School V8-Saugmotoren fahren.
countrushmore 15.02.2016
2.
Dann soll er halt Nascar fahren. Da gibt's fetten Sound und einfache Technik. Es sollte für einen grandiosen Fahrer wie Vettel auch einfach sein dort alles in Grund und Boden zu fahren. Man muss ja nur links rum fahren.
railerowl 15.02.2016
3. Recht hat er!
die Formel 1 ist zu einer der lanweiligsten Motorportveranstalltungen geworden, die es auf dem Erdball gibt! Die Motoren hören sich an, die der Rasenmähertraktor meines Nachbarn und durch die ¨Rennreifen¨ von Pirelli wurde alles so stark eingebremst, dass von Rennen keine Sprache mehr sein kann. Man muss sich ja nur die Zuschauerzahlen seit der Umstellung auf diesen Schrott ansehen. Die gehen ständig weiter runter. Warum? Weil alles ohne Charisma ist. Und dabei geht es nicht um die langweilige Vorherrschaft der Mercedes. Es geht darum, dass Pirelli ncht in der Lage ist haltbare und gute Reifen zu liefern und es geht darum, dass die Computer mit Verbennungsmotor-Hilfsantrieb einfach keinen Rennsport erlauben. Das ist nur noch einfaches fahren im Kreis. Ohne Spannung und ohne Abwechslung. Da die Motorenhersteller das Zepter übernommen haben und Pirelli nur jammert anstatt zu handeln, wird sich auch nichts änder. Die Vorstände der Motorenhersteller sind zu sehr in ihren goldenen Käfigen gefangen als das sie noch mitbekommen würden, was der Fan vor Ort möchte. Und wenn Sie es doch wissen sollten, dann ignorieren Sie es in Ihrem Hochmut! Die echte Formel 1 ist definitiv Tod.
diestimmevonunten 15.02.2016
4. ???
seit wann ist die lautstärke für eine schnelle runde wichtig. Unser lieber Vettel ist hier woll etwas konservativ zurückgeblieben. Willkommen im neuen jahrtausend Herr Vettel. Ich bin ein sehr grosser fan von Vettel schon seit den adac zeiten. aber früher war nicht alles besser. sondern meistens schlechter. weil nicht sein kann was nicht sein darf. aufwachen. der verbrenner ist schon vom wirkungsgrad seit 50 jahren veraltet. da ist ja der diesel noch besser siehe. LM
Raimunde Krudenbruch 15.02.2016
5. Recht hat er
F1 ist Unterhaltungssport und Werbung für die großen Werke. Was dort fährt hat gar nichts mit Straßentechnik zu tun, dann kann es wenigstens krachend und dröhnend laut sein. Beschneidung der Aerodynamik durch ein paar Einheitsteile würden die Komplexität und kosten deutlich drücken.
Alle Kommentare öffnen
Seite 1

© SPIEGEL ONLINE 2016
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.