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09.11.2004
 

Europas Beste

Kein Bock auf deutsche Kicker

Das schlechte Abschneiden der deutschen Nationalmannschaft bei der EM in Portugal macht sich auch bei der Wahl des besten Fußballers Europas bemerkbar. Die Bundesliga wird in diesem Jahr ausschließlich von ausländischen Spielern vertreten.

Einer von vier Bundesliga-Spielern: Griechenlands EM-König Angelos Charisteas von Double-Gewinner Werder Bremen
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DPA

Einer von vier Bundesliga-Spielern: Griechenlands EM-König Angelos Charisteas von Double-Gewinner Werder Bremen

Paris - Unter den 50 vorgeschlagenen Spielern der von Frankreichs Fußball-Magazin France Football veranstaltete Wahl zu Europas Fußballer des Jahres 2004 ist kein einziger Deutscher. Im vergangenen Jahr tauchten zumindest noch Torwart Oliver Kahn und Mittelfeldspieler Michael Ballack von Bayern München auf der Vorschlagsliste auf. Die Bundesliga-Fahne halten diesmal ausschließlich Legionäre hoch: Deutschlands "Fußballer des Jahres", der Brasilianer Ailton von Schalke 04, der griechische EM-Held Angelos Charisteas vom Double-Gewinner Werder Bremen, dessen Vereinskollege Johan Micoud aus Frankreich sowie Tomas Rosicky von Borussia Dortmund.

Im vergangenen Jahr waren auf dieser Vorschlagsliste aus der Bundesliga auch der Niederländer Roy Makaay von Bayern München und der Tscheche Jan Koller von Borussia Dortmund vertreten, die diesmal keine Berücksichtigung fanden.

Der Fußballer Europas wird seit 1956 gewählt und gilt als traditionsreichste individuelle Wahl im Mannschaftssport Fußball. Bewertet werden von den 52 Auslandskorrespondenten des Blattes die Leistungen im Kalenderjahr (nicht pro Saison). Das Ergebnis wird im Dezember bekannt gegeben.

Europas amtierender "Fußballer des Jahres" ist der Tscheche Pavel Nedved von Italiens Rekordmeister Juventus Turin. Der letzte Fußballer des Jahres in Europa, der aus Deutschland kam, war 1996 Matthias Sammer. Zuvor hatten Gerd Müller (1970), Franz Beckenbauer (1972, 1976), Karl-Heinz Rummenigge (1980, 1981) und Lothar Matthäus (1990) diese Auszeichnung erhalten. Die Bundesliga stellte außerdem durch den Dänen Alan Simonsen (1977, Borussia Mönchengladbach) und den Engländer Kevin Keegan (1978, 1979, Hamburger SV) drei weitere Male den Sieger.

Die viel später durch den Weltfußballverband Fifa initiierte Wahl zum Weltfußballer des Jahres wird dagegen nicht durch unabhängige Journalisten, sondern durch die jeweiligen Nationaltrainer durchgeführt.

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