Formel 1: Weltmeister Vettel gewinnt in Spa souverän

Großer Preis von Belgien: Vettel fährt allen davon Fotos
AP/dpa

Er setzte sich schnell an die Spitze und gab seine Führung nicht mehr her: Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat beim Großen Preis von Belgien seinen fünften Saisonsieg gefeiert. Kimi Räikkönen erlitt einen schweren Rückschlag.

Hamburg - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat beim Großen Preis von Belgien einen Rekord aufgestellt. Als fünfter Fahrer knackte er die Marke von insgesamt 2000 Führungsrunden - und auch am Ende des Rennens auf dem Traditionskurs in Spa-Francorchamps lag Vettel an erster Stelle. Der Red-Bull-Pilot fuhr ungefährdet zum fünften Sieg im elften Rennen der Saison. Zweiter wurde Ferrari-Pilot Fernando Alonso mit 16,8 Sekunden Rückstand vor dem von der Pole-Position gestarteten Lewis Hamilton im Mercedes. Hamiltons Team-Kollege Nico Rosberg wurde Vierter.

Durch den Erfolg in Spa hat Vettel seinen Vorsprung in der Gesamtwertung weiter ausgebaut. Er hat 46 Punkte mehr als Alonso, der durch seinen zweiten Platz im Gesamtklassement an Kimi Räikkönen vorbeizog. Der Finne war wegen defekter Bremsen ausgeschieden. Für Vettel war es der 31. Sieg seiner Karriere. "Es war ein fantastisches Rennen von uns. Vom Start bis zum Ziel hatten wir eine großartige Strategie. Es war vielleicht vorm Fernseher etwas langweilig, aber im Rennen hat es Spaß gemacht", sagte Vettel über seinen ungefährdeten Sieg. Adrian Sutil schaffte es im Force India unter die Top Ten. Nico Hülkenberg wurde im Sauber 13.

"Mach langsam, du hast genug Vorsprung"

Hamilton ging zum vierten Mal in Folge von der Spitzenposition ins Rennen. Nach gutem Start musste er seine Führung aber schon in der ersten Runde an Vettel abgeben. "Ich bin überraschenderweise wie ein Pfeil aus dem Windschatten rausgeschossen", sagte Vettel später. Dahinter sortierten sich in der Anfangsphase der von Position neun gestartete Alonso auf dem dritten und Mercedes-Fahrer Nico Rosberg auf dem vierten Platz ein. Der Brite Paul di Resta vom Team Force India, der sich im Qualifying überraschend Startposition fünf gesicherte hatte, verpatzte seinen Start und fiel schnell auf den siebten Rang zurück.

Vettel fuhr schnell einen komfortablen Vorsprung auf Hamilton heraus. Nach zehn Runden betrug der Abstand schon 4,1 Sekunden. "Mach langsam, du hast genug Vorsprung", funkte die Red-Bull-Box an den Weltmeister. Erstaunlich früh kamen die ersten Fahrer an die Box. Hülkenberg und Felipe Massa machten in der zehnten Runde den Anfang und gerieten sich beinahe in die Quere. In der zwölften Runde fuhr auch Hamilton an die Box.

Vettel ließ sich bis zur 15. Runde Zeit. Mit neuen Reifen fuhr er gleich eine neue schnellste Runde - und baute seinen Vorsprung weiter aus. Sein erster Verfolger war nach knapp der Hälfte des Rennens nicht mehr Hamilton, sondern Ferrari-Pilot Alonso. Dahinter verteidigte Rosberg seinen vierten Platz mit Mühe gegen Vettels Team-Kollegen Webber - das sollte ihm bis zum Ende des Rennens gelingen.

Wetter-Kapriolen blieben aus

Nach einem Dreher musste Kimi Räikkönen an die Box, und ein paar Runden später war das Rennen für den Lotus-Fahrer beendet. Er musste das Rennen wegen defekter Bremsen abbrechen - und holte zum ersten Mal seit 27 Rennen keine Punkte. Für den Finnen, als Zweitplatzierter in der Gesamtwertung an den Start gegangen, dürften sich damit seine Ambitionen auf den Weltmeister-Titel erledigt haben. Vettel sagte: "Der Ausfall ist schade für ihn. Ich hatte in Silverstone einen technischen Defekt. Das tut weh, aber das haben wir alle mal." Von einer Vorentscheidung im WM-Kampf wollte der Titelverteidiger nicht sprechen.

Insgesamt verlief das Rennen weniger turbulent als erwartet, was auch daran lag, dass die befürchteten Wetter-Kapriolen ausblieben. Auch nach dem zweiten Boxenstopp-Durchgang änderte sich an der Spitze nichts. Nach einer erneuten schnellsten Rennrunde baute Vettel seinen Vorsprung auf Alonso auf fast zehn Sekunden aus - und fuhr zu einem nie gefährdeten Sieg.

buc

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks teilen

  • Xing
  • LinkedIn
  • Tumblr
  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Digg
  • reddit
Forum - Diskutieren Sie über diesen Artikel
insgesamt 17 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
1.
totalmayhem 25.08.2013
Naja, auch die "einfachen" Rennen muessen erstmal gewonnen werden. Wie langweilig das werden wird, war eigentlich zu erahnen, als Vettels Renningenieur ihn nach zwei Runden aufforderte, es nun "gemuetlich" angehen zu lassen.
2.
jl_on275 25.08.2013
Vettel darf in den nächsten rennen nicht ins ziel kommen sp würde zumindest wieder etwas sapnnung reinkommen
3. Welcher Pilot war da mit auf dem Podium?
palpiteiro 25.08.2013
So im "Vorbeigehen" sah ich noch einen Fahrer auf dem "Stockerl", neben Alonso. Wer war das und warum war er dort, hat ja auch einen Preis bekommen?
4. Bestes Gesamtpaket
DonMcM 25.08.2013
Prima Vettel. Weiter so. Man kann den Leuten von Red Bull und Vettel immer wieder nur gratulieren. Das Webber dabei regelmäßig mit dem gleichen Material ein paar Plätze weiter hinten ansiedelt zeigt umso mehr, dass Vettel zu recht da oben steht.
5.
Attila2009 25.08.2013
Zitat von palpiteiroSo im "Vorbeigehen" sah ich noch einen Fahrer auf dem "Stockerl", neben Alonso. Wer war das und warum war er dort, hat ja auch einen Preis bekommen?
Der heißt Hammilton oder so ähnlich und hat gestern noch geglaubt er könne mit seiner grünen Mercedes-Gurke ernsthaft mitreden. Eine schnelle Runde können die ja , er und Rosberg ( der Möchtegernweltmeister) aber nach der dritten Runde ist die Luft regelmäßig raus, wie kommt das ?
Alle Kommentare öffnen
    Seite 1    
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
Twitter | RSS
alles aus der Rubrik Formel 1
RSS
alles zum Thema Formel 1
RSS

© SPIEGEL ONLINE 2013
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH

SPIEGEL ONLINE Schließen


  • Drucken Versenden
  • Nutzungsrechte Feedback
  • Kommentieren | 17 Kommentare
  • Zur Startseite

Formel 1: Teams und Fahrer 2013
Team Fahrer 1 Fahrer 2
Red Bull Sebastian Vettel Mark Webber
Ferrari Fernando Alonso Felipe Massa
McLaren Jenson Button Sergio Pérez
Lotus Kimi Räikkönen Romain Grosjean
Mercedes Nico Rosberg Lewis Hamilton
Sauber Nico Hülkenberg Esteban Gutiérrez
Force India Paul di Resta Adrian Sutil
Williams Pastor Maldonado Valtteri Bottas
Toro Rosso Daniel Ricciardo Jean-Eric Vergne
Caterham Charles Pic Giedo van der Garde
Marussia Max Chilton Jules Bianchi