Berlin - Manche sind eben doch gleicher, auch in einer Demokratie: Der Sportausschuss des Deutschen Bundestages bietet jedem Parlamentarier die Gelegenheit an, bis Mitte Januar zwei Kaufkarten für die Vorrundenspiele zu erwerben. Die Vorsitzenden des Sportausschusses, Peter Rauen (CDU) und Peter Danckert (SPD), haben einen entsprechenden Brief an die Abgeordneten geschrieben, der SPIEGEL ONLINE vorliegt.
Der stellvertretende Chef des Organisationskomitees der WM, Wolfgang Niersbach, reagierte mit Erstaunen auf das Rundschreiben. "Es gibt keine Zusagen, weder für Frei- noch für Kaufkarten. Es gibt lediglich die Absprache mit dem Sportausschuss, Wünsche zu bündeln und dann zu prüfen, inwieweit diese Wünsche möglicherweise zu realisieren sind. Dasselbe Angebot machen wir auch unseren Vereinen und Landesverbänden oder den Städten. Aber immer mit dem Zusatz, dass wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine einzige Karte garantieren können", so Niersbach.
Offiziell beginnt am 1. Februar 2005 die erste Verkaufsphase der Eintrittskarten zur Fußball-WM über das Internet. Nach EU-Recht ist das Organisationskomitee verpflichtet, den Karteninteressenten weltweit die gleichen Chancen einzuräumen.
Die meisten Fans müssen bei der Verlosung der zwischen 35 und 600 Euro teuren Tickets mit Enttäuschungen rechnen, denn nur ein Bruchteil der Wünsche kann erfüllt werden. Von den rund drei Millionen Karten gehen 975.000 vorab an Sponsoren, Verbände und Reisebüros. Nur die restlichen Tickets werden frei verkauft. Schätzungsweise gibt es dafür 30 Millionen Interessenten.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
| alles zum Thema Fußball-WM 2006 | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2004
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH