Manchester - Mainz hatte die deutsche Fairplay-Wertung der Saison 2004/2005 gewonnen und war deshalb bei der Verlosung von zwei Teilnehmerplätzen an der ersten Qualifikationsrunde zum Uefa-Cup 2005/06 dabei. Die Europäische Fußball-Union loste die Clubs am Rande der Frauen-Europameisterschaften in Manchester aus - und bei der Ziehung "2 aus 6" waren die Mainzer neben einem Team aus Dänemark (die Liga läuft noch bis 19. Juni) der glückliche Gewinner.
"Vor einem Jahr waren wir von Fußball-Europa noch so weit weg wie vom Mond. Diese Chance kam so unerwartet, ich war schon glücklich über die Nominierung", erklärte der Mainzer Trainer Jürgen Klopp. Die Vertreter aus Schweden (Hammarby), Estland (Tulevik Viljandi), England (Tottenham Hotspur) und der Schweiz (Young Boys Bern) gingen indes leer aus.
Die Verbände aus sechs Ländern hatten die fairsten Clubs ihrer Ligen für die Vergabe der restlichen Startplätze gemeldet. Der norwegische Club Viking FK Stavanger hatte seinen Startplatz bereits im Vorfeld sicher. Laut Deutscher Fußball Liga DFL waren Faktoren wie Verhalten der Vereins-Offiziellen und Fans ausschlaggebend - auch oder gerade gegenüber Gegnern und Schiedsrichtern. "Es ist schön, dass das gesamte Erscheinungsbild unseres Vereins beurteilt wurde. Unsere Leute, die so ein gutes Umfeld schaffen, haben das verdient", betonte Klopp.
Gemessen an der Anzahl der Gelben und Roten Karte war Hannover 96 in der abgelaufenen Saison die fairste Mannschaft - und hatte deshalb die Nominierung der Mainzer kritisiert. Mainz ist der erste Bundesligaclub, der vom Losglück profitiert. Der SC Freiburg scheiterte 2004 bei der Fairplay-Verlosung, Borussia Mönchengladbach hatte zwei Jahre zuvor Pech.
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