Formel 1 Nico Hülkenberg unterschreibt langfristigen Vertrag bei Force India

Es steht fest: Nico Hülkenberg geht künftig für Force India an den Start. Nach SPIEGEL-ONLINE-Informationen wird der deutsche Formel-1-Pilot am Dienstag einen langfristigen Vertrag beim indischen Rennstall unterschreiben.

Formel-1-Pilot Hülkenberg: Vertrag bei Force India unterschrieben
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Formel-1-Pilot Hülkenberg: Vertrag bei Force India unterschrieben


Hamburg - Nico Hülkenberg und Force India haben ihre Zusammenarbeit beschlossen. Nach Informationen von SPIEGEL ONLINE wird der 26 Jahre alte Formel-1-Pilot am Dienstag in London einen langfristigen Vertrag beim indischen Rennstall unterschreiben. Schon nach dem letzten Saisonrennen in Brasilien am vergangenen Sonntag hatte SPIEGEL ONLINE über Hülkenbergs Wechsel von Sauber zu Force India berichtet.

"Ich freue mich, zu Force India zurückzukehren", sagte er, "das Team hat sich hohe Ziele gesetzt und ich glaube, dass meine Erfahrung der vergangenen Jahre uns helfen wird, diese zu erreichen. Ich bin davon überzeugt, dass wir ein konkurrenzfähiges Paket haben werden."

Hülkenberg fuhr bereits 2012 für den Rennstall und wechselte dann zu Sauber. In der gerade beendeten Saison holte er 51 WM-Punkte und belegte in der Gesamtwertung Rang zehn. Der Deutsche gilt als einer der besten Fahrer der Formel 1. Weil er aber kaum Sponsorengelder mitbringt, zerschlug sich zuletzt sein Wechsel zu Lotus - obwohl sich beide Parteien im Grunde schon einig waren. Nachfolger bei Lotus für den zu Ferrari wechselnden Kimi Räikkönen wird Pastor Maldonado.

Für den indischen Rennstall fuhren in der abgelaufenen Saison der Deutsche Adrian Sutil sowie der Schotte Paul di Resta. Beide müssen Force India offenbar verlassen. Neuer Teamkollege von Hülkenberg soll Sergio Pérez werden. Der Mexikaner muss sein Cockpit bei McLaren räumen. Pérez ist ebenfalls ein Bezahlfahrer. Er wird von einem mexikanischen Telekommunikationskonzern unterstützt und würde wohl rund 15 Millionen Euro an Sponsorengelder mitbringen.

Sutil tauscht angeblich mit Hülkenberg die Arbeitgeber. Am Rande des Brasilien-Grand-Prix hatte Sutil beim TV-Sender Sky bestätigt, dass er seit Monaten einen Vertrag unterschrieben habe. Wegen einer Klausel dürfte er den Rennstall aber nicht nennen. Sutil sagte lediglich, dass sich die Farben nicht großartig ändern würden - und ließ damit Raum für Spekulationen.

chp

insgesamt 12 Beiträge
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Seite 1
jan0sch 03.12.2013
1. Das Geld regiert
Zu schade, dass ein Fahrer wie Hülkenberg weiterhin nur ein mittelmäßiges Cockpit besetzen darf nur weil es Ihm an Sponsoren mangelt. Lotus wird diese Entscheidung noch bereuen....
ThomasTM 03.12.2013
2. schade
Was für eine verschwendung! Kann man nur hoffen das forceindia ein einigermaßen gutes auto bereit stellen kann. Da nächste saison "alles" (chassis/motor) neu ist, hat man etwas hoffnung ?!
Hornet63 03.12.2013
3. Leider wahr
Zitat von jan0schZu schade, dass ein Fahrer wie Hülkenberg weiterhin nur ein mittelmäßiges Cockpit besetzen darf nur weil es Ihm an Sponsoren mangelt. Lotus wird diese Entscheidung noch bereuen....
Die Kombination aus Team, Talent und Geld bringt den Erfolg. Während bei Herrn Vettel alle drei Bereiche bestens abgedeckt sind, habe ich so meine Zweifel, dass Force India 2014 ein in der Spitze konkurrenzfähiges Auto auf die Räder stellt. Andererseits: Ein Force India-Cockpit ist deutlich besser als gar kein F1-Cockpit.
mwiehagen 03.12.2013
4. krank
ist das System. Wenn ich als Ottonormalverbraucher einen neuen oder anderen Job anstrebe, dann will ich nicht Geld mitbringen, sondern Geld verdienen. Sollen die F1-teams doch selbst ihre Sponsoren besorgen und die Fahrer Fahrer sein lassen. Da wird mit Sicherheit so manches Fahrertalent vergeigt, nur weil er das Geld nicht mitbringt. Lächerlich. GELD regiert die Formel 1 und der wirkliche Sport geht so manches Mal unter. Schade! aber ich gebe zu, ich schaue es doch meistens... P.S: in anderer Sache: macht endlich mal dieses Piselfenster größer! ist ja wie vor 20 Jahren
donhacko 03.12.2013
5. Verpasste Chance
Wieder einmal bekommen die Bezahlfahrer ein gutes Auto und die wirklich Guten nur Mittelmaß. Hier gewinnt nicht der Beste, sondern der Reichste! Was für ein Sportwitz!
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