Vettel zum Formel-1-Titelkampf "Es ist schwer genug"

Kann Sebastian Vettel den Rückstand auf die WM-Führung doch noch wettmachen? Vor dem Rennen in Austin äußerte sich der Deutsche zu seinen Chancen. Lewis Hamilton setzt perspektivisch auf den Namen Schumacher.

Sebastian Vettel
DIEGO AZUBEL/EPA-EFE/REX/Shutterstock

Sebastian Vettel


67 Punkte Vorsprung bei nur noch vier verbleibenden Rennen: Lewis Hamilton ist Sebastian Vettel in der Formel-1-Weltmeisterschaft mit zuletzt vier Siegen in Serie davongeeilt.

Vor dem US-Grand-Prix in Austin zeigte sich der deutsche Ferrari-Pilot im Hinblick auf seine WM-Chancen realistisch. "Es ist schwer genug, die nächsten vier Rennen perfekt zu absolvieren und idealerweise alle zu gewinnen", sagte Vettel: "Aber selbst dann weiß auch jeder, dass es nicht nur an uns hängt."

Vor allem hängt es am WM-Führenden Hamilton. Der Mercedes-Pilot könnte seine fünfte Weltmeisterschaft bereits in Austin perfekt machen. Dazu müsste er das Rennen gewinnen und parallel darauf hoffen, dass Vettel nicht über Platz drei hinauskommt. Trotz der komfortablen Führung in der Gesamtwertung warnte Hamilton sein Team vor dem Rennen in den USA. "Wir können uns nicht entspannt zurücklegen", sagte er.

Entspannt zurücklegen kann sich bei Ferrari ohnehin niemand. Vettels Team habe "in den vergangenen Wochen ein bisschen Speed verloren", sagte der 31-Jährige. "Ich glaube, dass das ausschlaggebend war, dass wir nicht wirklich dagegen halten konnten."

Hamilton und Alonso glauben an Mick Schumacher

Dagegenhalten könnte in Zukunft ein anderer deutscher Rennfahrer. Zumindest, wenn es nach zwei Weltmeistern gehen würde. Hamilton sieht Mick Schumacher auf dem Sprung in die Formel 1. "Einerseits wegen des Namens, aber andererseits auch, weil er einen tollen Job macht", sagte der Brite. Auch Fernando Alonso würde den Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher gerne in der Formel 1 sehen. "Ich sehe nur von außen, wie er sich entwickelt, aber die Ergebnisse sprechen für sich", sagte der Weltmeister von 2005 und 2006.

Mick Schumacher
Getty Images

Mick Schumacher

Mick Schumacher hatte in der vergangenen Woche die Formel-3-Europameisterschaft gewonnen. Durch den Titelgewinn sammelte der 19-Jährige ausreichend Punkte für die sogenannte Superlizenz, die Rennlizenz für die Formel 1. In der kommenden Saison wird Schumacher aller Voraussicht nach aber noch nicht in der höchsten Rennklasse, sondern zunächst in der Formel 2 starten. Dennoch sagte Alonso: "Es wäre fabelhaft für den Sport, wenn der Name Schumacher wieder in der Formel 1 wäre."

hba/dpa/sid



insgesamt 3 Beiträge
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BerndBecker 19.10.2018
1. Mehr als jemals zuvor: verdienter Weltmeister!
Hamilton hat es mehr als jemals zuvor verdient, Vettel hat es mehr als jemals zuvor aus eigenem Antriebe (?) vergeigt. Also alles in Ordnung, sporliche Gerechtigkeit, Gratulation!
Emil Peisker 19.10.2018
2. Rennstrecke Austin...
Im Rennstreckenteil des Livetickers wird Austin als Runde bezeichnet, die im Uhrzeigersinn gefahren wird. Die Graphik der Strecke sagt das Gegenteil. Was, liebe Graphikabteilung des Spon, ist denn nun richtig???
Alias iacta sunt 19.10.2018
3. Wahrscheinlichkeit SV = WM 2018 gegen null.
1. habe ich das zunächst Thema verfehlt als ich meinte es geht nur um MS jun., sorry 2. Die Wahrscheinlichkeit ist sehr hoch, dass LH WM wird. Verdient hat das vor allem ein ganzes Team mit Rennstall, Rennwagen, Top-Unterstützungsfahrer, Taktikexperten, Reifenunterstützung und dem Nr. 1 Fahrer LH. 3. Und ich glaube, dass LH die WM viel mehr verdient hat, als er gegen NR im gleichen überlegenen Auto sich behaupten konnte. 4. Wer den Schaden hat, spottet jeder Beschreibung.
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