München - "Dieses Spiel ist so wichtig, dass wir die volle Unterstützung des Publikums benötigen, und ich erwarte, dass uns die Zuschauer von der ersten bis zur letzten Minute voll unterstützen", sagte Hitzfeld zur Begründung vor dem entscheidenden Spiel um den für die Qualifikation zur Champions League benötigten dritten Platz.
Mit seiner Maßnahme hofft Hitzfeld, die Brisanz um Effenberg von der Partie gegen die Berliner im Olympiastadion fern halten zu können. Bayerns 33-jähriger Mittelfeldstar hatte diese Woche wegen seiner umstrittenen Forderung nach Kürzung des Arbeitslosengeldes heftige Kritik eingesteckt, unter anderem von Gewerkschaftern, Politikern und Vertretern von Sozialverbänden. In einem Interview mit dem "Playboy" hatte Effenberg viele Arbeitslose pauschal als "Drückeberger" und "Absahner" abqualifiziert.
Mit Unmut reagierte Hitzfeld nach dem Training am Freitag auf die provokanten Aussagen des Spielführers: "Ich kann Stefans Meinung nicht vertreten. Er hat gesellschaftliche Verantwortung", sagte Hitzfeld. Effenbergs Äußerungen seien "unklug" gewesen. Er habe damit der Mannschaft keinen Gefallen getan, so der Bayern-Trainer. "Das ist eine Belastung für die Mannschaft, aber ich hoffe, dass sie alles abschütteln und sich auf das Sportliche konzentrieren kann."
Effenberg selbst, der bei Bayern München rund vier Millionen Euro pro Saison verdienen soll, blieb ausdrücklich bei seiner Aussage: "Ich stehe voll dazu."
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