Hamburg - Nach der fünfwöchigen Sommerpause wollte Sebastian Vettel wieder angreifen, im Kampf um den WM-Titel in der Formel 1 durchstarten - und musste gleich zum Auftakt des zweiten Saisonabschnitts einen Rückschlag hinnehmen. Beim Qualifying zum Großen Preis von Belgien war für den Red-Bull-Piloten schon nach dem zweiten Abschnitt Schluss, er wurde Elfter. "Wir waren einfach zu langsam, ich würde auch gern wissen warum", sagte Vettel.
Der Doppelweltmeister muss zudem wegen eines simulierten Starts in der Boxengasse 10.000 Euro Strafe zahlen. Das entschied die Rennkommission in Spa. Startübungen in der Boxengasse seien verboten, das Red-Bull-Team habe den Verstoß aber umgehend selbst realisiert und gemeldet, teilte der Internationale Automobilverband Fia mit.
Die Pole-Position für das Rennen am Sonntag (14 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) sicherte sich Jenson Button (McLaren, 1:47,573 Minuten) vor Kamui Kobayashi (1:47,871), der im Sauber sensationell Zweiter wurde. Von Platz drei startet Pastor Maldonado (Williams, 1:47,893). WM-Spitzenreiter Fernando Alonso (Ferrari, 1:48,313) wurde Sechster, einen Platz besser als sein ärgster Verfolger im Klassement, Mark Webber (Red Bull, 1:48,392). Der Australier muss aber von Platz zwölf aus ins Rennen gehen, weil vor Ablauf der Frist von fünf Rennen das Getriebe an seinem Rennwagen gewechselt wurde. Dadurch rückt Vettel auf Platz zehn vor.
Wie für Vettel lief es auch für die anderen deutschen Fahrer nicht gut. Nico Hülkenberg (Force India) wurde Zwölfter, startet wegen Webbers Zurückstufung aber als Elfter. Michael Schumacher kam vor seinem 300. Formel-1-Rennen im Mercedes nur auf Rang 13.
Sein Teamkollege Nico Rosberg schied bereits im ersten Abschnitt des Qualifyings aus. Der 27-Jährige wurde 18. und verpasste damit um einen Platz die zweite Qualifikationsrunde. Damit nicht genug: Weil auch Rosberg sein Getriebe wechseln musste, wurde er wie Webber um fünf Startplätze zurückgesetzt. Damit startet der Deutsche vom 23. und damit vorletzten Rang. Für den Marussia-Piloten Timo Glock war die Qualifikation ebenfalls nach dem ersten Abschnitt beendet, er geht vom 21. Platz aus ins Rennen.
ham/sid/dpa
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