Krisenbewältigung Namensrechte des Hockenheimrings sollen verkauft werden

Die Eigner des Hockenheimrings tun alles, um eine mögliche Pleite der Rennstrecke abzuwenden. Der Verkauf der Namensrechte ist dabei im Motorsport kein ungewöhnliches Angebot. Doch für den finanziell angeschlagenen Hockenheimring reicht das noch lange nicht.


Hockenheim - "Wer den jährlichen Fehlbetrag ausgleicht, sollte dafür die Namensrechte erhalten", sagte Hockenheims Oberbürgermeister Dieter Gummer dem Nachrichtenmagazin "Focus". Derzeit finden offenbar Gespräche mit mehreren möglichen Partnern statt. Zusätzlich zur Umbenennung des Hockenheimrings steht nach Focus-Informationen auch ein Verkauf von Anteilen zur Diskussion.

Hockenheimring aus der Luft: Verkauf von Anteilen steht zur Diskussion
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Hockenheimring aus der Luft: Verkauf von Anteilen steht zur Diskussion

Derzeit gehört der Grand-Prix-Kurs zu 51 Prozent der Stadt Hockenheim und zu 49 Prozent dem Badischen Motorsportclub, der über einen Teilausstieg nachdenkt. "Mit 25,1 Prozent besäße ein neuer Gesellschafter ein entscheidendes Mitspracherecht", sagte Clubpräsident Harald Roth. Damit könnte der traditionsreiche Name des Hockenheimrings schon bald Geschichte sein. An anderer Stelle gab es so eine Umbenennung bereits: Der alte Österreichring in Zeltweg wurde 1996 auf Wunsch eines Mobilfunkanbieters in A1-Ring umgetauft.

Zuvor war bereits der Vorschlag vom Nürburgring für eine jährliche Rotation eines Formel-1-Rennens in Deutschland bei den Verantwortlichen des finanziell angeschlagenen Hockenheimrings auf offene Ohren gestoßen. Die Formel 1 könnte somit in Zukunft tatsächlich nur noch einmal pro Saison statt derzeit zweimal in Deutschland Station machen. "Wir prüfen in alle Richtungen, werden aber nicht voreilig handeln", hatte Geschäftsführer Georg Seiler von der Hockenheimring GmbH jüngst gesagt, aber auch betont: "Wir haben einen Vertrag bis 2008."

Formel-1-Chef Bernie Ecclestone soll dem Vorschlag aus der Eifel, wo bislang jährlich der Große Preis von Europa stattfindet, bereits zugestimmt haben. Nach Lage der Dinge jedoch kann inzwischen offenbar nur noch eine finanzielle Unterstützung durch das Land die drohende Pleite des Hockenheimrings verhindern.



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