Keine Strafe wegen Formel-1-Kollision Gnade vor Recht für Vettel

Noch einmal davongekommen: Der Weltverband Fia zieht Sebastian Vettel nach seinem Crash mit Lewis Hamilton keine Punkte ab. Allerdings muss der Deutsche eine Art von Sozialstunden ableisten.

Sebastian Vettel im Ferrari
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Sebastian Vettel im Ferrari


Sebastian Vettel ist um eine weitere Strafe dafür herumgekommen, dass er Lewis Hamilton beim Großen Preis von Aserbaidschan angefahren hatte. Das entschied der Weltverband Fia nach einer Anhörung in Paris. Vettel habe seine Schuld an der Kollision zugegeben und sich beim Verband und der "Motorsportfamilie" entschuldigt, gab die Fia bekannt.

Vettel war in Baku zunächst mit einer Zehn-Sekunden-Strafe während des Rennens belegt worden, nachdem er seinen Ferrari aus Wut über ein Bremsmanöver seines Rivalen absichtlich in eine leichte Kollision mit Hamiltons Mercedes gesteuert hatte. Unmittelbar nach dem Rennen hatte der WM-Führende sich zunächst uneinsichtig gezeigt. Seine Reue bei der Anhörung scheint Fia-Präsident Jean Todt jedoch überzeugt zu haben, von einem möglichen Punktabzug abzusehen.

So bleibt es in der WM-Wertung beim Vorsprung Vettels von 14 Punkten. Allerdings musste Vettel sich verpflichten, in den kommenden Monaten an diversen Weiterbildungsmaßnahmen der Fia teilzunehmen. Sollte sich der Deutsche erneut etwas zuschulden kommen lassen, droht ihm eine sofortige Verhandlung vor dem internationalen Tribunal des Verbands, teilte die Fia mit.

rae

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insgesamt 53 Beiträge
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laxness 03.07.2017
1. uuuund Hamilton?
ausbremsen ist auch nicht die feine Art. Aber der hat ja eh einen Schutzengel....(man könnte es auch anders formulieren)
pippipankau 03.07.2017
2.
autorennen ist ein sport für erwachsene und DAS ist das, was ich imrennen mal sehen will: jemanden, der aussteigt und sein lenkrad weg wirft, einer, der den anderen mal anmotzt etcetcpp... überall auf der welt gehts drinter und druber und beim formel-1-rennen sollen sie alle benehmen, als wären sie ei königs eingeladen. schwachsinn
bossel01 03.07.2017
3.
Da Vettel schon im Rennen bestraft wurde ist der Titel des Artikels "Gnade vor Recht" wohl etwas fehl am Platze!
peterka60 03.07.2017
4. Er hätte massiv bestraft werden müssen
Die Formel 1 ist die höchste Liga im Motorsport. Und wohl auch die gefährlichste. Da geht es einfach nicht, dass man solche Ausraster akzeptiert, auch wenn es nicht bei hoher Geschwindigkeit passiert. Es ist eine Sache des Charakters. Wer solchen Blödsinn macht bei eher langsamer Fahrt, der kann sich auch bei hohem Tempo nicht beherrschen. Aus meiner Sicht hätte er mindestens für ein Rennen gesperrt werden müssen, vor allem, weil er selbst ja ständig rumjammert.
senapis 03.07.2017
5. Einseitig
Die Safetycarbestimmungen sollen verhindern, dass ein Rennteilnehmer sich Vorteile verschafft (Überholverbot...). Doch genau das hat Hamilton mit seinem Schneckenmanöver versucht. Die Reaktion hierzu fehlt. Abgesehen von der um 2sec. zu langen Zeitstrafe für Vettel.
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