Formel 1 Lotus bestätigt Red-Bull-Interesse - und kämpft um Räikkönen

Lotus-Teamchef Eric Boullier hat erstmals das Interesse von Red Bull an Kimi Räikkönen bestätigt. Doch ohne Widerstand will er den Finnen nicht ziehen lassen. Lotus werde "alles tun, um ihn zu halten."

Lotus-Fahrer Räikkönen: "Ich kann machen, was immer ich will"
DPA

Lotus-Fahrer Räikkönen: "Ich kann machen, was immer ich will"


Hamburg - Er will seinen Top-Fahrer halten - um jeden Preis: Eric Boullier, Teamchef des Formel-1-Rennstalls Lotus, will einen Wechsel von Kimi Räikkönen zu Konkurrent Red Bull verhindern. "Red Bull jagt Kimi, aber wir werden alles tun, um ihn zu halten. Das ist unser primäres Ziel", sagte Boullier am Rande des Grand Prix von Großbritannien: "Er ist unser großes Plus. Kimi wird entscheiden, was er machen will und was für ihn am besten ist. Er weiß, was er an uns hat, und er hat sicherlich eine Vorstellung davon, was ihn bei Red Bull erwartet. Das Umfeld muss bei ihm passen."

Red-Bull-Gründer Dietrich Mateschitz hatte vor zwei Monaten sein Interesse an Räikkönen angedeutet: "Kimi ist cool und schnell und immer ein Kandidat", hatte Mateschitz dem Internetportal Speedweek.com gesagt. Boullier bestätigt mit seinen Äußerungen erstmals das Angebot des Konkurrenten. Dort soll Räikkönen Mark Webber ersetzen, der zu Porsche in die World Endurance Championship wechselt.

Im Kampf um den "Iceman" zeigt sich Boullier optimistisch. Er sei "absolut davon überzeugt, dass Kimi nächstes Jahr in unserem Auto sitzt", sagte er der "Bild am Sonntag". Bei Lotus soll Räikkönen 15 Millionen Dollar (11,5 Millionen Euro) pro Jahr verdienen. Bei den Red Bull wäre es sicher noch mehr, zudem bekäme er den wohl besten Wagen des Feldes hingestellt. "Aber Kimi ist nicht käuflich. Er braucht nicht noch mehr Geld in seinem Leben, er verdient hier genug."

Der Umworbene lässt sich im Poker nicht in die Karten schauen. "Ich weiß noch nicht, was ich nächstes Jahr tun werde", sagte Räikkönen. "Ich habe keinen Vertrag - das ist kein Geheimnis. Ich habe zwei, drei Optionen auf dem Tisch."

Weltmeister und Red-Bull-Pilot Sebastian Vettel hat sich bereits für Räikkönen als neuen Teamkollegen ausgesprochen. Anders als zu Webber pflegt er zu dem Finnen ein freundschafliches Verhältnis.

mon/sid

insgesamt 6 Beiträge
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wolfi55 30.06.2013
1. Ob der bleibt?
Nach den taktischen Bolzen von heute, da geht der klarerweise.
ambulans 30.06.2013
2. im gegensatz zu
s. vettel dürfte k. räikkönen keine gravierenden probleme haben, eventuell bei einem anderen rennstall anzuheuern. der heppenheimer ist ja schon mehrfach als krasser, hemmungsloser egoist aufgefallen (m. webber könnte, wenn er seine - offensichtlich - gute erziehung hier wenigstens einmal außen vor lassen wollte, sicherlich interessantes dazu beisteuern), so dass jeder interessent - bei drei aufeinanderfolgenden f 1-titeln gibts davon garantiert genug - wissen muss, worauf er sich damit einlassen würde. durchsetzungsfähig - ja!!!, teamfähig - nein!!!, also die große frage: engagieren? meine entscheidung wäre eindeutig: nein!!!
trude2004 30.06.2013
3.
Was der Kimi im Lotus abliefert ist Weltmeisterlich. Im beschädigten Lotus wo die halbe Nase fehlte fuhr er topzeiten wie die spitze im Feld. Ich wünsche dem Lotus Team das er bleibt denn Kimi ist die Lebensversicherung für Lotus. Er ist immer noch einer der Top drei im Feld. Unser Schumi hat sich schon die Zähne ausgebissen an ihm. Lotus soll im 3 Mille mehr geben und die Freiheit bei Lotus die er hat ich denke das wird überzeugen. Denn die 3Mille sind durch die Konstrukteurs Punkte schnell wieder drinn.
rolandusperegrinus 30.06.2013
4. kimi
Der gute Kimi wird bei Red Bull hemmungslos vereinnahmt werden, und alsbald in Rasierwasser- und Zahnpastareklame auftauchen, das wird er nicht lange überleben. Er ist garantiert weniger geldversessen als das schlaue Milchbübchen! Nur zu vergleichen mit James Hunt, dem Unvergessenen.
Munster 01.07.2013
5.
Zitat von ambulanss. vettel dürfte k. räikkönen keine gravierenden probleme haben, eventuell bei einem anderen rennstall anzuheuern. der heppenheimer ist ja schon mehrfach als krasser, hemmungsloser egoist aufgefallen (m. webber könnte, wenn er seine - offensichtlich - gute erziehung hier wenigstens einmal außen vor lassen wollte, sicherlich interessantes dazu beisteuern), so dass jeder interessent - bei drei aufeinanderfolgenden f 1-titeln gibts davon garantiert genug - wissen muss, worauf er sich damit einlassen würde. durchsetzungsfähig - ja!!!, teamfähig - nein!!!, also die große frage: engagieren? meine entscheidung wäre eindeutig: nein!!!
Oh je, was für ein Kommentar schon wieder.... Erstens sprechen Vettel's Erfolge für sich und die 7 Punkte mehr, die er in Malaysia geholt hat, bringen ihm am Ende vielleicht den Titel. Zweitens ist gerade Kimi ein Pilot, der sich von seinem Team nix sagen lässt und damit bestimmt kein besser Teamplayer. Drittens ist jeder Rennfahrer ein Egoist - zumindest jeder erfolgreiche - denn anders kann man in dem Sport gar nicht gewinnen.
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