Hamburg - Die Partie musste kurz vor der Pause für knapp fünf Minuten unterbrochen werden, weil im Gäste-Block Knallkörper gezündet worden waren. Nach einer Unterbrechung pfiff aber Schiedsrichter die Partie wieder an. Die Stimmung sei aufgeheizt gewesen, sagte eine Sprecherin des Lagezentrums.
Nach Ende der Partie hielt die Polizei bis zu 400 Chemnitzer Anhänger zunächst im Stadion fest, damit sie nicht auf die aufgebrachten St. Pauli-Fans trafen. Rund 300 von ihnen hatten sich, nachdem sie durch rechte Parolen seitens der Gästefans provoziert worden waren, versammelt und wurden immer wieder von der Polizei aufgefordert, ihren Standort zu räumen. Die Chemnitzer Fans wurden von der Polizei aus dem Stadion geführt und mit Bussen zum Hauptbahnhof gebracht.
Dabei wurden sowohl die Busse als auch die Polizeiwagen nach Augenzeugenberichten mit Flaschen und Dosen beworfen. Dabei gingen auch Scheiben zu Bruch. Zudem zogen sich einige Fans Platzwunden zu. Mehrere hundert Beamte waren im Einsatz.
Es habe nach dem Spiel auch Angriffe auf die Einsatzkräfte gegeben, sagte die Sprecherin. Wasserwerfer seien zum Einsatz gekommen. Eine Straße am Stadion war abgesperrt worden, wodurch es zu Staus und Verkehrsbehinderungen in der Innenstadt kam.
pav/dpa
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