Mainz - Der Sportwissenschaftler Oliver Höner von der Universität Mainz hat herausgefunden, dass Torjäger-Qualitäten beim Fußball auch mit "frühzeitigem Ausschalten des Kopfes" zusammen hängen. Mit Hilfe von Videoanalysen und praktischen Tests stellte Höner fest, dass "Bedenkenträger seltener Tore schießen", berichtet "Die Zeit".
Ein Beispiel für die hilfreiche "Unbekümmertheit" sei der Kölner Lukas Podolski. "Der redet direkt und philosophiert nicht herum", sagt Höner. Spielmacher grübelten vergleichsweise lange über Alternativen zu ihren Spielzügen. Dennoch hätten gute Entscheidungen beim Fußball nichts mit Intelligenz zu tun. Demnach hindert ein schlichtes Gemüt einen Fußballer nicht daran, Qualitäten eines Spielmachers zu entwickeln.
Das ideale Maß sowohl an kognitiven Fähigkeiten als auch an Entschlusskraft auf dem Rasen besitzt nach Ansicht des Wissenschaftlers ein Deutscher. "Michael Ballack halte ich für den komplettesten Spieler der Welt", sagt Höner. Der DFB-Kapitän besitze die seltene Fähigkeit, sowohl in schwierigen Situationen die Übersicht zu behalten, als auch viele Tore zu schießen.
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