ThemaFußball-BundesligaRSS

Alle Artikel und Hintergründe

  • Drucken
  • Senden
  • Feedback
 

Längere Lohnfortzahlung Nowotny verliert vor Gericht

Er spielt zwar schon seit Monaten nicht, dennoch kassierte Jens Nowotny eine Niederlage. Das Arbeitsgericht Solingen wies die Klage des Leverkusener Fußballprofis auf längere Lohnfortzahlung im Krankheitsfalle ab.

Bayer Profi Nowotny (l.): "Zur Halbzeit 0:1"
DPA

Bayer Profi Nowotny (l.): "Zur Halbzeit 0:1"

Leverkusen - Das Gericht begründete nach 90-minütiger Verhandlung sein Urteil damit, dass in Nowotnys Vertrag keine schriftliche Vereinbarung auf 100-prozentige Weiterzahlung der Bezüge fixiert worden war. Rückwirkend und künftig muss Bayer keinen Euro Lohnfortzahlung bezahlen. Der Club hatte die Gehaltszahlungen an den 31 Jahre alten Abwehrchef nach dem gesetzlichen Zeitraum von sechs Wochen eingestellt.

Nowotny ("Es geht mir nicht um Ansprüche, es geht um mein Recht") hatte sich auf mündliche Zusagen der Bayer-Seite durch den damaligen Manager Reiner Calmund berufen. Der Streitwert war mit insgesamt rund 1,75 Millionen Euro plus Zinsen und Gerichtskosten angegeben worden. "Es liegt jetzt an Jens Nowotny, ob er Revision einlegen will. Es steht zur Halbzeit 0:1. Aber es ist durchaus möglich, dass die Geschichte noch anders ausgeht", sagte dessen Anwalt Harla Martin.

"Wir sind mit dem Urteil sehr zufrieden, aber es ist immer schön, wenn man keine Rechtsstreitigkeiten hat", sagte Bayer-Vertreterin Christine Bernard. Nowotny war ebenso wie der Leverkusener Geschäftsführer Wolfgang Holzhäuser nicht zur Verhandlung in den Räumen des Amtsgerichts Opladen erschienen. Eine außergerichtliche Einigung war zuvor gescheitert.

Weiteres Gerichtsverfahren anhängig

Bereits Anfang Juli hatte Nowotny eine Klage auf Lohnfortzahlung um mindestens sechs Monate angestrengt, diese aber zwischenzeitlich wieder zurückgezogen. Der 45-malige Nationalspieler hatte am 19. Februar im Bundesliga-Spiel gegen Nürnberg den vierten Kreuzbandriss seiner Karriere erlitten. Er plant im Oktober sein Comeback. Der ehemalige Karlsruher, der 1996 nach Leverkusen wechselte, steht bei Bayer bis 2008 unter Vertrag.

Im Streit um rund zehn Millionen Euro Handgeld zwischen dem ehemaligen Bayer-Kapitän und dem Verein für die Vertragsverlängerung des Nationalspielers 2002 soll am 28. Oktober vor dem Landgericht Köln eine Entscheidung fallen. Bislang hat Bayer rund 2,5 Millionen Euro ausgezahlt. Die Summe musste Nowotny versteuern. Es soll nun eine steuerliche Regelung für den Restbetrag gefunden werden.

Diesen Artikel...
Aus Datenschutzgründen wird Ihre IP-Adresse nur dann gespeichert, wenn Sie angemeldeter und eingeloggter Facebook-Nutzer sind. Wenn Sie mehr zum Thema Datenschutz wissen wollen, klicken Sie auf das i.

Auf anderen Social Networks posten:

  • studiVZ meinVZ schülerVZ
  • deli.cio.us
  • Xing
  • Digg
  • Google Bookmarks
  • reddit
  • Windows Live
News verfolgen

HilfeLassen Sie sich mit kostenlosen Diensten auf dem Laufenden halten:

alles aus der Rubrik Sport
alles aus der Rubrik Fußball
alles zum Thema Fußball-Bundesliga

© SPIEGEL ONLINE 2005
Alle Rechte vorbehalten
Vervielfältigung nur mit Genehmigung der SPIEGELnet GmbH









TOP



TOP