Formel 1 Kubica steht vor dem Comeback

Vor sieben Jahren wurde er bei einem Rallyeunfall schwer verletzt, im kommenden Jahr will er wieder in der Formel 1 fahren: Robert Kubica soll mit dem Williams-Rennstall einig sein.

Robert Kubica
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Robert Kubica


Der Pole Robert Kubica hat sich einem Medienbericht zufolge mit dem Williams-Team auf einen Vertrag für ein Comeback in der kommenden Formel-1-Saison geeinigt. Der 33-Jährige werde an der Seite des Briten George Russell für den Traditionsrennstall starten und so nach acht Jahren wieder in der Königsklasse fahren, berichtete das Fachportal motorsport.com am Mittwoch. Der Deal solle am Donnerstag im Fahrerlager beim Saisonfinale in Abu Dhabi verkündet werden.

Kubica galt bis zu seinem schweren Rallyeunfall im Februar 2011 als kommende Weltmeister-Hoffnung in der Formel 1. Er war 2006 von BMW-Sauber engagiert worden und hatte 2008 in Kanada seinen einzigen Grand-Prix-Sieg gefeiert. Zur Saison 2010 wechselte er zu Renault. Anfang 2011 verunglückte Kubica bei einer Rallye in Italien schwer und zog sich dabei eine Handverletzung zu, die ihn bis heute einschränkt.

Dennoch hatte er zuletzt immer wieder Testfahrten absolviert und war in diesem Jahr Ersatzpilot bei Williams. Ferrari soll ihm eine Rolle als Simulator-Fahrer angeboten haben. Kubica aber entschied sich nun offenbar für ein Formel-1-Comeback beim zuletzt sportlich abgeschlagenen Williams-Team.

aha/dpa



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w.diverso 21.11.2018
1. Die bei Wiliams
müssen schon sehr verzweifelt sein. Wenn man sich die Erfolge von Kubica in der WRC ansieht, sehr oft ist er dort durch eigene Fehler gecrasht, wird das keine billige Saison für Williams werden. Aber bei der Formel 1 kommt es ja ohnehin mehr auf den Showfaktor als auf gute Fahrer an.
uzsjgb 21.11.2018
2.
Zitat von w.diversomüssen schon sehr verzweifelt sein. Wenn man sich die Erfolge von Kubica in der WRC ansieht, sehr oft ist er dort durch eigene Fehler gecrasht, wird das keine billige Saison für Williams werden. Aber bei der Formel 1 kommt es ja ohnehin mehr auf den Showfaktor als auf gute Fahrer an.
Seit wann werden Formel 1-Fahrer anhand ihrer Ergebnisse aus dem Rallyesport beurteilt? Vor allem Ergebnisse, die mehrere Jahre alt sind? Dann hätte Ferrari ja nie Räikkönen verpflichten können, so oft wie der durch eigene Fehler rausgeflogen ist. Wie übrigens ein Großteil aller Rallyefahrer auch. Viel sinnvoller wäre es doch Kubica anhand seiner Ergebnisse in der Formel 1 zu beurteilen. Und da hat Williams mittlerweile Daten aus einem Jahr mit vielen tausenden Kilometern auf der Strecke und im Simulator. Die wissen genau, was sie bekommen. Was Williams vor allem braucht ist ein Fahrer mit Erfahrung, der das Team voranbringen kann. Dieses Jahr hatte man mit Stroll und Sirotkin keinen solchen Fahrer. Und neben dem Neuling Russell wäre ein zweiter unerfahrener Fahrer für Williams eine sehr schlechte Lösung. Das hat man wohl aus 2018 gelernt. Kubica hat ja ein ganzes Jahr als Testfahrer mit den Ingenieuren zusammenarbeiten können, da weiß man, was man hat. Und auch andere Teams wissen wohl, was man an Kubica hat. Kubica hatte auch ein Angebot von Ferrari als Testfahrer.
Referendumm 21.11.2018
3. Interessant
Zitat: "Ein weiteres Argument, das Kubica in die Waagschale werfen kann, sind seine polnischen Sponsoren, die Geld in die klamme Teamkasse von Williams spülen." Interessant dürfte es auch werden, ob und wie er beim GP in Monaco fährt. Kubica selber hatte nämlich eingeräumt, dass er die ganz engen Kurven in Monaco mit seinem nicht uneingeschränkt funktionsfähigen rechten Arms NICHT fahren kann. Ein paar Runden könnte er es ev. schaffen und dann? Wird auf jeden Fall interessant werden in 2019.
mhuz 21.11.2018
4.
Es gibt so viel junge Fahrer, die Platz suchen. Ob ältere Fahrer, unbedingt schneller werden ? Schumacher hat man damals als 7 fache Weltmeister wieder Aktiviert und so richtig eingeschlagen hat er nicht.
uzsjgb 21.11.2018
5.
Zitat von ReferendummZitat: "Ein weiteres Argument, das Kubica in die Waagschale werfen kann, sind seine polnischen Sponsoren, die Geld in die klamme Teamkasse von Williams spülen." Interessant dürfte es auch werden, ob und wie er beim GP in Monaco fährt. Kubica selber hatte nämlich eingeräumt, dass er die ganz engen Kurven in Monaco mit seinem nicht uneingeschränkt funktionsfähigen rechten Arms NICHT fahren kann. Ein paar Runden könnte er es ev. schaffen und dann? Wird auf jeden Fall interessant werden in 2019.
Warum ein uraltes Zitat hervorholen? Seitdem sind einige Jahre vergangen und es hat sich viel verändert. Kein Team würde einen Fahrer einstellen, der nicht alle Rennen fahren kann. Fraglich, ob die FIA so einen Fahrer überhaupt antreten lassen würde.
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