Hoffenheim/ Berlin - Wie die "Bild"-Zeitung meldet, soll der im Manipulationsskandal als Drahtzieher geltende Ante Sapina eine große Geldsumme auf die Partie FC Augsburg gegen TSG Hoffenheim (3:1) vom 4. Dezember 2004 in Kombination mit der Zweitliga-Partie Karlsruher SC gegen den MSV Duisburg (0:3) vom 3. Dezember 2004 gesetzt haben. Diese Partie wurde von Schiedsrichter Dominik Marks geleitet, der für die Manipulation des Spiels 30.000 Euro von Sapina erhalten haben soll. Der Referee hat dies stets bestritten. Genau wie Hoyzer steht Marks derzeit in Berlin wegen gewerbs- und bandenmäßigen Betruges vor Gericht.
Laut "Bild" soll Sapina für die Kombi-Wette der Regional- und Zweitligapaarung 558 Tippscheine für je 500 Euro ausgefüllt und mit einem Einsatz von 279.000 Euro über eine Million Euro gewonnen haben. Wieder ins Visier der Ermittler ist dabei offenbar auch Hoffenheims Verteidiger Matthias Örüm gerückt, dessen Verwandtschaft rund um Heidelberg mehrere Wettbüros führen soll.
Bereits am Freitag war bekannt geworden, dass der DFB Ermittlungen gegen Örüm und dessen Mitspieler Sahr Senesie aufgenommen hatte. Örüm soll vor Hoffenheims 1:3-Niederlage vor zwei Wochen gegen den FC Augsburg auf eine Rote Karte eines TSG-Spielers gewettet haben. Tatsächlich wurde der früher bei Bundesligist Borussia Dortmund tätige Senesie nach einer Tätlichkeit von Fifa-Schiedsrichter Florian Meyer vom Platz gestellt. Beide Spieler wurden vom DFB bereits vernommen.
Hoffenheims Klub-Mäzen Dietmar Hopp, Gründer des Software-Konzerns SAP, sieht die TSG nicht als Ganzes betroffen: "Wenn was dran ist, wäre es ein Ausrutscher. Dafür kann man nicht alle anderen bestrafen", sagte Hopp der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung".
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