Suzuka - Wie ein Sprecher von Toyota am Samstag erklärte, habe sich Glock bei seinem Unfall während des offiziellen Trainings auf dem Suzuka Circuit eine Schnittwunde am linken Bein zugezogen, ansonsten aber keine "signifikanten Verletzungen" erlitten. Der deutsche F1-Pilot, der in einen Reifenstapel gerast war, konnte das Krankenhaus bereits wieder verlassen.
Die Entscheidung, ob Glock am Sonntag beim 15. von 17 Saisonrennen starten kann, werde laut Toyota erst kurz vor dem Start (7 Uhr MESZ, Liveticker SPIEGEL ONLINE) entschieden. "Timo hat Kampfgeist. Wenn es irgendwie geht, wird er sicher fahren, wie ich ihn kenne", sagte Toyota-Teampräsident John Howett.
Sollte Glock, der auch über Rückenschmerzen klagte, nicht starten können, wäre Toyota beim Heimrennen mit nur einem Auto vertreten. Ersatzfahrer Kamui Kobayashi, der Glock wegen einer Erkältung und leichten Fiebers am Freitag im freien Training vertreten hatte, darf laut Reglement nicht mehr einspringen. Starten müsste Glock aus der Boxengasse, weil das Chassis seines Autos gewechselt werden musste.
Bestzeit im offiziellen Training fuhr Sebastian Vettel, der sich noch Hoffnungen auf den Gewinn des WM-Titels macht. Der 22-jährige Red-Bull-Fahrer benötigte 1:32,160 Minuten für seine schnellste Runde. "Timos Unfall sah beängstigend aus. Das Wichtigste ist, dass es ihm gut geht", sagte Vettel.
Mit der eigenen Vorstellung war Vettel sehr zufrieden. "Unser Auto lief fantastisch, ich bin sehr glücklich", sagte der derzeit beste deutsche F1-Pilot. "Sebastian hat einen brillanten Job gemacht", lobte Teamchef Christian Horner. Für Vettel war es die fünfte Pole Position seiner Karriere, die vierte in dieser Saison.
ach/sid/dpa
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