Formel 1: Texas-Grand-Prix droht das Aus

Ärger um den Großen Preis von Texas: Formel-1-Boss Bernie Ecclestone setzt den Veranstalter des US-Grand-Prix unter Druck und erwägt eine Streichung des Rennens. Der weitere Bau der Strecke wurde wegen fehlender Verträge unterbrochen. Es geht um Zusicherungen in Millionenhöhe.

Formel-1-Boss Ecclestone: Grand Prix in Texas vor der Streichung Zur Großansicht
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Formel-1-Boss Ecclestone: Grand Prix in Texas vor der Streichung

Hamburg - Es wird eng für das geplante Formel-1-Rennen in Texas: Bernie Ecclestone droht das für die kommende Saison fest eingeplante Rennen in den USA wieder aus dem Kalender zu streichen. "Ja, hundertprozentig", sagte der Formel-1-Boss der "Press Association" auf die Frage, ob das Rennen im texanischen Austin von einer Absage betroffen sein könnte. Die Äußerungen des Briten kamen unmittelbar nach dem Stopp der Bauarbeiten.

Die Verantwortlichen des Circuit of The Americas (Cota) hatten mitgeteilt, dass die Arbeiten solange ruhen sollen, bis ein Vertrag ausgearbeitet sei, der das Rennen am 18. November 2012 zusichere. "Wir haben große Aufwendungen zur Vorbereitung der Formel-1- und MotoGP-Rennen gemacht, aber der fehlende Vertrag für das Rennen macht uns große Sorgen", sagte Bobby Epstein, einer der Gründungspartner der Rennstrecke. Der Kontrakt mit dem ursprünglichen Veranstalter Tavo Hellmund, war laut Ecclestone kürzlich wegen Vertragsbruchs aufgelöst worden.

Stattdessen wollten die Streckengründer einspringen und das Rennen ausrichten. Aber laut Ecclestone fehle von der Cota noch eine entsprechende Garantie. Die 25 Millionen Dollar (18,5 Millionen Euro), die als Zusicherung geltend gemacht werden könnten, will der Bundesstaat Texas aber erst nach dem ersten Rennen in Austin zahlen, und nicht im Voraus. Grund dafür sind nach Angaben von Rechnungsprüferin Susan Combs Sorgen darüber, dass das Formel-1-Rennen in New Jersey Auswirkungen auf die Wirtschaftlichkeit des in Austin geplanten Grand Prix' haben könnte. Von einem Rennen vor der spektakulären Kulisse von New York träumt Ecclestone schon lange.

Die endgültige Entscheidung über die Austragung des Rennens in Austin wird am 7. Dezember vom Motorsport-Weltrat des Internationalen Automobilverbandes Fia bei einem Treffen in Neu Delhi getroffen.

lin/dpa

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Forum - Was bringt die Formel-1-Saison 2010?
insgesamt 2793 Beiträge
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1. Die
saul7 11.12.2009
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
2.
m-pesch, 11.12.2009
Zitat von sysopNeues Punktesystem, Nachtanken verboten, insgesamt 13 Teams. Die neue Formel-1-Saison wartet mit einigen Änderungen auf. Wird die Serie von ihnen profitieren oder nicht?
Was ändert sich durch das neue Punktesystem außer das sich taktisches Hinterherfahren nun noch mehr lohnt? Schumachers Punkterekord könnte so natürlich doch irgendwann mal wackeln. :-))
3.
CJ Stroem 11.12.2009
Zitat von saul7Formel- 1- Saison 2010 bringt wieder nur zahllose Rennen in denen junge Leute mit schnellen Autos ständig im Kreis herumfahren, um als Erster ins Ziel zu kommen. Die Folge davon ist eine extreme Luftverschmutzung und eine wahrscheinlich hohe Einschaltquote von RTL.
Da erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
4.
Brieli 11.12.2009
Zitat von CJ StroemDa erkennt man gleich den Motorsport Begeisterten. Aber es stimmt schon. Junge Leute wie Rubens Barichello (Alter 38) wollen wissen wer am schnellsten einen Rundkurs! (ein kreis ist meines wissens nach rund, das finden Amerikaner spannend!) fahren kann. Sieht man dann, das in manchen Qualifikationen 5 verschiedene (sehr schnelle!) Autos und 7 verschiedene Fahrer eine Strecke auf 5,8 km Länge, mit 4 Zehntel Sekunden Unterschied vom ersten zum siebten, fast gleich schnell fahren, so ist das für mein Empfinden eine äußerst spannende Angelegenheit. Da merke ich dann wieder das es ein "RTL-Fernsehen" gibt. und ja, es gibt Abgase...
Da merke ich dann wieder, dass es wirklich Menschen gibt, die glauben, dass die F1 ein überaus spannender Sport sein soll. Die F1 wird sowas von künstlich gehypt. Da sind sogar die Boxer, Snooker- und Pokerspieler neidisch.
5. zurück zum Thema
CJ Stroem 11.12.2009
Definitiv wird die neue Saison spannend. Mehr Teams sind immer gut. Die unsägliche Tankanlage hatte zwar in der letzten Saison einige specktakuläre Momente, aber nachdem die Fia ja niemals in der Lage war ein wirklich funktionierendes System bereitzustellen, ist die Abschaffung wohl der einzig sinnvolle Weg. Zudem ist es auch wieder eine weitere Herausforderung an die Fahrer, mit dann wohl vollem Tank, eine Qualifikation zu gewinnen. Da der Reifenwechsel während eines Rennens wohl nicht zur Disposition steht, werden sich auch hier interessante Situationen ergeben. Schade ist nur das KERS wieder abgeschafft wurde. Der Weltmeister 2010 heisst im übrigen Niko Rossberg, aber man wird sehen...
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