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Nachgetreten: Räikkönen schimpft gegen Mercedes

Kimi Räikkönen, Nachfolger von Michael Schumacher im Ferrari-Cockpit, hat seinen alten Rennstall McLaren-Mercedes hart kritisiert. Zudem verteidigte der 27-Jährige seinen umstrittenen Lebenswandel. Auch bei Ferrari wolle er nichts an seiner bisherigen Art ändern.

Madonna di Campiglio - "Es lag nicht an meinem Lebensstil, dass wir nicht gewonnen haben, sondern das Auto war zu langsam oder nicht zuverlässig genug", sagte Räikkönen. McLaren-Mercedes hatte zuletzt die laxe Einstellung des als trinkfest geltenden Finnen kritisiert. Zudem bezeichnete Räikkönen die Atmosphäre und das Arbeitsklima bei Ferrari als angenehm und familiär. "Rot ist wesentlich wärmer", sagte Räikkönen. Zugleich kündigte der neunmalige Grand-Prix-Sieger an, seinen Arbeitsstil nicht zu verändern.

Ferrari-Pilot Räikkönen: "Kein Druck"
DPA

Ferrari-Pilot Räikkönen: "Kein Druck"

Sein Vorgänger Schumacher kam ohne Seitenhiebe weg. "Michael war mehrere Jahre lang der Top-Fahrer. Es ist normal, dass ich jetzt mit ihm verglichen werde. Aber deshalb verspüre ich keinen Druck", sagte er. "Es ist das erste Jahr ohne Michael und viele werden ihn vermissen, aber das ist normal."

Dennoch will sich Räikkönen nicht an seinem Vorgänger orientieren. "Ich bin nicht Michael Schumacher und das Team erwartet das auch nicht von mir", sagte Räikkönen und stellte damit klar, dass er bei den Roten seinen eigenen Weg gehen werde.

Schumacher werde das Team mit seiner Erfahrung und seinem Wissen unterstützen, "wenn wir das benötigen". Trotz des Schumacher-Rücktritts rechnet Räikkönen nicht mit einem einfacheren Titelrennen: "Ich weiß nicht, ob es jetzt leichter wird. Es gibt viele schnelle Jungs."

Mit einem "buon giorno" hatte Räikkönen, der als schwierig und unzugänglich gilt, zu Beginn versucht, Pluspunkte bei den italienischen Pressevertretern zu sammeln. Im Anschluss reagierte der "Iceman" aber gewohnt unterkühlt. Er habe nicht vor, eine Schule zu besuchen, um die Sprache zu lernen. Für Räikkönen steht im absoluten Vordergrund, sich möglichst schnell bei Ferrari zu integrieren und die in ihn gesetzten hohen Erwartungen zu erfüllen. "Wir wollen Rennen und die WM gewinnen, aber es ist noch zu früh für eine Prognose", sagte der 27-Jährige. Er verspüre keinen Druck wegen seines Wechsels. Als er vor fünf Jahren als junger Fahrer zu McLaren-Mercedes gekommen sei, sei er in der gleichen Situation gewesen.

fpf/dpa

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