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29.05.2006
 

Sturmflaute

Auch Ailton verlässt den HSV

Ein halbes Jahr mühte sich der ausgeliehene Brasilianer vergeblich, die Verantwortlichen des HSV von einer Weiterverpflichtung zu überzeugen. Zuvor hatte bereits Sergej Barbarez seinen Abschied nach Leverkusen erklärt. Dem Bundesligisten gehen somit allmählich die Stürmer aus.

Hamburg - "Wir haben uns intensiv ausgetauscht und sind zu dem Schluss gekommen, einen neuen Weg zu gehen. Wir wünschen Toni Ailton für die Zukunft alles Gute", sagte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer nach der Entscheidung, auf die Kaufoption zu verzichten.

Bundesliga-Profi Ailton (l.): "hatte eine schöne Zeit"
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Bundesliga-Profi Ailton (l.): "hatte eine schöne Zeit"

Der Bundesliga-Torschützenkönig von 2004 wechselte auf Leihbasis in der Winterpause von Besiktas Istanbul für 450.000 Euro an die Elbe. Eine Weiterverpflichtung des 32-Jährigen hätte den Verein 1,75 Millionen Euro gekostet.

Ailton, der in 13 Spielen für den HSV drei Treffer erzielte und damit nicht die Erwartungen erfüllte, nahm die Entscheidung gelassen: "Ich sehe das sportlich. Ich hatte eine schöne Zeit."

Nach Schalke 04 und Werder Bremen war der HSV die dritte Station des bulligen Angreifers in der Bundesliga, wo er in 198 Spielen 102 Tore schoss. Zuletzt tat er sich aber vermehrt durch das Auslassen von Großchancen hervor.

Wo Ailton in der kommenden Spielzeit auf Torejagd geht, ist noch offen. Bei Besiktas Istanbul besitzt er noch einen Vertrag bis 2007 mit Option auf ein weiters Jahr, allerdings zeigen die Türken wenig Interesse an einer Rückkehr es exzentrischen Stürmers. "Dort sind noch 600.000 Euro offen, die wir jetzt von Besiktas einfordern", sagte Ailton Berater Werner Helleckes. Der griechische Erstligist AEK Athen zeigt laut dpa hingegen Interesse.

Durch den Weggang Ailtons ist der HSV im Angriff nun knapp besetzt. Der Japaner Naohiro Takahara wechselt zu Eintracht Frankfurt, sein Sturmkollege Sergej Barbarez spielt in der kommenden Saison für Bayer Leverkusen. Die Suche nach neuen Angreifern läuft bei den Hamburgern deshalb auf Hochtouren.

guv/sid/dpa

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