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Motorsport: BMW verlässt die Formel 1

Die Formel 1 verliert ein weiteres Team: Der deutsche Autohersteller BMW beendet sein Engagement in der wichtigsten Motorsportklasse, schon nach dieser Saison ist Schluss. Grund ist laut Mitteilung der Münchner ein interner Strategiewechsel.

Hamburg - Der Vorstandsvorsitzende Norbert Reithofer gab den Schnellausstieg am Mittwoch bei einer kurzfristig einberufenen Pressekonferenz in München bekannt. Der Grund für den Ausstieg soll ein Strategiewechsel im Konzern sein. Das Unternehmen wolle künftig verstärkt auf Nachhaltigkeit setzen. Da passe ein Engagement in der Formel 1 nicht mehr.

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BMW-Pilot Heidfeld: Bald im neuen Team

In anderen Motorsportserien will BMW aber weiterhin aktiv sein. Der Münchner Autobauer hatte in dieser Saison rund 350 Millionen Euro in die Formel 1 investiert. "Natürlich ist uns dieser Entschluss schwer gefallen. Aber es ist ein konsequenter Schritt vor dem Hintergrund der strategischen Neuausrichtung unseres Unternehmens", sagte Reithofer.

"Natürlich hätten wir alle dieses ambitionierte Projekt gerne weitergeführt und gezeigt, dass die aktuelle Saison nach drei erfolgreichen Jahren ein Ausrutscher war. Aus Sicht des Unternehmens kann ich diese Entscheidung aber nachvollziehen", sagte Motorsportdirektor Mario Theissen.

BMW ist seit 1982 in der Formel 1 als Motorzulieferer des Brabham-Teams vertreten. Nach einem WM-Titel (1983) stieg BMW aufgrund mangelnder Erfolge bereits 1987 aus. 2000 kehrten die Münchner wieder zurück. Das Unternehmen stieg als Partner des britischen Teams Williams ein und lieferte die Motoren.

2005 übernahm BMW Chart zeigen dann das Schweizer Team Sauber und fuhr in Eigenregie. Dennoch blieben große Erfolge aus. Das Ziel, Weltmeister zu werden, verpasste BMW Sauber. Den bislang einzigen Grand-Prix-Sieg feierte das Team durch den Polen Robert Kubica am 8. Juni 2008 im kanadischen Montreal.

2007 war das Team Zweiter in der Konstrukteurswertung geworden, allerdings begünstigt durch die damalige Disqualifikation von McLaren-Mercedes wegen der Spionageaffäre. In der laufenden Saison belegt der Rennstall mit seinen Fahrern Nick Heidfeld und Kubica nur den achten Platz unter zehn Teams.

Vor BMW hatte bereits Honda die Formel 1 verlassen. Das Team begründete seine Entscheidung mit Absatzproblemen in Folge der Weltwirtschaftskrise. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung sollen angeblich auch bei Toyota die Gedankenspiele über einen Ausstieg sehr weit fortgeschritten sein.

ach/mig/dpa

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Forum - BMWs Formel-1-Ausstieg - Anfang vom Ende?
insgesamt 256 Beiträge
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1.
DeeDeeBee 29.07.2009
Zitat von sysopBMW zieht sich aus Kosten- und Strategiegründen aus der Formel 1 zurück. Ist dieser Schritt vernünftig oder feige? Macht Motorsport in Zeiten der Wirtschaftskrise noch einen Sinn? Oder hat BMW die Brocken wegen mangelnder Erfolge hingeworfen? Wie reagiert die Konkurrenz?
Aus Kosten - u. Strategiegründen... Klar. Jeden Tag tanzen in diesem Sterilunternehmen maximal desinfizierte Klon - Yuppies um das nächste goldene Kalb, sei es, in Designfragen, im Bereich Kundenfindung - Kundenbindung und immer noch werden zu schwere Autos entweder mit zu kleinen Motoren - 116i - oder zu schwere Autos mit zu großen Motoren - X6M - dafür aber vielen elektronischen Helferlein auf die Straße gebracht. Der Autobauer, der überhaupt die Zeichen der Zeit nicht erkannt hat, im Münchner Tempel setzen die Oldtimer die Glanzlichter, dynamic efficiency ist für Leute gemacht, die nicht Auto fahren können, oder wollen. Das ist die Klientel von BMW heute, die möchten sie als Kunden haben und als Mitarbeiter. Werfen hunderte von Millionen! in Werbung, die vermitteln soll "Wir bauen Zeitmaschinen, Kunstwerke u.s.w..." bloß keine Autos. Dann nehmen sie an der Werbeveranstaltung teil, bei der man Leistung zeigen muß - Formel 1 - und versagen. Versagen, wie Honda und wohl auch wie Toyota. Damit ein genialer Teamchef vielleicht das Team übernehmen kann, einen Mercedes - Motor einbaut und Rennen gewinnt?;o) Nein, Verlierer raus aus der F1. Gebt Eure 200 Mio im Jahr den Werbern, damit Ihr eins besser vertuschen könnt: Ihr habt´s nicht drauf mit Autos, mit Rennwagen schon gar nicht, ihr vermittelt nur noch Lebensgefühl, welches dem Zeitgeist vom gehobenen Reihenhausbesitzerfamilienchen entspricht. Genau so flüchtig, wie die Festschreibung des Bankzinses desselben... Aber ihr habt ja `ne eigene Leasingbank. Wird schon gutgehen. Diese Klientel interessiert sich nicht für Autos. Schon gar nicht für Rennwagen. Verlierer seid Ihr trotzdem.
2. Super!
Prof. Dr. Fritz Knobel 29.07.2009
Ein richtiger und zeitgemäßer Schritt. F1 ist eine völlig sinnlose Ressourcenverschwendung. Hoffentlich steigen auch alle anderen aus. Ich wäre auch generell für ein Verbot von Motorsport. Was soll der CO2-Schleuder in unserer Zeit?
3.
Christian B. 29.07.2009
Was für ein sinnfreier Kommentar. BMW hatte sich stetig weiterentwickelt und war letzte Saison auf dem Weg sich als dritte Kraft hinter Mercedes und Ferrari fest zu etablieren. BMW wurde von dem Regelwirrwarr genauso getroffen wie Ferrari oder Mercedes - leider konnten sie bisher noch nicht aufschliessen. Das ist überhaupt kein Vergleich zu Toyota oder Honda, die nie wirklich konkurrenzfähig waren. Ich dachte man würde die aktuelle Saison abhaken und sich auf die neue Saison konzentrieren - allerdings ist ein Rennteam, das nach einer verkorksten Saison aufgibt, auch leider fehl am Platz. Manchmal baut man halt ein Gurkenauto, da hilft nur abhaken und weitermachen.
4. Vernünftig
Carguy 29.07.2009
Zitat von sysopBMW zieht sich aus Kosten- und Strategiegründen aus der Formel 1 zurück. Ist dieser Schritt vernünftig oder feige? Macht Motorsport in Zeiten der Wirtschaftskrise noch einen Sinn? Oder hat BMW die Brocken wegen mangelnder Erfolge hingeworfen? Wie reagiert die Konkurrenz?
Wie die Konkurrenz reagiert ist unerheblich. Die Entscheidung ist zwar irgendwo bedauerlich, insgesamt aber sicher vernünftig. Die Formel 1 hat sich in den letzten Jahren völlig fehl entwickelt. Zuviele Regeländerungen, zu teuer, zu intransparent im Management. Der Erfolg hängt zuweilen nur von einer Person ab, dem Konstrukteur oder Windkanaltechniker, wie eben jüngst beim recht erfolgreichen Sprudelhersteller Red Bull. Man kann auch auf andere Weise zeigen, dass man hervorragende Autos baut. Formel 1 und normaler Automobilbau sind zu weit auseinander. Der extreme Aufwand steht in keinem Verhältnis zum technischen Ertrag, Marketingaspekte mal außer acht gelassen. BMW wird das bisher eingesetzt Geld gut brauchen können, um die Motorenentwicklung hin zu mehr Ökologie weiter voran zu bringen. Da sind sie zwar schon Spitze, aber das kann noch besser werden.
5.
Pinarello, 29.07.2009
Zitat von sysopBMW zieht sich aus Kosten- und Strategiegründen aus der Formel 1 zurück. Ist dieser Schritt vernünftig oder feige? Macht Motorsport in Zeiten der Wirtschaftskrise noch einen Sinn? Oder hat BMW die Brocken wegen mangelnder Erfolge hingeworfen? Wie reagiert die Konkurrenz?
Kosten- und Strategiegründe sind wohl ein guter Witz und lediglich Vorwand, von der völlig desolaten Leistung dieses Jahres abzulenken, man schafft ja nicht mal mehr einen einstelligen Platz im Klassement und kämpft mit Fahrzeugen von Minirennställen, die wohlnicht mal einen Bruchteil des BMW-Etats zur Verfügung haben. Man hätte zumindest soviel Rückgrat zeigen müssen sich erst zurückzuziehen,wenn man auch ganz vorne mit dabei ist, in der jetzigen Situation sieht es lediglich wie ein feiges davon machen aus, blamabel bis zum geht nicht mehr. BMW hört auf, weil man einfach nicht mithalten kann, so ist die Realität.
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