Neuss - Trotz eines gegenteiligen Antrags des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) werden nach der ersten Verkaufsphase bereits zahlreiche Tickets für die WM 2006 in Deutschland zu Höchstpreisen im Internet gehandelt. Beim Auktionshaus "e-bay" wurden beispielsweise zwei Karten für das Halbfinale in Dortmund am Sonntagmittag mit über 1400 Euro notiert. Dabei hatte der DFB vergeblich versucht, dem Internet-Handel von Vornherein einen Riegel vorzuschieben. "Wir hatten 'e-bay' gebeten, auf den Internet-Handel zu verzichten. Leider ist es zu keiner Einigung gekommen", sagte Horst R. Schmidt, Vizepräsident des Organisationskomitees (OK), der "Bild am Sonntag": "Ich kann nur allen Fans raten, nicht auf solche Auktions-Angebote einzugehen. Es gibt bis 2006 noch mehrere Verkaufsrunden."
Schmidt kündigte aber an, gegen den Handel im Internet vorzugehen: "Wir werden dagegen tätig werden, soweit das juristisch möglich ist." Wer Tickets zu höheren Preisen als ausgewiesen anbietet, macht sich des Schwarzhandels schuldig. Der Weltverband Fifa und das OK wollen Karten-Dealer mit Detektiven und Schein-Angeboten aufspüren. In der vergangenen Woche waren in der ersten Verkaufsrunde 812.000 Tickets verlost worden. Die Karten können nach einer Meldung an das OK auf andere Besitzer überschrieben werden. Dazu müssen nach derzeitigem Stand der Dinge ausreichende Gründe angegeben werden.
Auf anderen Social Networks posten:
HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:
| alles aus der Rubrik Sport | Twitter | RSS |
| alles aus der Rubrik Fußball | RSS |
© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH