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Jean Todt über Schumachers Zustand: "Michael kämpft"

Schumacher und Todt beim Titel-Gewinn 2006, San Marino: "Er ist ein enger Freund" Zur Großansicht
AP

Schumacher und Todt beim Titel-Gewinn 2006, San Marino: "Er ist ein enger Freund"

Es gibt kaum Details zu Michael Schumachers Gesundheitszustand nach dem tragischen Skiunfall vor zwei Jahren. Nun äußerte sich Weltverbandspräsident Jean Todt über seinen Freund und ehemaligen Teamkollegen.

Als Michael Schumacher vor 23 Jahren als junger Rennfahrer beim Großen Preis von Mexiko antrat, hatte er am Ende des Tages allen Grund zu jubeln: Er machte für Benetton den dritten Platz und landete erstmals als Formel-1-Pilot auf dem Siegerpodest - es war der Beginn einer großen Sportlerkarriere. "Manchmal vergessen wir, was er Großartiges erreicht hat", sagte Jean Todt, Präsident des Motorsport-Weltverbandes Fia, am Rande des heute stattfindenden Rennens in Mexiko (Sonntag, 20.00 Uhr/Liveticker SPIEGEL ONLINE).

Schumachers ehemaliger Ferrari-Teamchef machte deutlich, wie sehr er am Schicksal des Rekordweltmeisters Anteil nimmt. "Er ist ein enger Freund", sagte der 69-jährige Franzose. "Ich sehe ihn und seine Familie sehr oft."

Der dritte Titelgewinn von Mercedes-Pilot Lewis Hamilton habe ihm Schumachers Bedeutung für die Königsklasse noch einmal bewusst gemacht. Mit 91 Rennsiegen und sieben WM-Titeln ist der heute 46-Jährige ungeschlagen.

"Es war interessant: Letzte Woche bei Hamiltons drittem Titel sah ich die Zahlen wieder, die Vergleiche zwischen Lewis und ihm", sagte Todt, der fünf der insgesamt sieben WM-Titel von Schumacher als Teamchef bei der Scuderia erlebte. "Ich bin sehr stolz auf Michael." Hamilton hatte vor einer Woche in Austin im Mercedes seinen dritten WM-Titel nach 2008 und 2014 gefeiert.

Schumacher-Bild auf Vettels Helm

Todt ist nicht der Einzige, den das Schicksal von Schumacher in diesen Tagen besonders bewegt. Ferrari-Pilot Sebastian Vettel hat für das Rennen in Mexiko ein Bild seines Idols auf den Helm lackieren lassen. Es zeigt Schumacher beim Jubeln mit in die Luft gestreckten Armen.

Schumacher war vor 22 Monaten beim Skifahren schwer gestürzt, hatte ein Schädel-Hirn-Trauma erlitten und befindet sich seit September 2014 in seiner Schweizer Wahlheimat in der Rehabilitation. Genauere Angaben zu Schumachers Gesundheitszustand gibt es nicht, auch der Fia-Präsident nannte keine Details, er sagte nur so viel: "Michael kämpft weiter."

Im Mai hatte Sabine Kehm, die Managerin des zweifachen Familienvaters, in einem Interview gesagt, dass er Fortschritte mache, "auf dem Weg der Besserung" sei, dass seine Genesung aber noch lange dauern werde.

jus/Reuters/sid

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insgesamt 47 Beiträge
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1. Der
sinoprat 01.11.2015
arme Kerl. Fährt jahrelang am Rande des Todes und ein recht einfacher Skiunfall bringt ihn in eine solche Situation. Man kann ihm nur alles Gute wünschen und auf eine baldige Genesung hoffen.
2. traurig
Untertan 2.0 01.11.2015
Inzwischen kann man wohl recht sicher davon ausgehen, dass er nie wieder ganz der alte sein wird. Die Frage ist: wie schlimm steht es wirklich um ihn?
3. Schade.......
banditjarno 01.11.2015
sagen wir mal so,als Fan von Michael wollen wir zwar wissen wie er aussieht,wies ihm geht etc., aber geht es uns besser wenn wir ihn als Pflegefall sehen?.....eher nicht,darum Michael so in Erinnerung behalten wie er wahr.!
4.
Goldwin 01.11.2015
man wünscht Michael Schumacher natürlich nur das Beste. Ich finde es bemerkenswert wie respektvoll die Medien in diesem Fall anscheinend agieren.
5. Lasst doch endlich Michael
puby 01.11.2015
in Ruhe. Wie wird es ihm schon gehen ? Dazu braucht man eigentlich wenig Phantasie. Wenn er eine einfache Hirnverletzung hätte und nur stotternd sprechend könnte, hätte er bestimmt schon ein Interview gegeben. Hat er aber nicht und wird es vermutlich auch nie wieder tun.
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