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23.03.2006
 

SPIEGEL-ONLINE-Prognose

Mit diesen Kickern will Klinsmann Weltmeister werden

Das Länderspiel gegen die USA war der letzte Test der DFB-Elf vor der Nominierung des 23-köpfigen WM-Kaders am 15. Mai. SPIEGEL ONLINE sagt voraus, welche Fußballer Bundestrainer Jürgen Klinsmann für das Turnier im eigenen Land berufen wird.

Hamburg - Die Nummer eins im Tor ist Oliver Kahn. Der Keeper des FC Bayern wird sich gegen Jens Lehmann durchsetzen. Kahn hat mit DFB-Kapitän Michael Ballack einen starken Fürsprecher. Zudem kann es sich Klinsmann nicht leisten, den deutschen "Tor-Titan" auf die Bank zu setzen. Kahn gilt noch immer in der Öffentlichkeit als der Garant für den zweiten Platz bei der Weltmeisterschaft 2002 in Südkorea und Japan.

Als Torwart Nummer zwei fährt der Stuttgarter Timo Hildebrand mit. Lehmann (FC Arsenal) hatte schon vor Monaten angedeutet, nicht als Ersatzmann zur Verfügung zu stehen. Dritter Keeper ist Frank Rost. Der Schalker verfügt im Gegensatz zu seinen Kontrahenten Robert Enke (Hannover 96) und Roman Weidenfeller (Borussia Dortmund) durch seine Einsätze in der Champions League über große internationale Erfahrung. Außerdem hütete Rost auch vier Mal das Tor der deutschen Fußball-Nationalmannschaft.

In der Abwehr vertraut Klinsmann auf die Viererkette des USA-Länderspiels. Die Innenverteidiger Per Mertesacker (Hannover 96) und Christoph Metzelder wurden nominiert, auch wenn Letzterer bei seinem Verein Borussia Dortmund nur auf der Bank sitzt. Zudem sind die Außenverteidiger Philipp Lahm (Bayern München) und Arne Friedrich (Hertha BSC) dabei.

Bei Metzelders Teamkollegen Christian Wörns blieb der Bundestrainer hart. Er fand keine Berücksichtigung. Auch der Stuttgarter Andreas Hinkel und Manuel Friedrich (Mainz 05) bleiben zuhause, stattdessen fahren der Bremer Patrick Owomoyela, Marcell Jansen (Mönchengladbach) und der Chelsea-Reservist Robert Huth mit.

Im Mittelfeld wird der letzte freie Platz an Thomas Hitzlsperger vom VfB Stuttgart vergeben - auch wenn der 13-malige Nationalspieler zuletzt schwächelte und gegen die USA nicht zum Kader gehörte. Der große Vorteil des 23-Jährigen ist seine Vielseitigkeit. Außerdem ist Hitzlsperger einer der wenigen Linksfüßer in der Mannschaft. Daneben sind Michael Ballack (Bayern München), dessen Vereinskollege Bastian Schweinsteiger, Bernd Schneider (Bayer Leverkusen) und der Schalker Fabian Ernst gesetzt.

Die beiden Bremer Tim Borowski und Torsten Frings wird Klinsmann im Gegensatz zu deren Teamkollegen Frank Baumann nominieren. Für Baumann ist nach der starken Vorstellung des Dortmunders Sebastian Kehl gegen die USA kein Platz mehr. Außerdem ist der 30-jährige Baumann zu anfällig für Verletzungen. Deshalb wird Kehl wie schon bei der WM 2002 zum Kader gehören.

Im Sturm setzt der Bundestrainer auf den Bremer Miroslav Klose, Lukas Podolski (1. FC Köln), den derzeit verletzten Schalker Kevin Kuranyi und dessen Vereinskollegen Gerald Asamoah. Als fünfter Stürmer darf Oliver Neuville mit. Mit seinem Tor (2:0) und der Vorlage zu Kloses Treffer zum 3:0 gegen die USA überzeugte der 32-jährige Gladbacher Klinsmann, ihn statt des Wolfsburgers Mike Hanke und des HSV-Stürmers Benjamin Lauth mitzunehmen.

Lauth ist derzeit in der Bundesliga zwar besser in Form als Neuville, gegen den Hamburger spricht jedoch die mangelnde internationale Erfahrung. Lauth hat fünf Länderspiele, Neuville 52. Hanke wurde zum Verhängnis, dass er beim Konföderationen-Pokal im vergangenen Jahr die Rote Karte gesehen hatte. Deshalb wäre der Wolfsburger bei den ersten beiden Gruppenspielen der Deutschen gegen Costa Rica (9. Juni) und Polen (14. Juni) gesperrt.

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