Hamburg - 74 Tage konnte Sebastian Vettel genießen, nun ist der dreifache Formel-1-Weltmeister zurück auf der Rennstrecke. Um 9.39 Uhr startete der Red-Bull-Fahrer in die neue Saison - und damit in die Mission Titelverteidigung. Bis zum Mittag drehte er dabei 51 Runden in seinem neuen Red Bull.
Vettel übernahm den RB9 von Mark Webber. Der australische Teamkollege hatte den neuen Wagen insgesamt 174 Runden über den 4,428 Kilometer langen Circuito de Jerez gesteuert. Größere Probleme traten nicht auf, zum Auftakt hatte sich Webber allerdings über deutliches Untersteuern beklagt. Vettel rollte dann am dritten von vier Testtagen auf dem ehemaligen Grand-Prix-Kurs in Andalusien rund eine halbe Stunde nach Streckenöffnung aus der Box.
Massa fährt die Bestzeit
51 Runden und eine verbesserungswürdige Bestzeit später war die erste Einheit beendet. Vettel belegte mit seiner schnellsten Runde von 1:19,676 Minuten Rang sechs und war rund drei Zehntelsekunden langsamer als sein Teamkollege bei dessem schnellsten Umlauf. "Ich bin erst mal wieder glücklich, im Auto gewesen zu sein. Den Rost ein bisschen runterfahren, das war heute das Hauptziel. Ich habe mich ganz wohl gefühlt, im Vergleich zum vergangenen Jahr haben wir einen Fortschritt gemacht", sagte Vettel.
Die Bestzeit hielt nach der ersten Hälfte Ferrari-Pilot Felipe Massa. Er unterbot auch die bis dahin geltende Top-Zeit der diesjährigen Jerez-Tests des Franzosen Romain Grosjean im Lotus noch einmal deutlich und blieb als erster unter 1:18 Minuten (1:17,879).
Dahinter folgte bereits Nico Rosberg. Nachdem der neue Mercedes am Dienstag und Mittwoch wegen technischer Defekte frühzeitig ausgefallen war, spulte der Wiesbadener ein wahres Marathonprogramm ab und kam nach gut vier Stunden schon auf 89 Runden, insgesamt wurden es 148. Bei seiner schnellsten war Rosberg 1,125 Sekunden langsamer als Massa.
Die erste Testphase endet an diesem Freitag. Vom 19. bis 22. Februar können Vettel & Co erneut üben, Ort des Geschehens ist dann der Circuit de Catalunya bei Barcelona. Dort werden vom 28. Februar bis 3. März auch die letzten Testrunden absolviert. Vettels schärfster WM-Rivale im vergangenen Jahr, Fernando Alonso, steigt erst am 19. Februar in seinen neuen Ferrari ein. Die Saison beginnt am 17. März mit dem Großen Preis von Australien.
leh/dpa
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