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24.11.2005
 

Rechenspiele

Assauer hakt Champions League ab

Pessimismus oder Understatement? Selbst der höchste Heimsieg in der Champions League konnte bei den Verantwortlichen des FC Schalke kaum Euphorie entfachen. Manager und Sportdirektor sprechen schon vom Trostpflaster Uefa-Cup.

Gelsenkirchen - "Ich glaube, dass wir mit Platz drei vorlieb nehmen müssen", sagte Manager Rudi Assauer nach dem 3:0 (1:0) gegen den PSV Eindhoven und holte die Jubler ("Man muss realistisch bleiben") auf den Boden zurück. Assauers Prognose sieht im spannenden Finale der Gruppe E einen Heimsieg der Niederländer über Fenerbahce Istanbul und eine gleichzeitige Niederlage der Königsblauen beim Topfavoriten AC Mailand vor.

Kuranyi, Rangnick, Aussauer: "Man muss realistisch bleiben"
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DPA

Kuranyi, Rangnick, Aussauer: "Man muss realistisch bleiben"

Eindhoven wäre, möglicherweise mit nur drei Toren, im Achtelfinale, Schalke, das bislang schon zehnmal traf, nur im Uefa-Cup. "Milan hat wieder zu alter Stärke zurückgefunden", kommentierte Assauer den 4:0-Sieg der Italiener in Istanbul, denen im Vorrunden-Endspiel am 6. Dezember gegen Schalke bereits ein 0:0 zum Weiterkommen reicht. Die Gelsenkirchner dagegen müssten gewinnen oder ein Unentschieden mit mindestens drei eigenen Toren erreichen, um sich aus eigener Kraft für die Runde der letzten 16 zu qualifizieren.

Nicht ausgeschlossen, sagt Lewan Kobiaschwili, der fast genau ein Jahr nach seinem letzten Pflichtspieltor (28. November 2004 beim 2:1 gegen Bielefeld) gegen Eindhoven gleich dreimal getroffen hatte: per Handelfmeter (18.), mit einem Abstauber nach einem Latten-Treffer von Lincoln (72.) und per Foulelfmeter (79.). "Wenn wir einen guten Tag erwischen, haben wir eine Chance. Wir müssen uns nicht gleich mit dem Uefa-Cup zufrieden geben", sagte der Georgier.

Teammanager Andreas Müller relativierte indes. Man sei nahe dran, "wir stehen aber vor einer ganz hohen Hürde. Wir waren zweimal in Mailand und haben zweimal verloren, jetzt beim dritten Mal sollten wir da mal gewinnen." Im Uefa-Cup-Endspiel 1997 hatten Müller und Co. nach dem 1:0-Hinspielsieg 0:1 verloren, dann aber das Elfmeterschießen gegen Inter Mailand gewonnen. Zehn Monate später scheiterten sie im Uefa-Cup-Viertelfinale - ebenfalls nach einem 0:1 im Giuseppe-Meazza-Stadion - an Inter.

Müller macht seinen Nachfolgern Mut: "In Mailand können sie ihr großes Meisterstück machen. Wenn sie da bestehen, ist für uns in der Champions League sicher alles möglich." Sollte Schalke sein Ziel in San Siro nicht erreichen, hilft nur noch Daumendrücken für Christoph Daum. "Der PSV muss erstmal gegen Istanbul gewinnen, denn Fenerbahce kann ja noch in den Uefa-Cup kommen", sagte Trainer Ralf Rangnick. Sein Kollege Daum müsste mit dem türkischen Meister in Eindhoven siegen, um noch Dritter zu werden. Bereits ein Remis der Türken würde den Königsblauen bei einer eigenen Niederlage in Mailand zum Achtelfinal-Einzug reichen.

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