Hamburg - Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel startet beim Großen Preis der Türkei von der Pole-Position. Der Formel-1-Weltmeister fuhr in der Qualifikation im Istanbul Park Circuit in 1:25,049 Minuten überlegen die Bestzeit mit mehr als vier Zehntelsekunden Vorsprung auf seinen australischen Teamkollegen Mark Webber. Noch am Vortag war Vettel mit seinem Formel-1-Rennwagen in die Leitplanke gekracht, blieb aber unverletzt und fuhr nun am vierten Rennwochenende des Jahres zur vierten Pole Position.
Nico Rosberg feierte als Dritter im Mercedes sein bestes Saisonergebnis (1:25,574). Sein Teamkollege Michael Schumacher kam erstmals in diesem Jahr in die Top Ten, der Rekord-Champion belegte Rang acht. Direkt hinter Rosberg landeten Lewis Hamilton im McLaren (1:25,595), Fernando Alonso im Ferrari (1:25,581) und McLaren-Fahrer Jenson Button (1:25,982). Lotus-Renault-Pilot Nick Heidfeld wurde Neunter.
"Im Team herrscht hohe Alarmstufe"
Adrian Sutil nimmt das Rennen im Force India von Position zwölf auf. Timo Glock startet im Virgin von Rang 21 und steht nur deshalb vor seinem Teamkollegen Jerome d'Ambrosio, weil dieser wegen Ignorierens einer gelben Flagge im Training ans Ende des Feldes versetzt wurde.
"Im Team herrscht hohe Alarmstufe, weil die Updates nicht funktionieren", sagte Sutil frustriert, nachdem er bereits zuvor geschimpft hatte: "Man fängt jedes Wochenende wieder von vorne an. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns die ganzen Testfahrten hätten sparen und uns einfach auf einen Kaffee hätten treffen können."
Vor dem vierten Grand Prix des Jahres am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) führt Vettel die WM-Wertung mit 68 Punktenvor Hamilton (47), Button (38) und Webber (37) an.
Wann der schwer verunglückte Pole Robert Kubica wieder in einem Rennwagen steigen kann, ist trotz gesundheitlicher Fortschritte weiter ungewiss. "Ich weiß nicht, ob und wann Robert wieder zurückkehren kann", sagte Renault-Teamchef Eric Boullier: "Er macht sehr gute Fortschritte, aber nach so schweren Verletzungen ist es ein langer Weg zurück. Deshalb möchte ich keine Prognosen abgeben." Kubica unterzieht sich derzeit einer täglichen siebenstündigen Rehabilitationstherapie.
jar/dpa
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