Cottbus - Wie das Stadionmagazin von Energie Cottbus gestern berichtete, war unmittelbar vor dem letzten Heimspiel gegen Erzgebirge Aue am 28. Oktober von der Polizei ein in der Tribüne vergrabener 40 mal 30 Zentimeter großer Behälter entdeckt worden, aus dem eine Zündschnur ragte. Ein Polizeihund hatte das Paket, das die Substanzen Kaliumnitrat, Hexachlorethen und Naphtahlin enthalten haben soll, aufgespürt.
Einen vagen Verdacht hat die ermittelnde Polizei bezüglich des Täterkreises bereits gefasst. "Wenn der Rauchkörper im Fanblock von Aue gefunden wurde, ist das ein Hinweis", so Polizeisprecher Berndt Fleischer. Zudem habe die Cottbuser Polizei den Hinweis von Kollegen aus Aue, dass die Fans aus dem Erzgebirge bereits vor dem Spiel gegen Erfurt am 15. Oktober ähnliche Chemikalien im Stadion versteckt haben sollen.
"Schon ein spitzer Gegenstand oder eine kräftige Erschütterung hätten gereicht, und das Paket hätte explodieren können", sagt Knut Eltfeld von der Cottbuser Polizei im Stadionheft. Nach Polizeiangaben handele es sich "fantypische Pyrotechnik", für gewöhnlich seien jedoch Päckchen mit lediglich 100 bis 200 Gramm üblich.
Schon mehrmals wurden im Cottbuser "Stadion der Freundschaft" in der Vergangenheit derlei Chemiekalienfunde gemacht. Vor dem Spiel gegen Dresden konnten die Täter sogar erwischt werden. Sie hatten den Geheimweg durch die angrenzende Spree zum Stadion genommen.
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