Zahme Bullen Webber verneigt sich vor Vettel

Feiern und Frieden schließen: Der neue Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel hat seinen Titel ausgiebig bejubelt - und Differenzen mit Teamkollege Mark Webber ausgeräumt. Jetzt beginnt für den 23-Jährigen mit der Vorbereitung auf die neue Saison wieder der Alltag.

Formel-1-Weltmeister Vettel (r.), Kollege Webber: Kriegsbeil begraben
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Formel-1-Weltmeister Vettel (r.), Kollege Webber: Kriegsbeil begraben


Hamburg - Formel-1-Weltmeister Sebastian Vettel und sein Teamkollege Mark Webber haben sich versöhnt. Webber sagte, er und Vettel hätten sich ausgesprochen. Die beiden Red-Bull-Piloten waren während der Saison auf und abseits der Strecke öfters aneinander geraten.

Der Australier war nach Vettels Triumph am Sonntag in Abu Dhabi zu seinem Kollegen gegangen und hatte ihm zum Weltmeistertitel gratuliert. Es sei der Zeitpunkt gewesen, an dem man sich einfach vor Vettels Leistung verneigen müsse, sagte Webber.

Am Dienstag ergänzte Webber bei einer Red-Bull-Pressekonferenz in Salzburg: "Es ist Vettel-Mania hier. Und er hat es verdient." Der 34-Jährige hatte sich mit dem elf Jahre jüngeren Teamkollegen in dieser Saison einen harten Kampf geliefert und am Ende hinter Ferrari-Pilot Fernando Alonso Rang drei in der Fahrerwertung erreicht. Vettel sagte, die jüngsten Gespräche hätten das Verhältnis zwischen Webber und ihm verbessert. "Ich denke, die Aussprache und die Zeit nach dem Rennen war gut für beide von uns."

Der Weltmeister hat mittlerweile seine Feier-Tour beendet. Nach einer Party-Nacht in Abu Dhabi flog Vettel nach München, von dort aus weiter nach Salzburg. Dort wurde er am Montagabend bei einem Empfang auf dem Flughafen von seinen Fans gefeiert. "Im Moment ist es nicht so einfach zu verstehen. Es ist der absolute Hammer", sagte Vettel, der mit viel Applaus empfangen wurde.

Am Dienstag reist Vettel zunächst weiter ins Firmenwerk nach Milton Keynes in England und dann zurück nach Abu Dhabi. Ab Freitag beginnt für den bisher jüngsten Formel-1-Weltmeister wieder der Alltag - und zwar mit Testfahrten für die neue Saison. Dennoch hofft Vettel auf etwas Muße in den kommenden Tagen. "Ich hatte noch nicht viel Zeit nachzudenken, was passiert ist", sagte der 23-Jährige. "Bis jetzt geht alles sehr schnell, man ist hin und weg, aber man braucht Zeit."

fah/sid

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