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26.06.2005
 

Torhüterfrage

Klinsmann lässt Keeper zappeln

Oliver Kahn ist die Nummer eins, Jens Lehmann sein Herausforderer. So lautet Jürgen Klinsmanns aktuelle Torhüterordnung. Dass diese Konstellation auch noch bei der Weltmeisterschaft im kommenden Jahr gilt, will der Nationalcoach jedoch nicht garantieren.

Klinsmann mit seiner Nummer zwei, Lehmann: Wichtig und richtig"
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DDP

Klinsmann mit seiner Nummer zwei, Lehmann: Wichtig und richtig"

Herzogenaurach - Der Trainerstab werde erst im nächsten Mai entscheiden, wer während des Turniers im eigenen Land als Stamm-Keeper das Tor der Nationalelf hütet. Die Ausgangslage sei unverändert, sagte Klinsmann heute, "Oliver Kahn ist die Nummer eins, Jens Lehmann sein Herausforderer."

Das Duell hat nach Klinsmanns Ansicht keine negativen Auswirkungen auf die Leistungen der Rivalen - im Gegenteil: "Der Konkurrenzkampf ist stimulierend für den Leistungswettkampf. Alle drei Torhüter sind besser geworden in dieser Saison. Mit Timo Hildebrand wächst auch noch einer heran, der nach oben will", so der 40-Jährige. Natürlich sei es nicht einfach, mit der Rotation umzugehen, räumte er ein. Aber die Fortführung bis kurz vor WM-Start sei wichtig und richtig. "Was passiert, wenn sich ein Kahn oder Lehmann verletzten würde? Es darf nicht passieren, dass einer nicht im Rhythmus ist", so der Bundestrainer.

Klinsmanns Ankündigung kam insofern überraschend, da Bundes-Torwarttrainer Andreas Köpke bislang stets dafür plädiert hatte, den Zweikampf zwischen Kahn und Lehmann nicht zu spät zu beenden. "Wir dürfen den richtigen Zeitpunkt nicht verpassen", warnte Köpke aus eigener bitterer Erfahrung. Vor der WM 1994 hatte sich der damalige Bundestrainer Berti Vogts erst vor der Abreise in die USA für Köpkes Konkurrenten Bodo Illgner als Nummer eins entschieden.

Beim Konföderationen-Cup haben Kahn und Lehmann das Wechselspiel ohne großes Murren ertragen. "Mich kann nichts verunsichern. Wenn das die Philosophie des Trainerstabes ist, spielen wir das Spiel eben noch ein Jahr länger. Dabei ist die Entscheidung längst gefallen", sagte Kahn der "Bild"-Zeitung, "dass der andere Torwart auch mal spielt, ist doch normal." Der Münchner geht jedoch davon aus, dass er "die großen und wichtigen Spiele machen soll".

Lehmann hatte gestern während der 2:3-Halbfinal-Niederlage zwischen den Pfosten gestanden, Kahn wird am Mittwoch in Leipzig beim Spiel um Platz drei gegen Mexiko spielen.

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