Formel-1-Fahrer 2014 Fünf Weltmeister, drei Neue und "Disco Dan"

Anschnallen bitte, es geht los! Die Formel-1-Saison 2014 beginnt - und alle jagen den vierfachen Weltmeister Sebastian Vettel. Auch abseits des Titelrennens gibt es interessante Charaktere. Von "Disco Dan" bis zum "Iceman": Hier sind alle Fahrer im Kurzporträt.

Neuer Vettel-Teamkollege Ricciardo: Mit guter Laune zum Erfolg
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Neuer Vettel-Teamkollege Ricciardo: Mit guter Laune zum Erfolg

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Hamburg - Das Red-Bull-Team feiert, Sebastian Vettel jubelt und reckt den WM-Pokal in die Höhe: Die Saison 2013 endete wie die drei vorangegangenen. "Als ich klein war, habe ich mir immer versucht vorzustellen, wie sich das anfühlt, hier zu stehen. Jetzt bin ich überwältigt", sagte Vettel Ende Oktober in Indien, nachdem er zum vierten Mal in Folge die Formel-1-Weltmeisterschaft geholt hatte.

Das ist nun alles Geschichte. Wenn am Sonntag (7 Uhr, Liveticker SPIEGEL ONLINE) im Albert Park Circuit von Melbourne die roten Lichter über der Strecke ausgehen und das erste Rennen der neuen Saison startet, dann beginnt die PS-Jagd auf die WM-Krone aufs Neue. Und Vettel ist der Gejagte, wieder einmal.

Doch wer kann dem Red-Bull-Piloten gefährlich werden? Einer der vier anderen Ex-Weltmeister im Feld? Oder Mercedes-Pilot Nico Rosberg, der als Geheimfavorit gilt? Und was kann eigentlich der neue Fahrer aus Russland?

Veteranen, Aufsteiger, Neulinge - hier sind alle Formel-1-Piloten der neuen Saison im Überblick:

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Sebastian Vettel, Deutschland, 26 Jahre (120 GP-Starts, 39 Siege, 4 WM-Titel, 8. Saison)

Aktuelles Team: Red Bull
Bisherige Teams: BMW, Toro Rosso


Er ist der Dominator der vergangenen Jahre: Vier Titel in Folge hat Vettel gewonnen, nun greift er nach WM-Triumph Nummer fünf. Der 26-Jährige gilt als Perfektionist, überlässt nichts dem Zufall. Seine Stärken: Schnelligkeit und Rennkontrolle. Kritiker sagen jedoch, dass vor allem sein starkes Auto verantwortlich ist für die vielen Erfolge. In den vergangenen Jahren war Vettel immer wieder mit Stallkonkurrent Mark Webber aneinandergeraten, der Australier ist nun nicht mehr im Team. Zur kommenden Saison müssen Vettel und Red Bull allerdings noch "viele Baustellen, größere und kleinere" beheben, damit es rund läuft.

DPA

Daniel Ricciardo, Australien, 24 Jahre (50 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 7. Platz, 4. Saison)

Aktuelles Team: Red Bull
Bisherige Teams: HRT, Toro Rosso

Der Australier ist eine echte Frohnatur, das kam bislang bei seinen Teams gut an. Selten sieht man den 24-Jährigen ohne Grinsen im Gesicht. Seinen Spitznamen "Disco Dan" bekam er, weil er im Auto seiner Mutter Drifts vor der Disco hinlegte. Natürlich um Mädchen zu imponieren. Sein guter Grundspeed und seine Fähigkeit, sich schnell an unterschiedliche Autos anzupassen, stehen einer großen Schwäche gegenüber: der Inkonstanz. Auch die Testfahrten lassen noch Luft nach oben, in Jerez hatte Ricciardo große Probleme mit dem Red Bull - doch die hatte Vettel auch. Der Weltmeister verkündete übrigens, in Anlehnung an Ricciardo-Vorgänger und Landsmann Webber: "Ich habe einen weiteren Australier, der versucht, mir das Leben schwerzumachen."

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Nico Rosberg, Deutschland, 28 Jahre (147 GP-Starts, 3 Siege, 9. Saison)

Aktuelles Team: Mercedes
Bisheriges Team: Williams

Rosberg ist schon fast zehn Jahre in der Formel 1, Erfolge stellten sich aber lange Zeit nicht ein, Experten warfen ihm vor, ihm fehle der Killerinstinkt. In der vergangenen Saison zeigte Rosberg dann doch sein Potential: Er fuhr zwei seiner insgesamt drei GP-Siege ein, sein wichtigster Triumph war dabei sicherlich der Erfolg in Monaco: Dort hatte bereits sein Vater Keke gewonnen. In der Fahrerwertung wurde Rosberg Sechster. Er gilt als Gentleman und ist im Fahrerfeld beliebt. Rosberg spricht Deutsch, Englisch, Französisch und Italienisch.

DPA

Lewis Hamilton, Großbritannien, 29 Jahre (129 GP-Starts, 22 Siege, 1 WM-Titel, 8. Saison)

Aktuelles Team: Mercedes
Bisheriges Team: McLaren

Sein erstes Mercedes-Jahr hat Hamilton nun hinter sich, begonnen hatte es mit einem Fauxpas in der Boxengasse. Der Brite hielt - wohl aus alter Gewohnheit - beim Großen Preis von Malaysia an der McLaren-Box. Für den Rennstall war Hamilton viele Jahre lang gefahren und hatte 2008 seinen ersten WM-Titel feiern dürfen - es ist bislang sein einziger geblieben. Kritiker sagen, der Grund dafür seien sein Privatleben und seine Launen. Sein Talent ist unbestritten, allerdings kam Hamilton in den vergangenen fünf Jahren nicht mehr unter die besten drei. Für die kommende Saison hat er jedoch eine Leistungssteigerung angekündigt: "Der Mercedes wird sich viel mehr anfühlen wie mein Auto, er wird noch besser zu mir passen."

DPA

Kimi Räikkönen, Finnland, 34 Jahre (194 GP-Starts, 20 Siege, 1 WM-Titel, 12. Saison)

Aktuelles Team: Ferrari
Bisherige Teams: Sauber, McLaren, Lotus

Er ist der "Iceman", extrem cool und nervenstark auf der Rennstrecke. Seine bisherige Laufbahn krönte der Finne 2007 mit seinem bislang einzigen WM-Titel - im Ferrari. Doch es gibt auch noch einen anderen Räikkönen: Der ist nach Niederlagen nicht ansprechbar und fällt mit einer mangelhaften Arbeitseinstellung auf. Am Rande eines Rennens in Monaco stürzte er betrunken von einem Boot, in einer Disco kämpfte er gegen einen aufblasbaren Delfin. Medien mag Räikkönen nicht so gerne: "Ohne die Presse wäre die Formel 1 ein Paradies", sagte er einmal. Nach einer zweijährigen Auszeit, während der er sich im Rallyesport austobte, unterschrieb Räikkönen bei Lotus. Von dem Rennstall trennte er sich in der vergangenen Saison trotz eines Sieges im Streit, nachdem Gehaltszahlungen ausgeblieben waren. Nun also die Rückkehr zu Ferrari.

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Fernando Alonso, Spanien, 32 Jahre (217 GP-Starts, 32 Siege, 2 WM-Titel, 14. Saison)

Aktuelles Team: Ferrari
Bisherige Teams: Minardi, Renault, McLaren

Zwei WM-Titel hat er schon (2005, 2006) - und jedes Jahr ist Fernando Alonso aufs Neue Titelkandidat. 2013 wurde er Zweiter, doch in der zweiten WM-Hälfte performte der Ferrari nicht so, als dass Vettel Angst hätte haben müssen. Im Fahrerfeld genießen Alonsos Fähigkeiten großen Respekt: "Fernando ist der Schnellste von allen", sagt etwa Mercedes-Pilot Lewis Hamilton: "Er ist der stärkste Fahrer." Der Spanier ist in jedem Fall einer der Erfahrensten, er geht bereits in seine 14. Saison. Spannend wird es sein, wie sich Alonso mit seinem neuen Teamkollegen Kimi Räikkönen verstehen wird, denn eigentlich akzeptiert er keine Stars neben sich. Seinen größten Traum hat sich Alonso erfüllt: Bereits als Schuljunge wollte er Formel-1-Fahrer werden, sein Vater hatte ihm zudem gesagt: "Du kannst noch so viele Rennen gewinnen und sogar Weltmeister werden. Aber wenn du nie einen Ferrari gefahren hast, bist du nicht komplett." Insofern kann man Alonso wohl "komplett" nennen.

DPA

Romain Grosjean, Frankreich, 27 Jahre (45 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 2. Platz, 6. Saison)

Aktuelles Team: Lotus
Bisheriges Team: Renault

"Da war er wieder, der Verrückte aus Kurve eins" (Mark Webber), "Wieder der Grosjean! Er hat mir mein Rennen kaputtgemacht!" (Nico Rosberg): Keine Frage, viele Freunde hat sich der Franzose Grosjean mit seinem Fahrstil nicht gemacht. Fast ein Dutzend Mal war er 2012 in Kollisionen verwickelt, er wurde sogar gesperrt. Dass er dennoch fahrerische Qualität besitzt, belegte er mit drei Podestplätzen in derselben Saison. Lotus stand zu Grosjean - und in der vergangenen Saison zeigte dieser sich dann auch reifer und erfolgreicher. Deutlich konstanter sammelte er Punkte, fuhr sechsmal aufs Podium. Nach dem Abgang von Räikkönen ist er nun die unangefochtene Nummer eins bei Lotus und peilt seinen ersten Sieg an: "An dem Tag, an dem es passiert, werden wir eine große Party feiern", sagte er dem "Motorsport-Magazin".

DPA

Pastor Maldonado, Venezuela, 29 Jahre (58 GP-Starts, 1 Sieg, 4. Saison)

Aktuelles Team: Lotus
Bisheriges Team: Williams

Den 13. Mai 2012 wird Maldonado wohl nie vergessen. "Very good drive" schallte es über den Boxenfunk, als er über die Ziellinie beim Großen Preis von Spanien fuhr. Es war sein erster und bislang einziger Grand-Prix-Sieg, der erste eines Venezolaners überhaupt. Sonst verlief die Karriere des Lotus-Piloten eher unauffällig, er ist ein sogenannter Paydriver, fährt also in erster Linie, weil er eigene Sponsoren mitbringt. Sein Gönner war lange der mittlerweile verstorbene Staatschef Hugo Chavez, sein Ex-Rennstall Williams soll angeblich 180 Millionen Euro für die drei Jahre bekommen haben, in denen Maldonado ein Cockpit besetzte. Bei Lotus ersetzt er den zu Ferrari gewechselten Kimi Räikkönen.

DPA

Kevin Magnussen, Dänemark, 21 Jahre (Formel-1-Debütant)

Aktuelles Team: McLaren
Bisherige Teams: -

Einer von insgesamt drei Formel-1-Debütanten. Der junge Däne wird mit der Startnummer 20 antreten. Auch sein Vater Jan war in den neunziger Jahren auch McLaren-Rennfahrer, nun tritt sein Sohn in seine Fußstapfen. Magnussen gewann 2013 die Formel Renault 3.5, er durchlief das Förderprogramm von McLaren, war Testfahrer für den Formel-1-Rennstall und arbeitete im Simulator. Nun fühlt er sich bereit für die Königsklasse: "Ich habe in jedem Auto gewonnen, das ich gefahren bin. Warum sollte sich das in der Formel 1 ändern? Ich fühle es einfach, dass ich bereit bin", sagte er dem "Motorsport-Magazin".

AP

Jenson Button, Großbritannien, 34 Jahre (249 GP-Starts, 15 Siege, 1 WM-Titel, 15. Saison)

Aktuelles Team: McLaren
Bisherige Teams: Williams, Benetton, BAR, Honda, Brawn GP

Jenson Button hat in seiner langen Karriere schon fast alles erlebt. 2008 schien seine Laufbahn nach dem Ausstieg von Honda aus der Formel 1 bereits beendet zu sein, doch dann übernahm Ross Brawn den Rennstall - und Button feierte den WM-Sieg. "Vom Arbeitslosen zum Weltmeister", schrieb die „Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung“ damals. Es war eine Erlösung für den Briten, bei dem sich Erfolg und Misserfolg stets abwechselten: "Jetzt fühle ich mich vom Druck befreit", verriet er dem "Kicker". Seit seinem Triumph wurde Button noch einmal Vizeweltmeister, im vergangenen Jahr allerdings nur Neunter. Seinem Teamkollegen Magnussen wird er viele Ratschläge geben können: "Jenson hat mir mal gesagt, dass er nie aufhört zu lernen, obwohl er bereits knapp 250 Rennen absolviert hat", sagte der McLaren-Debütant.

REUTERS

Sergio Perez, Mexiko, 24 Jahre (57 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 2. Platz, 4. Saison)

Aktuelles Team: Force India
Bisherige Teams: Sauber, McLaren

Schon mit 15 Jahren kam der Mexikaner nach Europa, um seinen Traum zu verwirklichen: "Ich will in die Formel 1." Perez gilt als Bezahlfahrer, wird unterstützt vom mexikanischen Milliardär Carlos Slim Helu und dessen Telekommunikationskonzern Telmex, konnte 2012 jedoch mit drei Podestplätzen für Sauber (Zweimal Zweiter, einmal Dritter) sein sportliches Können unter Beweis stellen. Bei McLaren lief es 2013 nicht so gut. Ab der kommenden Saison fährt Perez für Force India: "Das Auto hat sich bei meiner ersten Ausfahrt in Jerez noch ganz ungewohnt angefühlt, doch nach dem heutigen Tag habe ich mich schon an das neue Fahrgefühl gewöhnt. Es gibt sehr viel weniger Abtrieb und jede Menge Power, das ist eine interessante Herausforderung."

DPA

Nico Hülkenberg, Deutschland, 26 Jahre (58 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 4. Platz, 4. Saison)

Aktuelles Team: Force India
Bisherige Teams: Williams, Sauber

Der Deutsche, Spitzname "Hülkinator", gilt als talentierter Fahrer, holte 2013 insgesamt 51 WM-Punkte - doch seine Zukunft stand gegen Ende der vergangenen Saison in den Sternen. Eifrig wurden Teams ins Spiel gebracht, für die Hülkenberg 2014 starten sollte, am Ende entschied er sich für Force India. "Das Team hat sich hohe Ziele gesetzt und ich glaube, dass meine Erfahrung der vergangenen Jahre uns helfen wird, diese zu erreichen", sagt er. Bei seiner Premierensaison konnte Hülkenberg die Pole-Position für den GP von Brasilien herausfahren, die er jedoch nur einige 100 Meter halten konnte. In der vergangenen Saison legte er in Südkorea einen Husarenritt hin, am Ende sprang Rang vier heraus. "Nico fuhr ein Superrennen", sagte Mercedes-GP-Aufsichtsratschef Niki Lauda: "Wie er diesem gewaltigen Druck standhielt, war phantastisch."

DPA

Esteban Gutiérrez, Mexiko, 22 Jahre (19 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 7. Platz, 2. Saison )

Aktuelles Team: Sauber
Bisheriges Team: Sauber

Gutiérrez hat sein erstes Formel-1-Jahr hinter sich - mit mäßigem Erfolg. Lediglich sechs Punkte hatte der Mexikaner vorzuweisen. Dabei kam er mit einigen Vorschusslorbeeren, immerhin hatte er 2008 den Titel in der Formel BMW Europa gewonnen - mit gerade einmal 17 Jahren. 2010 folgte dann auch der GP3-Titel. An sich selbst stellt er hohe Erwartungen: "Ich möchte mit meiner Erfahrung ein Teamleader sein", sagte er: "Ich möchte meine Erwartungen erfüllen. Im Moment ist es schwer, präzise Erwartungen zu stellen, weil wir nicht wissen, wo wir stehen."

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Adrian Sutil, Deutschland, 31 Jahre (109 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 4. Platz, 7. Saison)

Aktuelles Team: Sauber
Bisherige Teams: Spyker, Force India

Sutil hat eine lange Negativ-Periode hinter sich. Nach einer Disco-Schlägerei , bei der er den Renault-Anteilseigner Eric Lux mit einem Glas schwer am Hals verletzte, wurde er 2012 zu einer Bewährungsstrafe von 18 Monaten verurteilt. Sein Arbeitgeber, Force India, gab ihm für 2012 kein Cockpit mehr - und Sutil verbrachte die Saison mit Expertentätigkeiten für den TV-Bezahlsender Sky. 2013 feierte er dann sein Comeback bei Force India, in der kommenden Saison fährt er für Sauber. "Ich habe im Verlauf des letzten Jahres gemerkt, dass ich das Team wechseln muss, um mich weiterzuentwickeln", sagte er der "Sport Bild": "Für mich ist das ein klarer Aufstieg."

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Jean-Eric Vergne, Frankreich, 23 Jahre (39 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 6. Platz, 3. Saison)

Aktuelles Team: Torro Rosso
Bisheriges Team: Toro Rosso

Vergne begann seine Karriere, wie so viele Formel-1-Rennfahrer, im Kart. 2010 siegte er in der britischen Formel-3-Rennserie. Sein Debüt in der Königsklasse des Motorsports gab er 2012 für Toro Rosso, dem Nachwuchs-Team von Red Bull. Für 2014 hatte er sich eigentlich Hoffnungen auf eine Beförderung ins Red-Bull-Team gemacht, doch statt ihm wird nun Daniel Ricciardo neben Vettel fahren. Die herbe Enttäuschung hat er jedoch gut verarbeitet: "Mir ist klar geworden, dass es für mich eigentlich gut war, nicht zu Red Bull zu gehen. Ich bin froh, hier zu sein, und es hat mich als Fahrer viel stärker gemacht.", sagte Vergne.

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Daniil Kwjat, Russland, 19 Jahre (Formel-1-Debütant)

Aktuelles Team: Torro Rosse
Bisherige Teams: -

Kwjats Verpflichtung für das frei gewordene Toro-Rosse-Cockpit war eine Überraschung. Der Russe hat zwar schon einige Erfolge in unterklassigen Rennserien vorzuweisen, ist allerdings gerade einmal 19 Jahre alt. Da in der kommenden Saison erstmals ein Formel-1-Rennen in Russland ausgetragen wird (Sotschi), glauben viele Experten, dass die Verpflichtung auch den besseren Vermarktungsmöglichkeiten geschuldet ist - auch wenn dies beim Toro-Rosso-Mutterkonzern Red Bull bestritten wird. Kwjat sei "eine Mischung aus Vettel und Kimi Räikkönen", sagt Red-Bull-Motorsportchef Helmut Marko.

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Felipe Massa, Brasilien, 32 Jahre (192 GP-Starts, 11 Siege, 12. Saison)

Aktuelles Team: Williams
Bisherige Teams: Sauber, Ferrari

Als Schumachers "Schattenmann" firmierte Felipe Massa bei Ferrari, später kämpfte er mit Kimi Räikkönen um die Vorherrschaft beim traditionsreichen Rennstall. In seinen acht Jahren bei den Italienern holte er 2008 sein bestes Saisonergebnis, als er Vizeweltmeister wurde. Die vergangene Saison war nach acht Jahren bei Ferrari seine vorerst letzte - Massa geht 2014 für Williams an den Start. "Felipe ist gut, täuscht euch da nicht", sagt Chef-Test-Ingenieur Rod Nelson Crash.net: "Er hat viel Erfahrung."

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Valtteri Bottas, Finnland, 24 Jahre (19 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 8. Platz, 2. Saison)

Aktuelles Team: Williams
Bisheriges Team: Williams

Massas Teamkollege ist der Finne Valtteri Bottas. Dieser hat deutlich weniger Erfahrung - und bislang auch noch keinen GP-Sieg vorzuweisen. Seine beste Platzierung erfuhr er in der vergangenen Saison beim Grand Prix in den USA, als er Achter wurde. 2014 soll es besser werden: "Es herrscht überall Aufbruchstimmung", sagt Bottas, dessen Freundin Emilia Pikkarainen ebenfalls sportlich ist: Sie nahm als Schwimmerin an den Olympischen Sommerspielen 2012 in London teil, wurde 27. über 200 Meter und 29. über 100 Meter Schmetterling.

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Max Chilton, Großbritannien, 22 Jahre (19 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 14. Platz, 2. Saison)

Aktuelle Team: Marussia
Bisheriges Team: Marussia

Der junge Brite hat unbestritten Talent für den Rennsport, dennoch verdankte er seinen Einstieg in die Formel 1 wohl in erster Linie der finanziellen Unterstützung des US-amerikanischen Unternehmens Aon Corporation, das als Sponsor auftritt und in dessen Vorstand Chiltons Vater Grahame sitzt. Vielleicht gelingen ihm ja in diesem Jahr bessere Ergebnisse als in seiner Debüt-Saison, als er Letzter im Abschluss-Klassement wurde.

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Jules Bianchi, Frankreich, 24 Jahre (19 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 13. Platz, 2. Saison)

Aktuelles Team: Marussia
Bisheriges Team: Force India

Nur unwesentlich bessere Ergebnisse als Chilton kann der Franzose Jules Bianchi vorweisen, auch wenn er aus einer Rennfahrer-Familie stammt. Sein Großvater war dreifacher GT-Weltmeister, sein Großonkel ein früherer Formel-1-Pilot. Früh in seiner Karriere wurde er in die neue Nachwuchs-Akademie der Scuderia Ferrari aufgenommen, in seinem ersten kompletten Jahr in der Königsklasse für Marussia bewegte er sich meist am Ende des Feldes.

AFP

Kamui Kobayashi, Japan, 27 Jahre (60 GP-Starts, bestes Rennergebnis: 3. Platz, 5. Saison)

Aktuelles Team: Caterham
Bisherige Teams: Toyota, Sauber

Kobayashi ist ein Toyota-Kind, er wurde in der Rennfahrer-Schule des japanischen Herstellers ausgebildet und debütierte auch für Toyota in der Formel 1. Nachdem sich der Konzern aus dem Renngeschäft zurückzog, ging er 2010 zu Sauber. Anders als bei vielen anderen erfolgreichen Sportlern kam der Antrieb jedoch nicht aus seinem Elternhaus: "Meine Eltern haben sich nie für den Rennsport interessiert. Sie haben nicht einmal ein Auto, obwohl mein Vater einen Sushi-Lieferservice betreibt." 2013 erhielt Kobayashi keinen Vertrag für die Formel 1 - und fuhr in der Fia-Langstrecken-Weltmeisterschaft. Für seine Rückkehr in die Königsklasse verzichtet er übrigens auf ein Gehalt bei Caterham und sammelte Sponsorengelder ein. "Wenn man nicht gerade einer der Top-Fahrer aus den Top-Teams ist, dann ist es in der Formel 1 heutzutage unglaublich schwierig, ein Cockpit zu bekommen", begründet Kobayashi seinen Schritt gegenüber "Sky Sports Online".

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Marcus Ericsson, Schweden, 23 Jahre (Formel-1-Debütant)

Aktuelles Team: Caterham
Bisherige Teams: -

Der Schwede ist der dritte Neuling im Fahrerfeld. Nach vier Jahren als GP2-Pilot will er es nun in der Formel 1 versuchen. "Im ersten Jahr wird es für mich darum gehen, so viel wie möglich von Kamui zu lernen. Ich darf mich glücklich schätzen, ihn als Teamkollegen zu haben", sagte Ericsson "Sky Sports Online".



insgesamt 4 Beiträge
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dieteroffergeld 13.03.2014
1. Und weiter?
Junge, eventuell auch der ein oder andere Spätpubertierende fahren mit aufgenmotzten Go-kards, die allerdings heuer keine nennenswerten Erkenntnisse für den Motorbau mehr liefern, und mit Millionenaufwand gepamper,t im Kreis. Ja und was soll das? Ach ja Publikum und Werbung und Gelddruckmaschinen ... und ... Langweilig, gaaanz langweilig!
stefan.p1 13.03.2014
2. ein tip
Zitat von dieteroffergeldJunge, eventuell auch der ein oder andere Spätpubertierende fahren mit aufgenmotzten Go-kards, die allerdings heuer keine nennenswerten Erkenntnisse für den Motorbau mehr liefern, und mit Millionenaufwand gepamper,t im Kreis. Ja und was soll das? Ach ja Publikum und Werbung und Gelddruckmaschinen ... und ... Langweilig, gaaanz langweilig!
das ist bei ihnen genau wie bei mir wenn dressurreiten ,Tennis oder syincron schwimmen gezeigt wird;mein ittel :Um oder Abschalten oder bei Langeweile weiter Unsinn in irgendwelchen Foren schreiben.
sados 13.03.2014
3. Kurz und knapp
Fernando Alonsos Vater hat recht. Um komplett zu sein muss man mal bei Ferrari gefahren sein. Zu Kimi. Kann man ihn widersprechen? Nein. Ohne Medien die immer und immer wieder die gleiche dumme Frage stellen wäre es einfacher. In jeder Sportart.
berlinitsystems 15.03.2014
4. Das ist peinlich
Das ist keine Königsklasse mehr sondern etwas schnelleres Go-Kart und Senne würde sich im Grabe umdrehen wenn er als Vollblutfahrer das sehen würde. Ich sage nur das geht gar nicht und höre nach 22 Jahren F1 gucken auf und fahre dieses Jahr nicht nach Monza was eigentlich immer ein Highlight war. Mir fällt dazu wirklich nichts mehr ein ausser gibt den F1 Fahrern doch nen E-Bike ist fasst das selbe nur etwas langsamer. Ich hoffe das sehen viele viele genau so wie ich!
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