Hamburg - Owomoyela hat eine einstweilige Verfügung erwirkt, die der NPD die Benutzung des WM-Planer-Titelbildes verbietet. Bei Zuwiderhandlung droht der Partei ein Ordnungsgeld von bis zu 250.000 Euro. Die NPD hatte auf dem Cover über das Bild eines Nationalspielers mit der Nummer 25 - der Nummer Owomoyelas - die Parole "Weiß. Nicht nur eine Trikot-Farbe! Für eine echte NATIONAL-Mannschaft!" gedruckt.
Diese Darstellung diffamiere den Spieler in einer geradezu unerträglich rassistischen Art und Weise, begründeten die Richter die Vefügung und schlossen sich damit der Forderung von Owomoyelas Anwalt an. Der Antrag wurde zudem damit begründet, dass die Parole den Tatbestand der Volksverhetzung und Beleidigung erfülle.
Außerdem hat Owomoyela, wie auch der Deutsche Fußball-Bund (DFB), Strafanzeige und Strafantrag bei der zuständigen Staatsanwaltschaft in Berlin gestellt und die sofortige Beschlagnahmung des Werbematerials der NPD gefordert. Owomoyela will darüber hinaus wegen der Verletzung seiner Persönlichkeitsrechte eine finanzielle Entschädigung fordern.
Die NPD hat mittlerweile den Download des WM-Planers auf ihrer eigenen Internetseite gestoppt. Das Bild zu dem Planer überdeckte die Partei mit einem Balken und der Aufschrift "Zensiert und vergriffen". Allerdings ist der Planer als Datei noch immer auf mehreren rechtsradikalen Seiten im Web abrufbar.
hut/sid
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