GP von Italien: Vettel dominiert auch in Ferrari-Land

Formel 1 in Monza: Der Bulle zähmt die Pferdchen Fotos
AFP

Der Weltmeister ist auf dem besten Weg zur Titelverteidigung: Sebastian Vettel hat den Großen Preis von Italien gewonnen - die Ferrari-Piloten wurden bei ihrem Heimspiel in Monza von Red Bull vorgeführt. Zwei weitere Deutsche landeten in den Punkten.

Hamburg - Start-Ziel-Sieg für Sebastian Vettel: Der Red-Bull-Pilot hat beim Großen Preis von Italien einen nie gefährdeten Triumph gefeiert und den Konkurrenten von Ferrari das Heimspiel vermasselt. Fernando Alonso und Felipe Massa landeten auf den Plätzen zwei und vier, Dritter wurde Vettels Teamkollege Mark Webber. Für Vettel war es der sechste Sieg im zwölften Grand Prix der Saison.

"Das ist eine der schwierigsten Strecken. Wir hatten ein wenig Probleme mit dem Getriebe, aber das war zum Glück nicht so schlimm", sagte der 26-Jährige nach dem Rennen. "Ich hatte am Ende einen guten Vorsprung. Das ist eines der schönsten Podiums in dieser Saison. Und ich konnte auch noch den Vorsprung in der Gesamtwertung ausbauen."

Vettel erwischte zwar keinen perfekten Start, konnte seine Pole aber immerhin verteidigen, während Nico Hülkenberg nach seinem überraschend starken Qualifying direkt zwei Plätze verlor und auf Position fünf durchgereicht wurde. Alonso dagegen war nach einem riskanten Überholmanöver gegen Mark Webber auf den zweiten Platz vorgefahren. Schnell setzte sich Weltmeister Vettel von seiner Konkurrenz ab und hatte bereits nach zehn Runden einen Vorsprung von fünf Sekunden auf die Ferrari-Verfolger Alonso und Massa herausgefahren.

In Runde 24 kamen Vettel und Webber direkt hintereinander an die Box - beide Piloten erlebten einen perfekten Stopp. Webber konnte durch die schnelle Arbeit der Red-Bull-Crew wieder an Massa vorbeiziehen, der eine Runde später an die Box musste und direkt hinter dem Australier auf Rang vier zurück auf die Strecke kam.

Bestes Saisonergebnis für Hülkenberg

Alonso kam in Runde 28 zum Reifenwechsel und musste sich erwartungsgemäß wieder hinter Vettel auf dem zweiten Platz einordnen - knapp vor Webber. Der Vorsprung des Weltmeisters auf den Spanier betrug nach 30 von 53 Runden bereits zehn Sekunden.

Auch in der Schlussphase des Rennens auf dem Hochgeschwindigkeitskurs dominierte der Deutsche die Konkurrenz. Vettel fuhr souverän vorne weg, hielt seine Verfolger auf Abstand und feierte am Ende einen nie gefährdeten Start-Ziel-Sieg vor Alonso und Webber.

Auch Hülkenberg durfte sich freuen: Der Sauber-Pilot schaffte mit Platz fünf sein bestes Saisonergebnis. Nico Rosberg wurde Sechster und sammelte ebenfalls wichtige WM-Punkte. Ein durchwachsenes Wochenende erlebte hingegen Mercedes-Pilot Lewis Hamilton: Nach einem miserablen Qualifying musste der Ex-Weltmeister wegen eines schleichenden Plattfußes früh an die Box und fuhr dem Feld lange Zeit hinterher. Am Ende schaffte es der Brite nur auf Rang neun.

In der WM-Wertung liegt Vettel mit nun 222 Punkten bereits 53 Zähler vor Alonso (169). Hamilton steht bei 141 Punkten, Kimi Räikkönen blieb als Elfter in Italien bei 134 Zählern auf Position vier.

tpr

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insgesamt 42 Beiträge
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1. Goodbye Webber
vhn 08.09.2013
Die Erkenntnis des Rennens: Webber hat sich gegen seinen eigenen Teamkollegen schon mehr gewehrt wie gegen Alonso. Wenn im RB jeder Affe zum WM-Titel fahren kann (wie manche behaupten), da fragt man sich schon, warum Webber nicht mal P2 halten kann (abgesehen von seinen Getriebeprobleme). Abgesehen davon: starkes Rennen von Huelkenberg. Schade für HAM und RAI. Die haben definitiv keine Chance mehr ins Titelrennen einzugreifen. Fraglich auch die Strategie von Ferrari, Alsonso so lange auf dem ersten Reifensatz draußen zu lassen. Der hat ja gegen Vettel auf frischen Reifen 1s/Runde verloren. Schließlich: Goodbye Webber. Den kann man als Teamplayer nicht gebrauchen.
2. achja
spon-facebook-10000255214 08.09.2013
Spiegel online übertreibt mal wieder massgeblich vettel dominiert etc . also hab das rennen gesehn und nich gesehn das er abstandslos dominiert hat ... formel 1 is so öde geworden...durch diesen arroganten vettel .. nen kuss middn reifenstappel wär mal ne attraktion
3. Wer gesehen hat,...
geradsteller 08.09.2013
...... wie sich ein MarkWebber heroisch an Alonsos Hinterreifen abarbeitete, kann wenigstens nicht mehr in das abgrundtief dumme Märchen der Boulevard-Zeitungsleser einstimmen, nachdem Seb nicht der beste Fahrer sei, sondern lediglich gutes Material besäße. Dieser Mann hätte heute in einem roten Auto den Italienern einen Feiertag beschert,
4. Vettel ist schnell aber.....
lukaslauboeck 08.09.2013
Formel 1 ist so spannend wie Synchronschwimmen oder wie Fussball, 90 Min. vergehen und es passiert nichts 0:0 Gähn, habe jetzt eine F1 Einschlaf-App installiert, nach den ersten Runden bin ich meisst schon weg.
5. ohne Titel
decebalus911 08.09.2013
Zitat von lukaslauboeckFormel 1 ist so spannend wie Synchronschwimmen oder wie Fussball, 90 Min. vergehen und es passiert nichts 0:0.
Das stimmt schon häufig, jedoch immer in Monza. Diese Strecke gehört einfach abgeschafft, die war schon in den 80er und 90er die langweiligste Strecke... Darüberhinaus: Glückwunsch Vettel!
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