Ciriaco Sforza: Erneute Heimkehr des verlorenen Sohnes
Kaiserslautern - Sforza unterschrieb in Kaiserslautern einen Vertrag bis zum 30. Juni 2004, mit der Option für ein weiteres Jahr. Der ehemalige FCK-Kapitän hatte bereits von 1993 bis 1995 (61 Bundesligaspiele/15 Tore) und von 1997 bis 2000 (92/4) beim FCK gespielt.
Der in München nicht mehr wohlgelittene Schweizer, dessen Vertrag beim FC Bayern vor vier Tagen aufgelöst worden war, wechselt ablösefrei zum Pfälzer Fußball-Bundesligisten. "Wir waren zum Handeln gezwungen, weil Marian Hristow wegen eines Kreuzbandrisses monatelang ausfällt", erklärte FCK-Vorstandsmitglied Gerhard Herzog am Sonntag.
Zudem war Sforza "zum Nulltarif" zu haben, fügte Herzog hinzu. Kaiserslautern ginge kein großes finanzielles Risiko ein. Der Vertrag mit dem 32 Jahre alten Defensivspieler sei stark leistungsbezogen. Zudem werde Hristows Gehalt bis zu dessen Genesung nach Angaben von Lauterns Aufsichtsratschef Robert Wieschemann von der Berufsgenossenschaft bezahlt.
Vor zwei Jahren im Unfrieden geschieden
Sforza, an dem auch der VfL Wolfsburg interessiert war, soll am Montag auf einer Pressekonferenz in Kaiserslautern offiziell vorgestellt werden und am Dienstag das Training beim FCK aufnehmen. Der 79-fache Schweizer Nationalspieler ist bereits am Samstag für die Heimpartie der Lauterer gegen den FC Schalke 04 spielberechtigt.
Sforzas zweites Gastspiel in der Pfalz endete im Mai 2000 - zwei Jahre nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft 1998 - im Unfrieden. Der damalige FCK-Mannschaftsführer hatte sich mit Cheftrainer Otto Rehhagel überworfen und wurde als Störenfried nach München abgeschoben - für die Lauterer Rekordablösesumme von rund zwölf Millionen Mark.
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