Pressestimmen zur Formel 1 "Ricciardo siegt beim Grand Prix der Langweile"

Monaco war wieder einmal "nur eine traurige Prozession". Die internationalen Medien sind sich einig: Daniel Ricciardos Siegfahrt war eindrucksvoll, das Rennen wurde aber schon in der Qualifikation entschieden.

Daniel Ricciardo (Red Bull) vor Sebastian Vettel (Ferrari)
AP

Daniel Ricciardo (Red Bull) vor Sebastian Vettel (Ferrari)


Hier sind die Pressestimmen zum Großen Preis von Monaco:

ENGLAND

Daily Mail: "Die Zeit ist gekommen, um eine Lüge zu entlarven. Wenn Monaco die Heimat des größten Rennens der Welt ist, dann sollten wir uns vor das nächste Auto werfen. Für zwei betäubende Stunden wurde die romantische Vorstellung von Monaco mal wieder von der Realität verdrängt: Die moderne Formel 1 ist dem Fürstentum entwachsen."

The Guardian: "Ricciardos Reise zum Gipfel beim Monaco-Grand-Prix hätte nicht beschwerlicher sein können. Das Rennen war, wie so oft in Monaco, eine Prozession, aber der Australier musste trotzdem einige Hindernisse überkommen."

Daily Mirror: "Daniel Ricciardo pflegte seinen verwundeten Red Bull, bis er endlich die Ziellinie erreicht hatte. Ihm fehlte über weite Teile des Rennens Leistung, dennoch hielt er Vettel und Hamilton tapfer hinter sich."

ITALIEN

Tuttosport: "Ricciardo siegt beim Grand Prix der Langweile. Der Australier verteidigt mit Händen und Füßen seine Führungsposition auf den verwinkelten Straßen Monte Carlos. Der zweite Platz ist ein schwacher Trost für Vettel und Ferrari."

Gazzetta dello Sport: "Monte Carlo feiert König Ricciardo. Der Sieg des Australiers ist voll verdient. Ferrari erobert einen zweiten Platz, von einem Auto wie dem SF71H erwartet man sich aber einfach mehr. Hätte Vettel die Pole Position erobert, wäre das Resultat anders gewesen. Das Rennen ist für ihn frustrierend, weil er 78 endlose Runden hinter Ricciardo bleiben muss."

Corriere dello Sport: "Ricciardo siegt und alle feiern. Wenn diese WM ein Duell zwischen Vettel und Hamilton ist, müssen sich die beiden Piloten beim nächsten Grand Prix in Kanada in zwei Wochen auf einen zähen Kampf vorbereiten. Monte Carlo war gestern nur eine traurige Prozession."

Corriere della Sera: "Ferrari begnügt sich mit dem zweiten Platz. Doch die Frage lautet: Warum hat Vettel nie wirklich Ricciardo angreifen können, trotz der Probleme des Australiers? Die Wahrheit ist, dass alles beim Start beschlossen wird."

Repubblica: "Ricciardo ist von Revanchelust beseelt, ein Tier, das seine Wunden überlebt und siegt. Die Verlängerung des Vertrags rückt jetzt für ihn näher. Kein Risiko, aber auch keine Überraschungen in Monte Carlo. Alles ist auf den Grand Prix in Montreal verschoben."

SPANIEN

Marca: "Quälender Sieg für Ricciardo. Der Australier dominiert das Rennen von Anfang bis zum Ende trotz seiner Probleme. Es war, wie so oft in Monte Carlo, kein besonderes Rennen."

As: "Ricciardo: Sieg eines Genies, und das mit zwei Gängen weniger. Für Vettel ist es eine Genugtuung, das Rennen vor Hamilton beendet zu haben."

Sport: "Ricciardo gewinnt in Monaco und schließt damit das perfekte Wochenende. Eigentlich gab es keine großen, herausragenden Momente, das ist bei diesem Kurs nichts Außergewöhnliches."

El Mundo Deportivo: "Die beste Abwehr ist der beste Angriff - dieses Motto hatte Ricciardo im Kopf. Der Australier hatte seit dem Start den Sieg in der Tasche. Vettel machte es sich diesmal sehr bequem, riskierte sehr wenig, um nicht frühzeitig ein Stück WM-Titel an Hamilton abzugeben."

SCHWEIZ

Neue Zürcher Zeitung: "Ricciardo gelingt in Monte Carlo ein Meisterwerk. Es ist so etwas wie der Triumph des menschlichen Willens über die Launen der Maschine. Daniel Ricciardo erlebt beim Großen Preis von Monaco das befriedigendste Wochenende seiner Formel-1-Karriere."

Zusammengestellt vom sid

chh

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