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24.07.2005
 

Ui-Cup

Dortmund blamiert sich

Der VfL Wolfsburg und der Hamburger SV dürfen weiter davon träumen, kommende Saison im Uefa-Cup zu spielen. Borussia Dortmund hat die Teilnahme am internationalen Geschäft endgültig verspielt. Damit werden die Sorgen beim finanziell angeschlagenen BVB nicht geringer.

Dortmunder Smolarek: Große Chance verspielt
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AP

Dortmunder Smolarek: Große Chance verspielt

Hamburg - Mit dem frühen UI-Cup-Aus hat der hoch verschuldete Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund die Chance auf Millioneneinnahmen verspielt. Zwei Wochen vor dem Liga-Start ist die Stimmung auf dem Nullpunkt angelangt. "Wir hatten uns so viel vorgenommen. Das Ausscheiden ist einfach nur blamabel", sagte Abwehrspieler Christoph Metzelder nach dem 0:0 beim tschechischen Vertreter Sigma Olmütz, der nach dem 1:1 im Hinspiel aufgrund des erzielten Auswärtstores das Halbfinale erreichte.

Dort empfängt Olmütz am kommenden Mittwoch den Hamburger SV, der nach einem 2:0 (0:0)-Erfolg gegen Uniao Leiria aus Portugal (Hinspiel 1:0) ebenso auf das Erreichen des Uefa-Pokals spekulieren, wie der VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen schlugen IFK Göteborg mit 2:0 Toren (1:0) und wiederholten damit das Ergebnis aus dem Hinspiel in Schweden. Im Halbfinale trifft der VfL auf den französischen Erstligaclub RC Lens.

Dortmund dagegen trauert der vergebenen Möglichkeit nach, im internationalen Wettbewerb Geld einzunehmen, um den Schuldenberg abzubauen. 90 Millionen Euro Verbindlichkeiten belasten die Westfalen. "Wir haben eine große Chance verspielt, zusätzliche Einnahmen zu generieren, die für den Klub sehr wichtig gewesen wären", sagte Dortmunds Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. "Aufgrund unserer finanziellen Situation ist es aber ein Geschenk, dass wir überhaupt noch Fußball spielen dürfen."

Allein die Halbfinal-Partie gegen den HSV hätte mindestens 400.000 Euro gebracht. Doch die Mannschaft präsentierte sich in Tschechien ohne Durchschlagskraft. Und hätten die Tschechen ihre großen Möglichkeiten genutzt, dann wären die Dortmunder bereits vor der Pause aussichtslos zuürck gelegen. "Ich hätte nie gedacht, dass wir gegen so eine Mannschaft ausscheiden können", sagte der tschechische BVB-Spielmacher Tomas Rosicky enttäuscht.

HSV kommt glanzlos weiter

Der HSV hat gegen Leiria zwar auch nicht brilliert, aber gewonnen. Die Tore von Sergej Barbarez per Foulelfmeter (50. Minute) und Benjamin Lauth (76., für den unauffälligen Rafael van der Vaart eingewechselt) stellten vor 25.000 Zuschauern den Sieg sicher. "Die Mannschaft ist im Soll und spielerisch auf Linie", sagte Sportchef Dietmar Beiersdorfer, der sich besonders auf das Duell mit Olmütz freut: "Da haben wir noch etwas gut zu machen." 1991/92 schied der HSV mit dem Beiersdorfer als Spieler im Uefa-Pokal-Achtelfinale gegen Sigma aus.

Die Wolfsburger gaben sich auch im ersten Spiel nach dem Wechsel von Stürmer Martin Petrow zum spanischen Erstligigaclub Atletico Madrid keine Blöße. Andres D'Alessandro (24.) und Diego Klimowicz (76.) schossen gegen Göteborg den 2:0-Erfolg heraus. Der VfL ist also auf einem guten Weg, nur Trainer Holger Fach mahnt zur Vorsicht, vor allem wegen des Abgangs von Petrow: "Es gibt keine Veranlassung von der Qualifikation für den Uefa-Pokal zu reden. Der Spieler, der in der vergangenen Saison an 60 Prozent unserer Tore beteiligt war, hat uns verlassen."

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