Vettel-Reaktion auf Pfiffe: "Wenn sie buhen, machen wir einen guten Job"

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Red-Bull-Pilot Vettel: "Der Unterschied steckt im Detail"

Sebastian Vettel schlägt zurück: Nach den Pfiffen beim Großen Preis von Singapur macht der Weltmeister seine Konkurrenten für die Langeweile in der Formel 1 verantwortlich. "Wenn die anderen nach Hause gehen, tüfteln wir weiter am Auto."

Hamburg - Er ist der überragende Fahrer in der Formel 1, führt das WM-Klassement überlegen an - und dennoch wird Sebastian Vettel von den Zuschauern ausgebuht. Oder gerade deshalb? Dem 26-Jährigen ist es egal. "Ich habe den Fans nicht das spannendste Rennen gegeben, aber an Tagen wie diesem interessiert mich das nicht so", sagte Vettel nach dem Sieg beim Großen Preis von Singapur: "Wir gewinnen weiter und sie buhen. Das ist nicht nett, aber so lange sie buhen, machen wir einen sehr guten Job."

Vettel betonte nach dem Rennen zwar die Stärke des eigenen Teams, machte aber auch die Konkurrenz für deren großen Rückstand auf Red Bull und die damit verbundene Langeweile verantwortlich: "Der Unterschied steckt im Detail. Wenn die anderen nach Hause gehen und die Eier in den Pool hängen, sind wir noch da und tüfteln weiter am Auto", sagte der Titelverteidiger: "Dann versuchen wir, noch mehr rauszuquetschen. Sowas macht über das Wochenende den Unterschied und über das Jahr gesehen auch."

Unterstützung bekommt Vettel von Niki Lauda, selbst dreifacher Formel-1-Weltmeister und Aufsichtratvorsitzender bei Vettels Konkurrent Mercedes-Motorsport: "Die Buh-Rufe sind total daneben, das ist lächerlich. Die Leute da draußen wissen nicht, was Red Bull leistet. Wenn ich könnte, würde ich Vettel für dieses Rennen allein schon den Titel verleihen", sagte der Österreicher in Singapur: "Man muss respektieren, was Vettel da leistet."

Mercedes-Pilot Lewis Hamilton pflichtete Lauda bei: "Niemand sollte für seinen Erfolg ausgebuht werden, egal wie schwer oder leicht es war, diesen zu erreichen. Sebastian ist auf dem Weg zu seinem vierten Titel und verdient Ansehen dafür." Und Vettels künftiger Teamkollege Daniel Ricciardo twitterte: "Hass für Außergewöhnliches kann nicht sein."

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Fotostrecke: Pfiffe für den Weltmeister
Nach der Gala im Nachtrennen von Singapur führt Vettel (247 Punkte) die WM-Wertung bereits mit 60 Punkten vor Ferrari-Pilot Fernando Alonso (187) an. Noch sechs Rennen sind in dieser Saison zu absolvieren, schon beim übernächsten könnte sich Vettel vorzeitig den Titel sichern. Hat er nach dem Großen Preis von Japan 100 Punkte oder mehr Vorsprung auf den Klassement-Zweiten, ist Vettel Champion.

Dafür müsste der Red-Bull-Pilot die beiden Rennen in Südkorea und Japan gewinnen, er hätte dann 297 Punkte. Alonso (derzeit 187 Punkte) dürfte bei beiden Rennen zusammen also maximal zehn Zähler holen, damit Vettel schon in Suzuka feiern kann. Dafür müsste Alonso einmal Fünfter werden und einmal nicht in die Punkte fahren. Auch ein sechster und ein neunter Platz des Spaniers würden Vettel reichen. Sollte Alonso alle sechs ausstehenden Rennen gewinnen, müsste Vettel einmal Zweiter und fünfmal Dritter werden, um den Titel zu verteidigen.

ham/sid/dpa

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insgesamt 118 Beiträge
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1. Von mir einen oben `drauf
empelino 23.09.2013
Von mir einen oben drauf. 22 millionen Jahresgehalt, d.h. er müsste 10 millionen Steuern zahlen. Bei ~ 33 Millionen Steuerzahler in Deutschland prellt er jedem Steuerzahler um 0,3 €/ Jahr. Auch seinen Fans. Den soll ich toll finden? Buuuh
2. Platsch
Leser161 23.09.2013
Ah, die faulen Italiener halt kriegen ihren Ferrari halt nicht ordentlich hin.... Jo, Herr Vettel, weiter so! mach Dich beliebt. Was für ein Glück das Du Monegasse bist und nicht Deutscher...
3.
bananenbieg0r 23.09.2013
Zitat von empelinoVon mir einen oben drauf. 22 millionen Jahresgehalt, d.h. er müsste 10 millionen Steuern zahlen. Bei ~ 33 Millionen Steuerzahler in Deutschland prellt er jedem Steuerzahler um 0,3 €/ Jahr. Auch seinen Fans. Den soll ich toll finden? Buuuh
Nein, müsste er nicht. Bitte das Verbreiten von Unsinn unterlassen.
4. optional
fgeiger 23.09.2013
Zitat: "Wenn die anderen nach Hause gehen, tüfteln wir weiter am Auto." "Tüfteln" kann derjenige am besten, der auch die Mittel dazu hat und da ist RB zweifellos am weichsten gebettet. Konnte man wieder einmal sehr schön am Leistungssprung während der Sommerpause (in der die Arbeit in der Fabrik eigentlich ruhen sollte) sehen konnte.
5.
der_diskutant 23.09.2013
Zitat von empelinoVon mir einen oben drauf. 22 millionen Jahresgehalt, d.h. er müsste 10 millionen Steuern zahlen. Bei ~ 33 Millionen Steuerzahler in Deutschland prellt er jedem Steuerzahler um 0,3 €/ Jahr. Auch seinen Fans. Den soll ich toll finden? Buuuh
Ich kenne deutsche Staatsbürger, die wohnen und arbeiten im Ausland (Ingenieure z.B.). Stellen Sie sich mal vor, die zahlen Ihre Einkommenssteuer ebenfalls im jeweiligen Land (hier: USA) und nicht an Deutschland. Wollen Sie die auch ausbuhen?
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