Red-Bull-Besitzer Mateschitz "Vettel hat es verdient wie kaum jemand sonst"

Red-Bull-Besitzer Dietrich Mateschitz gehört zu den Gewinnern der Formel-1-Saison. Sein Engagement ist mit dem Fahrertitel für Sebastian Vettel und der Konstrukteurswertung belohnt worden. "Das ist nicht zu toppen", sagte der 66-Jährige. Und traut Vettel noch viele WM-Titel zu.

Mateschitz (r.), Vettel (l.): "Wir haben keine Präferenz gehabt"
AP

Mateschitz (r.), Vettel (l.): "Wir haben keine Präferenz gehabt"


Frage: Was bedeutet es Ihnen, dass ausgerechnet Sebastian Vettel Weltmeister geworden ist?

Mateschitz: Wir haben keine Präferenz gehabt, ob Mark Webber oder Sebastian Vettel, sondern haben ganz einfach gesagt, wer am Ende die Nase vorn hat, ist der Glücklichere. Man darf nicht vergessen, dass auch Mark Webber das ganze Jahr über einen phantastischen Job gemacht hat. Jetzt konzentriert sich natürlich alles auf den Weltmeister. Das ist normal im Sport. Der Zweite ist der erste Verlierer. Nächstes Jahr ist es vielleicht wieder andersrum. Aber wir freuen uns natürlich alle mit Sebastian. Er hat es verdient wie kaum jemand sonst. Es ist ein großer Punkt, dass er der jüngste Weltmeister ist. Darüber kann man sich nur freuen.

Frage: Als Sie mit Ihrer Firma in die Formel 1 eingestiegen sind, haben Sie da gedacht, dass so etwas wie in diesem Jahr wirklich möglich ist?

Mateschitz: Es ist immerhin 16 Jahre her, dass wir uns für die Formel 1 entschieden haben. Wir waren ja zehn Jahre lang schon Gesellschafter beim Sauber-Team. Aber das ist schon schnell gegangen.

Frage: Was hat Sebastian Vettel für eine Zukunft vor sich?

Mateschitz: Der Weg zum Weltmeistertitel führt sicherlich in den nächsten Jahren über Sebastian, vorausgesetzt, er sitzt im richtigen Auto. Wir werden uns bemühen, ihm dieses Auto zu geben. Wenn wir dazu nicht imstande sind, dann muss man ihm auch verzeihen, dort hinzugehen, wo er wieder Weltmeister werden kann.

Frage: Was passiert nach der Rückkehr in Salzburg?

Mateschitz: Wir haben Mitarbeiter unserer Firma, das sind mittlerweile mehr als tausend allein in Salzburg, eingeladen, um 50 Prozent Weltmeister mit der Möglichkeit auf 100 Prozent Weltmeister gemeinsam zu feiern. Das tun wir am Montag im Hangar 7. Es wird ein fürchterliches Chaos werden, aber lustig.

Frage: Ist dieser Erfolg für Sie der größte Moment im Bereich Sport?

Mateschitz: Im Bereich Sport mit Sicherheit. Es ist ganz einfach so, dass da nichts mehr drüber geht. Die Formel 1 ist innerhalb des Motorsports das Level. Wenn man dann nicht nur Weltmeister, sondern Doppelweltmeister wird, dann ist das nicht zu toppen.

Aufgezeichnet von Thomas Straka, sid



insgesamt 714 Beiträge
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Chefdenker71 14.11.2010
1. es kann nur einen Sieger geben
Zitat von sysopÜberlegener Sieger in Abu Dhabi, jüngster Formel-1-Weltmeister der Renngeschichte: Sebastian Vettel genießt seinen WM-Triumph. Diskutieren Sie über das Herzschlagfinale auf dem Wüstenkurs.
Nicht unbedingt mein Wunschkandidat, aber verdient gewonnen - Glückwunsch!
ohmscher 14.11.2010
2. Hu
Zitat von sysopÜberlegener Sieger in Abu Dhabi, jüngster Formel-1-Weltmeister der Renngeschichte: Sebastian Vettel genießt seinen WM-Triumph. Diskutieren Sie über das Herzschlagfinale auf dem Wüstenkurs.
Durch einen genau zur richtigen Zeit eingelegten Boxenstopp wurde Sebastian Vettel zum jüngsten Formel-1-Weltmeister.
gnoib 14.11.2010
3.
das Ferrari sich mit der Tiktak verpeilt ist schon ein gerechter ausgleich fuer die Manipulation.
archelys, 14.11.2010
4. Kleingeist
Zitat von sysopÜberlegener Sieger in Abu Dhabi, jüngster Formel-1-Weltmeister der Renngeschichte: Sebastian Vettel genießt seinen WM-Triumph. Diskutieren Sie über das Herzschlagfinale auf dem Wüstenkurs.
Zit. aus SPIEGEL-Fotostrecke: "Hier hält ein Fan eine Mütze hoch. Beim Public Viewing..." Stößt es eigentlich den Berichterstattern gar nicht sauer auf, wenn sie 'Public Viewing' schreiben müssen?
seppiverseckelt 14.11.2010
5. Nochmalig : Gerecht !!!!!
Kein anderer Titelaspirant hatte mit sovielen unverschuldeten Malaisen und Ausfällen zu kämpfen -alleine schon der ausfall im drittletzten rennen- in führung liegend- 25 Punkte weg - dasselbe schon bei den beiden ersten Saisonrennen-jeweils in Führung liegend- zusammen wären allein d a s 75 Punkte Vorsprung vor dem letzten Rennen- er h ä t t e längst schon Weltmeister dieser Saison sein MÜSSEN- DESHALB kann Ihm NIEMAND den Respekt und die Anerkennung verweigern- d e r Ausgang dieser Saison ist am Ende alleine GERECHT !!!!!
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