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24.02.2006
 

Kritik an Klinsmann

DFB wirft Wörns raus

Christian Wörns wird nicht mehr für die deutsche Fußball-Nationalmannschaft spielen. Bundestrainer Klinsmann erklärte, in Zukunft auf die Dienste des Verteidigers verzichten zu wollen. Wörns hatte sich zuletzt mehrfach öffentlich über mangelnde Einsätze beschwert.

Hamburg - "Seine kritischen Kommentare sind bei uns auf absolutes Unverständnis gestoßen, und wir können sein Vorgehen nicht akzeptieren", begründete Bundestrainer Jürgen Klinsmann die Entscheidung.

Abwehrspieler Wörns: "Können Vorgehen nicht akzeptieren"
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DPA

Abwehrspieler Wörns: "Können Vorgehen nicht akzeptieren"

Weiter sagte Klinsmann: "Wir haben Christian immer offen und direkt darüber informiert, dass wir einen Generationswechsel einleiten und bis zur WM jüngeren Spielern eine Chance geben wollen."

Bereits im Oktober 2005 sei Wörns bei einer Aussprache in Hamburg vor dem Länderspiel gegen China "mit Nachdruck" darauf hingewiesen worden, dass er sich nicht negativ zu den personellen Entscheidungen des Trainerstabs und über die Leistungen von Mitspielen äußern solle.

Nun habe er sich mit seinen Reaktionen "die Basis für eine weitere Zusammenarbeit selbst entzogen", sagte Klinsmann.

Wörns hatte gestern im Interview mit SPIEGEL ONLINE seiner Verärgerung über die Nichtberufung zum Italien-Spiel Luft gemacht: "Ich habe von meiner Nichtnominierung am Mittwochmittag, also einen Tag, bevor der Kader offiziell bekannt gegeben wurde, durch einen Journalisten erfahren und war wie vor den Kopf geschlagen. Der Bundestrainer hatte mir später am Nachmittag auf die Mailbox gesprochen. Für mich war das ein ganz linkes Ding."

Gleichzeitig nannte Klinsmann Wörns' Vorwurf, dass die Leistung kein Kriterium für die Nationalmannschafts-Nominierung darstelle "eine absolute Respektlosigkeit". Die Entwicklung von jüngeren Spielern wie Per Mertesacker und Robert Huth widerspreche dieser Aussage deutlich.

"Die Leistung ist und bleibt unser oberstes Kriterium", so Klinsmann. Die Entscheidung, zukünftig auf den Dortmunder Abwehrspieler zu verzichten, habe man treffen müssen, so der Bundestrainer, da Wörns' Verhalten "für die Entwicklung der Mannschaft kontraproduktiv" gewesen sei.

kob

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