Hamburg - Der Formel-1-Weltmeister kommt wieder aus Deutschland. Sechs Jahre nach dem bislang letzten Triumph von Michael Schumacher holte sich Sebastian Vettel die Krone in der Königsklasse des Motorsports. Damit ist der 23-Jährige aus dem hessischen Heppenheim jüngster Champion in der Formel-1-Geschichte.
Der Red-Bull-Pilot siegte beim letzten Rennen der Saison in Abu Dhabi und überholte im WM-Klassement seinen Teamkollegen Mark Webber, der auf Platz acht fuhr, sowie Fernando Alonso, der in Abu Dhabi nur Siebter wurde.
Das Abschneiden des Ferrari-Piloten war am Ende entscheidend für Vettels Triumph, da Alonso selbst bei einem Sieg des Deutschen Platz vier für seinen dritten Weltmeister-Titel gereicht hätte. Doch der Spanier musste sich nach einem Boxenstopp durch das hintere Feld kämpfen und verlor so wertvolle Zeit.
Webbers Chancen auf den Titel waren schon nach wenigen Runden rapide gesunken, weil der Australier mit Reifenproblemen früh an die Box musste und so schnell ins Hintertreffen geriet. Der vierte Fahrer, der theoretisch noch Weltmeister hätte werden können, war Lewis Hamilton im McLaren. Der Engländer wurde am Ende Zweiter, doch die Konkurrenz fuhr zu gut, als dass er seinen zweiten Titel hätte einfahren können.
Am Ende, als Vettel die Ziellinie überquert hatte und feststand, dass Alonso nicht mehr Vierter werden würde, liefen unter Vettels Helm die Tränen. Der neue Weltmeister weinte hinter seinem Steuer. Als er sich via Funk bei seinem Team für die Unterstützung bedanken wollte, versagte ihm die Stimme.
ham
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Formel 1 | RSS |
| alles zum Thema Formel 1 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2010
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH