Englands Fußball-Aushängeschild Manchester United verzichtet in der kommenden Saison wegen Terminschwierigkeiten schweren Herzens auf seine Teilnahme am traditionsreichen Pokalwettbewerb um den FA-Cup. Dies teilte der "Triple"-Gewinner (Meister, FA-Cup-Gewinner und Champions-League-Sieger) am Mittwoch auf einer Pressekonferenz mit. Der Europokalgewinner nimmt statt dessen an der ersten Weltmeisterschaft für Klubmannschaften im Januar in Brasilien teil, die aufgrund Englands Bewerbung um die Ausrichtung der WM-Endrunde 2006 Priorität genießt.
"Wir wissen, daß viele unserer Fans enttäuscht sind, daß wir nicht im FA-Cup spielen. Wir sind es ebenfalls, aber wir haben nun die Chance, daß Manchester als erster Klub-Weltmeister in die Fußball-Geschichte eingeht", heißt es in einer offiziellen Stellungnahme der "Red Devils".
Der englische Verband (FA) hatte Manchester United die Freistellung vom FA-Cup angeboten. "Ungewöhnliche Situationen erfordern ungewöhnliche Entscheidungen", hatte FA-Generalsekreträr David Davies den Beschluß des Verbandes begründet.
Die Teilnahme der "Red Devils" an der Vereins-WM in Brasilien hat für Englands Verband umso höheren Stellenwert, weil bei einem "ManU"-Verzicht möglicherweise der Deutsche Meister Bayern München als Champions-League-Finalist nachgerückt wäre. Diese günstige Gelegenheit zur Präsentation des deutschen Fußballs wollte England dem Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Konkurrenten für die eigene WM-Bewerbung nicht überlassen.
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