Stuttgart - Ein Fußball als Sternenbild am Nachthimmel - mit dieser Visitenkarte stellt sich Deutschland zur WM 2006 der ganzen Welt vor. Im Beisein von Uefa-Präsident Lennart Johansson enthüllte WM-OK-Chef Beckenbauer im Stuttgarter Kunstmuseum 617 Tage vor Beginn der WM das offizielle Poster. Aus fünf Entwürfen entschied sich knapp ein Drittel von rund 50.000 Fans per Abstimmung für den Entwurf der Berliner Agentur "We Do Communications".
Doch während Johansson sich offenbar umgehend in das Plakat verliebt hatte ("Ich habe das Poster sehr gern - auch wenn es ganz anders ist als viele seiner Vorgänger") war Beckenbauer wenig angetan vom Entwurf: "Das Plakat ist ganz gelungen. Ein Drittel der Internet-User haben sich dafür entschieden, das muss man akzeptieren", sagte der DFB-Vizepräsident leicht fatalistisch, "so etwas ist halt immer Geschmacksache."
Nach den Gesichtern als WM-Symbol ("Celebrating Faces of Football"), die im Ausland teilweise als "lachende Ectasy-Pillen" bezeichnet wurden, haben die Organisatoren offenbar auch mit dem WM-Poster, das an Weihnachtsdekorationen in Fußgängerzonen erinnert, keinen Volltreffer gelandet - auch wenn die siegreiche Agentur ihren Entwurf wortreich erläuterte: "Wir haben zum Ausdruck gebracht, dass der Fußball während der WM für alle Fans am Himmel leuchtet und so die ganze Welt verbindet", sagte Gregor Blach von der "WE DO"-Geschäftsführung, "bei der WM werden die Fußballer als Stars in den Himmel gehoben."
Ganz am Ende bemühte sich übrigens auch Beckenbauer noch um lobende Worte: "Fußball hat ja eine Strahlkraft", mühte sich der "Kaiser" zu versichern, und "je länger man es betrachtet, desto besser wird es."
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Fußball-WM 2006 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH