Großer Preis der Türkei Vettel feiert dritten Saisonsieg

Sebastian Vettel ging als Erster ins Rennen von Istanbul - und gab die Führung bis zum Ende nicht mehr ab. Damit feierte der Weltmeister bereits seinen dritten Saisonsieg und führt die WM-Wertung souverän an. Auf Platz zwei fuhr Mark Webber vor Fernando Alonso. Nico Rosberg wurde Fünfter.

REUTERS

Hamburg - Viertes Rennen, dritter Saisonerfolg für Sebastian Vettel - der Titelverteidiger feierte beim Großen Preis der Türkei auf der Strecke des Istanbul Park einen Start-Ziel-Sieg. Der 23-Jährige Red-Bull-Pilot legte die 58 Runden am schnellsten zurück und hatte am Ende 8,8 Sekunden Vorsprung auf seinen Teamkollegen Mark Webber. Dritter wurde Fernando Alonso im Ferrari.

"Juhuuuuu, Yes. Das hab' ich gesagt. Was für ein Rennen. Danke", schrie jubelnd via Boxenfunk Vettel, der nun mit 93 Punkten in der WM-Gesamtwertung 34 Zähler vor dem diesmal viertplatzierten Lewis Hamilton (59) im McLaren-Mercedes hat. " Ich bin überglücklich. Heute hat von vorne bis hinten alles gepasst. Es hätte nicht viel besser laufen können. Ich freue mich, das war die richtige Antwort nach dem verpatzten Freitag", sagte Vettel.

Nico Rosberg kam in seinem Mercedes auf Position fünf, Nick Heidfeld (Lotus Renault) wurde Siebter. Michael Schumacher (Mercedes) als Zwölfter und Adrian Sutil (Force India) auf Platz 13 verpassten hingegen die Punkteränge.

Vettel hatte bereits im Qualifying gezeigt, dass er sich von dem Unfall im Freien Training am Freitag gut erholt hatte. Von der Pole Position ging der Weltmeister ins Rennen und legte mit einem perfekten Start den Grundstein für den Erfolg. Vor der ersten Kurve brachte der 23-Jährige wichtige Meter zwischen sich und die Konkurrenz. Hinter ihm büßte sein Teamkollege Mark Webber den zweiten Platz ein, Nico Rosberg schob sich von Rang drei vor den Australier.

Den Start musste sich Timo Glock aus der Box ansehen. In der Aufwärmrunde war ein Getriebeschaden in seinem Virgin aufgetreten, der nicht mehr rechtzeitig repariert werden konnte. Bereits am Samstag hatte Glock gesagt, im Team herrsche hohe Alarmstufe, weil die Updates nicht funktionieren. "Man fängt jedes Wochenende wieder von vorne an. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass wir uns die ganzen Testfahrten hätten sparen und uns einfach auf einen Kaffee hätten treffen können", hatte sich der Deutsche schon damals geärgert.

Auf der Strecke hatte Lewis Hamilton Probleme mit seinem McLaren und fiel zurück. Michael Schumacher und Vitaly Petrov kollidierten bei einem Überholmanöver des Russen, der Deutsche musste in die Box, um seinem Mercedes eine neue Nase verpassen zu lassen.

Boxenstrategie ausschlaggebend - Red Bull mit perfekten Stopps

In der Zwischenzeit hatte Rosberg seinen zweiten Platz wieder an Webber verloren, auch Fernando Alonso zog an Rosberg vorbei. Im Vergleich zu den Trainingszeiten waren die Mercedes langsamer unterwegs, Rosberg und Schumacher konnten sich gegen die schnellere Konkurrenz kaum behaupten. In Runde elf duellierten sich Felipe Massa und Jenson Button Pneu-an-Pneu in der Boxengasse. Der Brite lag am Ende der Gasse knapp vorne, Massa in seinem Ferrari hatte das Nachsehen und musste sich hinter dem McLaren einordnen.

Schon früh deutete sich eine Viel-Stopp-Strategie im Fahrerfeld an. Nach zwölf Runden waren alle Piloten außer Button bereits einmal an der Box. An der Spitze verteidigte Vettel seine Führung, Webber fuhr unter den Verfolgern die schnellsten Runde und verringerte den Rückstand kontinuierlich.

Nach der Hälfte des Rennens hatte sich die Spitzengruppe formiert: Vettel lag gut 20 Sekunden vor Webber. Dahinter fuhr Alonso, Button war Vierter, Hamilton Fünfter. Schumacher hatte sich vom zwischenzeitlichen 16. Platz auf Rang zehn vorgearbeitet, Rosberg hingegen war bis auf Platz acht zurückgefallen. Nick Heidfeld komplettierte als Neunter die deutsche Dreiergruppe.

Hamilton wurde in Runde 36 um die Chance auf eine Top-Platzierung gebracht. Bei einem Boxenstopp gab es Probleme beim Wechsel des rechten Vorderrads. 15 Sekunden lag der Brite über der durchschnittlichen Haltezeit und reihte sich mit gut einer Minute Rückstand auf Vettel als Sechster wieder ins Feld ein.

Wie schon zuvor in dieser Formel-1-Saison war die Reifenwahl und Boxenstopp-Strategie ausschlaggebend. Vettel ließ sich bei seinem dritten Besuch in der Gasse in Runde 41 harte Pneus aufziehen und ging nach nur knapp über drei Sekunden Standzeit als Erster wieder auf die Strecke. 7,1 Sekunden lag der Deutsche zu diesem Zeitpunkt vor Alonso.

Zehn Runden vor der Zielflagge ging Vettel dann zu seinem vierten und letzten Stopp an die Box. Ohne Mühe fuhr er das Rennen zu Ende und durfte sich über weitere 25 Punkte in der Gesamtwertung freuen. Hinter dem Deutschen verdrängte Webber Alonso noch von Platz zwei.

luk

insgesamt 1629 Beiträge
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
lemmiecaution 23.03.2011
1.
Na klar : Michael Schumacher wird Weltmeister. Wer denn sonst ? ;-))
william_pitt 23.03.2011
2. ...
Dann beteilige ich mich auch mal am munteren Spekulieren. Also, der Vettel würde Weltmeister werden. Wird er aber nicht sondern der Rosberg oder Webber. Denn der Vettel muss auf Grund des RTL Stalkings seinen Namen ändern und ins beschauliche Toko in Queensland, Australien flüchten.
Haim_Vega 23.03.2011
3.
Höchstwahrscheinlich wird es wieder eine ähnlich spannende Saison geben wie im letzten Jahr. Vettel, Alonso, Schumacher, Hamilton (evtl. Webber, Rosberg) werden es unter sich ausmachen. Das Auto wird dann entscheiden, wer von ihnen Weltmeister wird. Das beste Gesamtpaket (Schnelligkeit + Zuverlässigkeit) wird die Nase vorn haben. Bin auch mal gespannt, wie unterschiedlich die Teams mit den neuen Pirelli Pneus klarkommen.
rööp 23.03.2011
4.
Zum jetzigen Zeitpunkt kann man noch nicht sagen, ob es ein oder zwei Teams gibt, die dominieren werden. Ich erwarte eine ahnlich ausgeglichene und spannende Saison wie 2010, den ein oder anderen deutschen GP-Sieg und vielleicht ein oder zwei deutsche Piloten im Kampf um den Titel.
ray4901 23.03.2011
5. Schumi, natürlich!
Zitat von sysopSebastian Vettel will seinen Titel erfolgreich verteidigen, Michael Schumacher endlich wieder auf das Podium fahren. Insgesamt sind sechs deutsche Piloten in der neuen Formel-1-Saison am Start. Wer erreicht seine Ziele?
Schumi hat sein Ziel als erster geschafft. http://newsticker.sueddeutsche.de/list/id/1130344 für Haug ist er der erste und beste aller Zeiten. Ein GOAT honoris (oder Mercedis) causa! Rosberg wird damit automatisch Edeldomestike, was am Königshof durchaus auch eine Beförderung sein kann;-)
Alle Kommentare öffnen
Seite 1
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge! zum Forum...

© SPIEGEL ONLINE 2011
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH


TOP
Die Homepage wurde aktualisiert. Jetzt aufrufen.
Hinweis nicht mehr anzeigen.