Großer Preis von Brasilien Red Bull feiert Doppelsieg beim Saisonfinale

Die Formel-1-Saison endet, wie sie begann: mit einem Sieg von Red Bull. Doch im Gegensatz zum ersten Rennen, als Sebastian Vettel in Australien gewann, triumphierte beim Großen Preis von Brasilien dessen Teamkollege Mark Webber. Der deutsche Weltmeister hatte mit seinem Getriebe zu kämpfen.

REUTERS

Hamburg - Er lag klar in Führung, war auf dem Weg zu seinem zwölften Saisonsieg - doch dann streikte bei Sebastian Vettels Red Bull das Getriebe. Wegen eines Defekts an der Schaltung musste der Weltmeister beim Großen Preis von Brasilien seinen Teamkollegen und späteren Sieger Mark Webber in der 30. Runde passieren lassen. McLaren-Pilot Jenson Button sicherte sich durch Platz drei den zweiten Rang in der Gesamtwertung. Er hat mit 270 Punkten zwölf Zähler Vorsprung auf Webber (258). Vierter im Klassement und beim Rennen in Brasilien wurde Ferrari-Pilot Fernando Alonso (257).

Für Vettel, der es auf insgesamt 392 Punkte brachte, endete das 19. Rennen mit einer weiteren Enttäuschung. Zwar blieb ihm ein Ausscheiden wie beim vorletzten Rennen in Abu Dhabi erspart; aber sein Traum vom zweiten Sieg in São Paulo war nach nicht einmal der Hälfte des Rennens beendet. Vettel bezeichnete Platz zwei als "sehr schade. Aber Mark hat den Sieg verdient." Webber sagte: "Das fühlt sich sehr gut an. Es wäre zwar schön gewesen, es mit Sebastian auf der Strecke auszutragen. Aber der Sieg ist sehr wichtig für mich."

Dabei hatte Vettel seine Pole Position perfekt genutzt und sich direkt nach dem Start von Webber abgesetzt. Die Konkurrenten der anderen Teams fuhren auf dem 4,309 Kilometer langen Berg-und-Tal-Kurs schon früh chancenlos hinterher. Alles sah nach dem zwölften Sieg des 24-Jährigen aus, aber dann machten ihm die Getriebeprobleme einen Strich durch die Rechnung.

Schumacher schon nach zehn Runden an der Box

Nach 14 Runden wurde Vettel um ein paar Zehntelsekunden langsamer. Bis zur 30. Runde konnte er sich trotz des technischen Problems noch an der Spitze halten, dann zog Webber vorbei. Red Bull hatte Vettel per Boxenfunk immer wieder darauf hingewiesen, beim Schalten aufzupassen. "Wenn ich jede Runde den Schaltmodus ändere, werde ich hinter ihn zurückfallen", wehrte sich Vettel mit Blick auf Webber gegen den Verlust der Führung.

Vettel fuhr auch danach weiter volles Tempo, so dass die Teamstrategen ihn erneut aufforderten: "Sebastian, wir haben ein echtes Getriebeproblem. Sei vorsichtig." Schließlich ging es um die Absicherung des dritten Doppelerfolges 2011. Der gelang am Ende trotz des kaputten Getriebes und des Ehrgeizes von Vettel, der am Ende knapp 17 Sekunden Rückstand auf Webber hatte.

Für Mercedes-Pilot Michael Schumacher war das Rennen schon nach zehn Runden gelaufen. Beim Überholen des auf Rang neun vor ihm liegenden Bruno Senna schlitzte sich der Rekord-Weltmeister am Flügel des Lotus-Renault einen Hinterreifen auf. Schumacher musste unplanmäßig früh zum Wechseln an die Box. Dass der Brasilianer für sein zu frühes Einscheren eine Durchfahrtsstrafe erhielt, nutzte Schumacher nichts - am Ende wurde er nur 15.

Teamkollege Nico Rosberg fuhr auf den siebten Platz. Er blieb damit auch in der Gesamtwertung als WM-Siebter vor Schumacher (Achter). Zweitbester Deutscher in Brasilien war Adrian Sutil. Der Force-India-Fahrer überzeugte auf Rang sechs. Als Sutils möglicher neuer Arbeitgeber wird das Williams-Team gehandelt.

Der als Letzter gestartete Timo Glock schied in der 24. Runde als erster Fahrer aus. Die Mechaniker hatten ein Hinterrad nicht richtig festgeschraubt, so dass er seinen Marussia-Virgin in der Auslaufzone abstellen musste. "Ich weiß nicht, wie man mich so rausschicken kann. Wir haben schon den einen oder anderen Boxenstopp verpatzt. Da muss sich das Team auf den Arsch setzen und daran arbeiten", sagte Glock. "Nach so einem Rennen bin ich froh, dass die Saison vorbei ist."

ham/dpa/dapd/sid

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Sapientia 27.11.2011
1. Der geplant geschenkte und als technischer Defekt
Zitat von sysopDie Formel-1-Saison endet, wie sie begann: mit einem Sieg von Red Bull. Doch im Gegensatz zum ersten Rennen, als Sebastian Vettel in Australien gewann, triumphierte beim Großen Preis von Brasilien dessen Teamkollege Mark Webber. Der deutsche Weltmeister hatte mit seinem Getriebe zu kämpfen. http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,800231,00.html
verkaufte Sieg von Webber wirkt lächerlich. Man hätte offen damit umgehen müssen, wenn man Webber siegen lassen will, um ihn im Punktestand der Fahrer noch nach vorne zu holen; damit aber hätte man sofort beginnen sollen, nachdem Vettel als WM feststand. Offenbar stand die Schwere des Getriebeschadens an dem Auto von Vettel in direkter Verbindung zum Zeitabstand zu Alonso, später zu Button. Über allem aber die beste Nachricht! Wir alle, die wir gern Formel-1-Rennen sehen, haben nun ca 4? Monate Urlaub von diesem völlig deplatzierten RTL-Reporter Wasser (oder wie der sich momentan gerade schreibt). Er redet permanent nur Unsinn und das so schnell und dem Danner übers Maul fahrend, daß es in seiner Gesamtheit nur wie ein akustisches Störfeuer wirkt. Allen gleichempfindenden F1-Freunden also wünsche ich einen angenehmen Urlaub für die geplagten Ohren.
Altesocke 27.11.2011
2. @#$
Zitat von sysopDie Formel-1-Saison endet, wie sie begann: mit einem Sieg von Red Bull. Doch im Gegensatz zum ersten Rennen, als Sebastian Vettel in Australien gewann, triumphierte beim Großen Preis von Brasilien dessen Teamkollege Mark Webber. Der deutsche Weltmeister hatte mit seinem Getriebe zu kämpfen. http://www.spiegel.de/sport/formel1/0,1518,800231,00.html
Aber wenigstens passte das perfekt: Der Fahrer mit der Nummer 24 auf dem Auto und dem Ruecken verliert in der 24. Runde sein Rad. Ist doch immerhin was!
iltoscano 27.11.2011
3. Getriebeschaden
Zitat von Sapientiaverkaufte Sieg von Webber wirkt lächerlich. Man hätte offen damit umgehen müssen, wenn man Webber siegen lassen will, um ihn im Punktestand der Fahrer noch nach vorne zu holen; damit aber hätte man sofort beginnen sollen, nachdem Vettel als WM feststand. Offenbar stand die Schwere des Getriebeschadens an dem Auto von Vettel in direkter Verbindung zum Zeitabstand zu Alonso, später zu Button. Über allem aber die beste Nachricht! Wir alle, die wir gern Formel-1-Rennen sehen, haben nun ca 4? Monate Urlaub von diesem völlig deplatzierten RTL-Reporter Wasser (oder wie der sich momentan gerade schreibt). Er redet permanent nur Unsinn und das so schnell und dem Danner übers Maul fahrend, daß es in seiner Gesamtheit nur wie ein akustisches Störfeuer wirkt. Allen gleichempfindenden F1-Freunden also wünsche ich einen angenehmen Urlaub für die geplagten Ohren.
Kann ich Wort für Wort unterschreiben,insbesondere den labernden Kommentator betreffend. Saluti - il toscano!
cooner 27.11.2011
4. Quasselkopf Wasser
Zitat von Sapientiaverkaufte Sieg von Webber wirkt lächerlich. Man hätte offen damit umgehen müssen, wenn man Webber siegen lassen will, um ihn im Punktestand der Fahrer noch nach vorne zu holen; damit aber hätte man sofort beginnen sollen, nachdem Vettel als WM feststand. Offenbar stand die Schwere des Getriebeschadens an dem Auto von Vettel in direkter Verbindung zum Zeitabstand zu Alonso, später zu Button. Über allem aber die beste Nachricht! Wir alle, die wir gern Formel-1-Rennen sehen, haben nun ca 4? Monate Urlaub von diesem völlig deplatzierten RTL-Reporter Wasser (oder wie der sich momentan gerade schreibt). Er redet permanent nur Unsinn und das so schnell und dem Danner übers Maul fahrend, daß es in seiner Gesamtheit nur wie ein akustisches Störfeuer wirkt. Allen gleichempfindenden F1-Freunden also wünsche ich einen angenehmen Urlaub für die geplagten Ohren.
Wie Recht Sie haben! Diese Quasselstrippe, beweist immer wieder´, dass er mal Butterverkäufer auf einem Vergnügungsdampfer war. Unerträgliches Geseires, das er bei jeder Übertragung von sich gibt. Dass Chefredakteur Klöppel eine solche Niete für den Sender berichten lässt, erstaunt einen.
Luckyman 27.11.2011
5. Ich wundere mich....
...wie die "Experten" hier im Forum das Getriebeproblem aus der atlantischen Ferne schon vollständig analysiert haben und den wahren Grund wissen.
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