Berlin - "Wenn einer besser ist als ich, dann könnte man sich die Frage stellen, ob ich dabei bin. Das sehe ich aber nicht so. Im Moment gibt es keinen Besseren auf dieser Position, das zeige ich auch regelmäßig im Verein", betonte Wörns vor dem Länderspiel am Samstag in Bratislava (20 Uhr - Liveticker SPIEGEL ONLINE).
Dass mit Lukas Sinkiewicz und Marcell Jansen zwei erst 19 Jahre alte Abwehrspieler vor ihrem Debüt stehen, macht Wörns keine Sorgen. "Sie sind ja nicht umsonst hier, jetzt müssen sie sich frei schwimmen." Auch die ständigen Umstellungen in der Hintermannschaft sieht er nicht als Problem: "Es ist eher positiv, wenn wir in der Breite so gut besetzt sind. Zudem sind wir auch eingespielt. Man kann den Fußball nicht neu erfinden, deshalb greifen diese Mechanismen auch sehr schnell. Das gilt genauso für die lächerliche Torwartdiskussion. Bei uns weiß jeder, wie sich Oliver oder Jens in entsprechenden Situationen verhalten."
Keeper Lehmann, der am Samstag das Tor hüten wird, hat den Kampf um die Nummer eins im deutschen Gehäuse längst nicht aufgegeben. "Ich wäre ein schlechter Profi, wenn ich nicht daran glauben würde, eine Chance zu bekommen", sagte der 36-Jährige auf der Pressekonferenz des Deutschen-Fußball-Bundes (DFB). Er müsse allerdings damit zurecht kommen, "dass da immer noch jemand ist", so Lehmann. Auch in seinem Club FC Arsenal hat er zur neuen Saison mit dem Esten Mart Poom einen neuen Konkurrenten bekommen. "Komfortabel fühle ich mich überhaupt nicht mehr", bestätigt er und spricht vor allem vom ungeheuren Leistungsdruck, der in England auf ihm laste.
Unterdessen will sich Bundestrainer Jürgen Klinsmann vor dem Länderspiel der deutschen Elf am kommenden Mittwoch in Bremen gegen Südafrika mit den Kollegen der 18 Bundesligisten zusammensetzen. "Wir haben mit den Bundesliga-Trainern ein Treffen vereinbart. Es sieht so aus, dass eine große Anzahl da sein wird. Wir wollen uns mit den Trainern über das WM-Jahr austauschen, über einzelne Spieler sprechen und ihnen mitteilen, was wir vorhaben", erläuterte Klinsmann-Assistent Joachim Löw heute in Berlin.
Über die genaue Aufstellung gegen die Slowakei äußerte sich Klinsmann noch nicht. Ausfallen wird nach dem abgereisten Torsten Frings (Fußverletzung) wohl auch der an einem Virus erkrankte Arne Friedrich. Er soll aber am Freitag mit im Flugzeug nach Bratislava sitzen. "Ich denke, er reist mit", so Klinsmann.
Seine Vertragsverlängerung beim DFB macht Klinsmann weiter ausschließlich vom Erfolg der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2006 abhängig. "Ich werde doch einzig und allein am Erfolg bei der Weltmeisterschaft gemessen, deshalb sehe ich keinen Grund, mich jetzt schon festzulegen. Ich könnte jetzt einen Fünf-Jahres-Vertrag unterschreiben, und es passiert etwas bei der WM, dann kannst du den in den Papierkorb schmeißen. Das ist einfach so. Die Messlatte ist nun mal der Erfolg", sagte der 41-Jährige der "Welt".
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